Die „Globale Erwärmung“ & die Neurowissenschaften

»Der Kern der Wissenschaft ist nicht das mathematische Modell. Es ist intellektuelle Ehrlichkeit. Entweder ist jemand intellektuell ehrlich, oder er ist es nicht. Entweder ist jemand bereit, Daten nüchtern zu betrachten, oder er versucht, die Daten seinen bestehenden Vorstellungen von der Welt anzupassen.«

– Sam Harris

Was würden Sie sich denken, wenn zu einem Symposium, dass zum Thema der sogenannten „Globalen Erwärmung“ stattfinden soll, Klimatologen, Wissenschaftler aus dem Bereich Erdgeschichte usw. eingeladen werden, um sich auszutauschen? Nichts weiter, nehme ich an – richtig? Sind doch Personen zusammengekommen, die sich Inhaltlich zum oben genannten Thema und aufgrund ihrer jeweiligen Fachgebiete bestens auskennen dürften – richtig?

Und nun stellen Sie sich vor, es findet ein Symposium statt, zu dem erneut Personen eingeladen werden, die allerdings dieses Mal aus den Fachbereichen der; Neuro-, Verhaltens- und Evolutionsökonomie, Psychologie, Politik, Investment, Presse und zu guter letzt Social Media kommen um sich zum Thema der sogenannten „Globalen Erwärmung“ zu treffen und sich auszutauschen zum zwecke, Strategien zu entwickeln, wie man in dieser Sache vorankommen könnte? Was würden Sie sich denken?

Ja! Das dachte ich mir auch! Genau diese Personen & Fachbereiche benötigt man um „Lösungen“ im Kampf gegen die „Globale Erwärmung“ zu erarbeiten. Wofür genau diese „Lösungen“ allerdings erarbeitet werden sollten, steht auf einem ganz anderen Blatt. Bei diesem tatsächlich stattgefundenen Symposium, welches das „Garrison Institut“ in der Nähe von New York / USA bereits im März des Jahres 2010 veranstaltete, wurde sich nicht etwa, wie man vielleicht erwartet hätte, über die physikalischen Ursachen der sogenannten „Globalen Erwärmung“ der Kopf zerbrochen & darüber, wie man damit Umgehen könne, Nein! Bei diesem Symposium ging es darum, wie es am besten gelingen könne, den Menschen mittels Tricks aus der Psychologie und der Verhaltensforschung das Thema möglichst als DIE prominente Bedrohung unserer Zeit einzutrichtern.

Konsens war, wie es gelingen kann, die Menschen gezielt in der ihnen angeborenen Gefühlswelt zu triggern, damit sich die Menschen eine skeptische Haltung gegenüber dem Thema möglichst gar nicht erst angewöhnen oder beginnen zu hinterfragen. Die ganze Debatte soll mittels gezielten „Framing“ gewonnen werden, nicht auf Rationaler, faktischer Ebene. Was aus deren Sicht natürlich Sinn macht:

Schließlich werden die Fakten & eine rationale, nüchterne Sichtweise in der Klimadiskussion nur zu gerne beiseite geschoben. Und einer sachlichen Diskussion gar nicht mehr zugehört noch sieht man ein, dass sie geführt werden müsse.

Wir werden im folgenden einen kleinen Eindruck davon bekommen, mit was für Methoden in der Klimadiskussion gearbeitet wird. Es wird uns überdies auch, da bin ich mir ziemlich Sicher, zumindest eine Erklärung dafür sein, warum (viele Jahre später sowie in verstärkter Art & Weise) derart viele Menschen, wenn es um das Thema „Globale Erwärmung“ geht, im Grunde jedweden Sachverstand vergessen und sich wie Lemminge ohne Kopf und Verstand verhalten. Kinder und Jugendliche sind hierbei – und das erwähne ich mit Blick auf die „Friday’s for Future“ Demos – natürlich besonders betroffen da sich ihre Persönlichkeit noch in der Entwicklung befindet. … Schauen wir es uns an:

(Ich möchte noch erwähnt haben, dass die folgenden Zeilen gewiss nicht von einem der größten „Klimawandel“-Skeptiker stammen – und sie auch nicht als Meine Sichtweise zu diesem Thema verstanden werden sollen. Sie sollen vielmehr in der ganzen verkorksten Debatte und dem sich daraus entwickelnden Blödsinn zu verstehen geben, wie diese oft absurden Dinge die formuliert und dargeboten werden, überhaupt zu Stande kommen können.)

