Urheberrechte & Upload-Filter – eine PR-Ente die durchs Netz gejagt wird?

Neuerdings geistern nach längerer Funkstille wieder Begriffe wie „Urheberrechte“ und „Upload-Filter“ durch den medialen Äther. Und mit den Begriffen diverse Szenarien, die Internetnutzern das leben eher vermiesen würden, sollten sich jene Dinge Manifestieren. Die frage ist nur, was im verborgenen zurechtgefeilt wird? Sehen wir mal was viele gar nicht auf dem Radar haben …

Das letzte Mal befasste ich mich August 2019 in einem Gastbeitrag auf dem „Schlüsselkind-Blog“ mit dem Thema sogenannter „Urheberrechte“ und „Upload-Filter“ – allerdings nicht, um mich über die angeblich zu erwartenden Repressalien auszulassen, sondern, um der Mehrheit der Menschen einen nahezu unbekannten Aspekt ins Rampenlicht zu zerren. Und weil es interessant & erneut nötig ist zu erfahren, was es damit auf sich hat – gibt es heute einen Nachschlag, dieses Mal aber hier auf meinem Heimatblog.

Wie viele nunmehr bemerkt haben, hat der „Schlüsselkind-Blog“ zum 22. März 2019 die Banner (leider) eingerollt & seine Arbeit beendet. Damit wurden auch einige meiner Gastautor Beiträge geschlossen. Ausgerechnet der Beitrag zu den „Urheberrechten“ und „Upload-Filter“ hatte ich nicht parallel auf meinem Heimat-Blog veröffentlicht. Sondern „nur“ als PDF-Datei archiviert. Was sich nun, fast 2 Jahre später, doch noch auszahlt.

Urheberrecht – ein anderthalb Jahrhunderte andauernder Kampf deutscher Presseverleger – so die damalige Headline meines Beitrages. Die Headline hat sich inzwischen gewandelt – sogar ein ganzer Blog mit über 6 Millionen aufrufen & mehr als 30,000 Kommentaren ist inzwischen verschwunden, aber dass Thema, um das es heute geht, ist (leider) noch immer aktuell & damit noch nicht vom Tisch.

Aber genug von schwelgen in Erinnerungen – wenngleich es eine sehr schöne Zeit war. Kommen wir zu den Presseverlegern & dem, was sie mit dem ganzen Theater zu tun haben:

Was sich „Urheberrechte“ nennt, ist nicht weniger als ein über 150-jähriger Kampf deutscher Presseverleger, um einerseits ihre mediale Deutungshoheit durchzusetzen und andererseits sich ein Monopol auf Informationen zu sichern. Das ganze fing an, als die Menschen vor über 150 Jahren plötzlich in der Lage waren, sich mittels der neuen Telegrafie-Technologie & wenig später der Radiotechnologie an den Verlagen & Tageszeitungen vorbei zu informieren.

Diese von mir kurz angerissene Sichtweise mag zunächst verwundern, könnte aber kaum treffender formuliert sein – denn heute wie damals haben die sogenannten Presseverleger ein erhebliches Problem damit, dass wir uns (nun mittels des Internets) ohne sie informieren können.

SKB002

Was also ausgehend von der EU / Brüssel alle paar Jahre versucht wird, hat weniger mit „Upload-Filtern“ in dem Sinne zu tun, dass sie den Internet Traffic ausspähen um Tatsächliche Urheberrechtsverletzung aufzuspüren. Zumal man sich mittlerweile bei der Erfindung Internet eigentlich darüber klar geworden sein sollte, dass man erstens; nicht unbedingt Inhalte Hochladen sollte, die bei Usern ohnehin Begehrlichkeiten wecken und zweitens; es immer wieder & wieder Leute geben wird, die eben genau das Hochladen, was ein Urheberrecht verletzt.  Es wird auch immer Leute geben, die eben auf alles scheißen & ansonsten nur an sich – und zwar wirklich nur an sich – denken & meinen damit wäre alles getan. That’s live …

„Upload-Filter“ usw. sind meiner Meinung nach nichts anderes als eine PR-Ente, mit der die eigentliche Aktion in Stellung gebracht werden soll. Vielleicht noch „nützlich“ die Infrastruktur zusätzlicher Überwachungsmaßnahmen dem Bürgern unterzujubeln und zu platzieren. Passt doch keiner auf, noch wird sich in Masse aufgeregt …

Um zu erfahren, was es damit auf sich hat, schauen wir uns wie schon damals auf SKB-News die (gesamte) Twitter Korrespondenz von “Ásta Helgadóttir” an. Diese Dame hatte auf Twitter seiner Zeit in einem Thread mit 26 Tweets die letzten 150 Jahre chronologisch zusammengefasst. Und damit alle versuche der Presseverleger von der Vergangenheit bis in die Gegenwart, sich die Deutungshoheit & Monopolstellung zu sichern, skizziert.

Und damit wäre die Geschichte eigentlich auch schon erzählt. Wer wissen also möchte, was es mit dem ganzen Schwachsinn von „Upload-Filter“ bis „Art. 11“, Urheberrecht, „Art. 13“ usw. auf sich hat – der sollte sich die Zusammenfassung von “Ásta Helgadóttir” mal genauer ansehen. Und die ich im folgenden hier für euch spiegeln möchte. Man kann sich das selbstverständlich auch bei Twitter ansehen & übersetzen lassen – das ist kein Problem man versteht auch die Twitter-Übersetzerkünste.