Aus dem Englischen übersetzt:

By John Horgan Mar 16, 2010

„Neuroframing“ – Globale Erwärmung

Ich finde es wunderbar, wenn ein akademischer Glanz die Kunst der erfolgreichen Propaganda aufgreift. Dies verbringt Zeit damit, dem Thema Globale Erwärmung nachzugehen und darüber, was man besser machen könnte. Er empfiehlt, dass es an der Zeit ist, sich an die Fakten zu halten und sich nicht auf die wahrgenommenen Vorteile des „Neuroframings“ zu verlassen.

Die Schwierigkeit bei der globalen Erwärmung besteht natürlich darin, dass die Fakten seit fünfzehn Jahren rebellisch sind. An dieser Stelle ist die einzige lobenswerte Strategie, in völlig undurchsichtiger Sprache in völlig obskuren Klimazeitschriften zu veröffentlichen und darauf zu warten, dass alle vergessen, dass die Disziplin sie zum Narren gehalten hat.

Schließlich hat das Lügen darüber nicht so gut funktioniert.

Letzte Woche veranstaltete das Garrison Institute, ein Exerzitienzentrum nur wenige Kilometer den Hudson River hinunter von meinem Haus entfernt, ein beeindruckendes Symposium zum Thema „Klima, Geist und Verhalten“. Ein Organisator machte den Fehler, mich zur Nachbereitung der Sitzung am Freitag einzuladen.

Wie in einer Broschüre beschrieben, versammelte das Symposium 75 „Thought Leaders und Praktiker aus den Bereichen Neuro-, Verhaltens- und Evolutionsökonomie, Psychologie, Politik, Investment und Social Media, um zu erforschen, wie neu aufkommendes Wissen über die wichtigsten Verhaltenstreiber in Lösungen zur Lösung des dringendsten Problems der Welt, des Klimawandels, integriert werden kann“.

Im Grunde genommen handelte es sich um eine Brainstorming-Sitzung darüber, wie man „Lösungen“ zur Bekämpfung der globalen Erwärmung effektiver vermarkten kann. Die Betonung auf Verpackungen erinnerte mich an den umstrittenen Vorschlag des Journalisten Chris Mooney und des Kommunikationsprofessors Matt Nisbet von der American University, dass Wissenschaftler mehr Erfahrung im „Framing“ von Themen wie der globalen Erwärmung benötigen, um die Debatte zu gewinnen.

Das Garrison-Meeting untersuchte, ob Neurowissenschaften und andere Bereiche, die die physiologischen Grundlagen des menschlichen Glaubens und Verhaltens untersuchen, Umweltschützern helfen können, Themen überzeugender zu formulieren.

Nennen wir es „Neuroframing“.

John Gowdy, Ökonom am Rensselaer Polytechnischen Institut, stellte fest, dass die „Neuroökonomie“ die herkömmliche ökonomische Sichtweise des Menschen als „Nutzenmaximierer“, der Entscheidungen auf der Grundlage von Eigeninteresse und Vernunft trifft, infrage stellt.

MRT-Scans zeigen, dass wir Risiken und Chancen mit Hirnregionen bewerten, die Angst, Verdacht, Empathie und andere Emotionen unterstützen, erklärte Gowdy, und wir treffen Entscheidungen sehr unterschiedlich, je nachdem, wie sie gestaltet sind.

Der Psychiater Daniel Siegel von der UCLA schlug vor, dass wir alle zwei angeborene, Hirn-basierte „Karten“ für die wahrnehmbaren Reaktion auf die Welt besitzen. Die eine ist eine „Ich-Karte“, die unsere Besessenheit von unseren eigenen Interessen untermauert, aber wir haben auch eine „Wir-Karte“, die unserer Sorge um andere entspricht.

Die Auswirkungen dieser Präsentationen wurden beim Mittagessen für mich und andere Journalisten (einschließlich David Biello von Scientific American) von Jonathan Rose, dem Gründer des Garrison Institute und Hauptsponsor und Organisator des Treffens, dargelegt.

Umweltschützer müssen Themen formulieren, um an die „Wir-Karten“ der Menschen zu appellieren“, erklärte Rose, ein „Grüner“ New Yorker Immobilienmogul.