Erwähnen möchte ich noch, dass das, was unter dem Deckmantel des „Upload-Filter“ daherkommt als eine astreine Lobbyarbeit bezeichnet werden kann, und zwar ganz im Sinne jener Akteure, die die letzten 150 Jahre nichts anderes versucht haben, als uns vom Informationsfluss abzuscheiden. Ich meine: „Upload-Filter“ … was bitte ist das denn für ein Blödsinn? Alleine dadurch, da ein „Sichten“ & Abgleichen, Kontrollieren & „Freigeben“ aller Inhalte (in Echtzeit!), die ins Netz täglich hochgeladen werden, eine kaum zu realisierende Mammutaufgabe wäre.

Und spätestens nachdem Trump innerhalb eines Wimpernschlags der Account wegehauen wurde wissen wir doch wie einfach es wäre, die Dinge aus dem Netz zu entsorgen, bei denen es verdammt noch mal nötig wäre. Beim Hochladen einen Affentanz veranstalten aber bei schlimmsten Inhalten die sich über zig Jahre im Netz halten Untätig bleiben. Schon klar!

Schon aus diesem Blickwinkel sollte man sich die Frage stellen, was das ganze überhaupt soll? Mit dem, was nun folgt, kommt eine ganz andere Komponente hinzu, die viel mehr Sinn ergeben würden – jedenfalls aus Sichtweise derer, die sich ihre 150-Jährige Zankerei glauben verwirklichen zu müssen. Was deren Agitation nicht entschuldigt.

Presseverleger & der nicht enden wollende K(r)ampf ums Urheberrecht:

 



Es wäre natürlich toll, wenn auch die Mainstream presse davon mal berichtet hätte – obschon sich diese „bitte“ wenn wir ehrlich sein wollen, eigentlich von selbst ad absurdum führt. Es hilft nichts; wenn Du was wissen willst, dann musst Du Dich eben selbst darum kümmern. Wissen, meine sehr verehrten Damen & Herren, ist keine Bringschuld als vielmehr die lebenslange Pflicht sich selbst um seinen Wissensstand zu bemühen.

Wenn man aber nicht die leiseste Idee hat, also nicht den kleinsten Piep von ähnlichen Dingen hörte; was soll man dann tun? Den Medien kommt genau aus diesem Grunde eine besondere Sorgfaltspflicht zu. Das sie dieser nicht nachkommen, es als Berufsethos völlig vergessen haben, macht den ganzen Zirkus noch umso schlimmer. Umso wichtiger die vielen kritischen Menschen die in Eigenregie & ohne Riesen Budget den Job ehrlicher Medien (dank der gegenwärtigen Technik) mittlerweile einfach selbst machen (können). Von Frei-Geistern, Blogger, YouTubern bis freien Publizisten, die sich aus dem Mediendogmatismus retten konnten – für sich selbst & für uns. Sehen so die Medien der Zukunft aus? Dezentral, flexibel, frech & gepfeffert – ohne Riesen Apparat der Unmengen an Geldern allein schon für den eigenen betrieb verschlingt?

Vielleicht hat sich der ein oder andere während des Lesens dieses Beitrages nun einen schärferen Blick auf jene Geschehnisse aneignen können? Vielleicht ist auch jemand hier, der zu dem Thema auch einiges in Erfahrung hat bringen können? Wie auch immer: ich freue mich, wenn „unten“ ein Kommentar dagelassen würde.

Lasst euch von dem ganzen Theater nicht in die Irre führen. Die Dinge sind, wie so oft, anders als sie einem Verkauft werden. Und wenn man das verstanden hat, kann man sich auch dementsprechend wehren. Die Informations-beschaffung, die Verbreitung und die Grundsätzlichkeit selbst, das Informationen sich überhaupt frei & ohne Hindernisse bewegen können, hat gemäß unseres GG uneingeschränkt zu funktionieren und so zu bleiben, sodass sich ein jeder Mensch ungehindert Informieren kann. Da können sich Verleger, Staat & weiß der Geier wer noch alles auf den Kopf stellen!

Danke für euere Zeit, Interesse & Kritik, welche mir auch wichtig ist.

Liebe Grüße,

© Alpha Rocking

Artikelbild: by PartTimeCowboy


3 Kommentare zu „Urheberrechte & Upload-Filter – eine PR-Ente die durchs Netz gejagt wird?

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  1. Schöner Beitrag . Meine Idee dazu wäre , das wenn Reporter z.B aus bombadierten Städten berichten würden, bei denen sie selbst die Überlebenden auf ihre Kosten aufstellen und sie dann Text aufsagen lassen oder Freudentänze unter ihrer Regie machen lassen würden hätten sie evtl zu Recht einen Anspruch auf das Urheberrecht .
    Allerdings müssten sie dann wie in anderen Spielfilmen im Vorspann alle beiteilgten, deren sonst nicht anerkannte Überlebenskunst zusammen mit dem Regisseur so ein zweifelhaftes Kunstwerk erst ermöglichte nennen .
    Dann jedoch müsste der Bomber, als Bühnenbildner und die Überlenden Menschen, die hier zu Akteuren eines Filmes gemacht wurden auch fürstlich entlohnt werden , wie das in der Filmbranche üblich ist .

    Sollten also Leute, die nun unbedingt glauben, sie hätten Urheberansprüche am Weltgeschehen , rate ich nach Hollywood zu wechseln , Dort ist die Rechtslage geklärt und jeder weis für was er da zahlt. .

    Gefällt mir

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