Ich teile den Glauben von Rose und anderen auf dem Symposium, dass die globale Erwärmung schlecht ist, und wir sollten etwas dagegen unternehmen.

Aber ich habe das „Framing“ als Strategie zur Beeinflussung der Debatte über die globale Erwärmung immer abgelehnt. Framing dreht sich nur und Neuroframing dreht sich plus Gehirn-Scans.

Erstens brauchen wir keine MRT-Studien, um uns zu sagen, dass wir emotionale, komplizierte Kreaturen sind. Darüber hinaus betrachten viele Menschen Umweltschützer bereits als selbstgerecht und manipulativ. Dies ist ein Rahmenproblem, das sich durch Neuroframing verschärfen kann.

Die Botschaft ist, dass Umweltschützer zu außergewöhnlichen Zeiten gehen werden – auf der Suche nach einer Anleitung durch die hochmoderne Hirnforschung -, um der dummen, geisteskranken Öffentlichkeit zu helfen, die Welt auf die gleiche erleuchtete Weise zu sehen wie Umweltschützer.

Nicht alle Skeptiker der globalen Erwärmung sind ignorante, irrationale Idioten. Ich unterrichte an einer Ingenieurschule und etwa ein Drittel meiner Schüler bezeichnet sich als globalisierende Skeptiker. Sie neigen dazu, mehr über die globale Erwärmung zu wissen als Studenten, die sie als Tatsache akzeptieren.

Zwei Quellen in der Abteilung Science Times der New York Times haben mir mitgeteilt, dass eine Mehrheit der Redaktion der Abteilung bezweifelt, dass die vom Menschen verursachte globale Erwärmung eine ernsthafte Bedrohung für die Menschheit darstellt.

So naiv das auch klingen mag, ich glaube, Umweltschützer sollten versuchen, die öffentliche Meinung zu beeinflussen, indem sie die Fakten so klar und ehrlich wie möglich darlegen und auf rhetorische Tricks verzichten.

Unbequeme Wahrheit war ein Rahmenbildendes Meisterwerk, aber Al Gores Verbindung der globalen Erwärmung mit Katrina, wie qualifiziert auch immer, hat es für Verrückte einfacher gemacht zu behaupten, dass einzelne Wetterereignisse, wie die großen Schneestürme, die Washington, D.C., diesen Winter getroffen haben, der globalen Erwärmung widersprechen.

Climategate zeigte, dass einige Klimatologen so sehr von Framing besessen sind, dass sie ihre Glaubwürdigkeit beeinträchtigt haben. Umweltschützer sollten das Neuroframing vergessen. Und das ist mein We-map-Gespräch.


Ich denke, es sollte sich doch nun wirklich einmal die Frage gestellt werden, inwieweit man Menschen mittels Neurowissenschaften und gezielter Beeinflussung eine doch angeblich so existenzielle Bedrohung beibringen muss? Ja warum sie für das Thema der sogenannten „Globalen Erwärmung“ überhaupt konditioniert werden müssen? Wenn es doch so selbsterklärend sein soll? Wenn die Fakten, die ja gerne beiseite geschoben werden, doch ein für alle male Klar stellen könnten, um was es hier auf Erden eigentlich geht? Was messbar ist, darüber braucht man nicht zu streiten. Und wissen Sie was? Das, was man messen kann, das ist Objektiv. Nur was sich gestützt durch sorgfältige Beobachtungen und logische Argumente präsentiert, bedarf keiner zusätzlicher, manipulativer Methoden. Wie uns dieser Herr, auch aus der Wissenschaft, in nur einem Zitat wissen lässt:

»Zu Beginn eines wissenschaftlichen Unterfangens sollte es eine der ersten Aufgaben des Suchenden sein, seinen Verstand für die Aufnahme der Wahrheit vorzubereiten, indem er all die kruden und hastig angenommenen Meinungen von den Objekten und Beziehungen, die er überprüfen will und die ihn täuschen oder fehlleiten könnten, entweder verwirft oder zumindest seinen Griff darauf lockert; und sich selbst stark zu machen, durch ein Bemühen und eine Entschlossenheit, für die vorurteilsfreie Anerkennung jeder Schlussfolgerung, die sich als gestützt durch sorgfältige Beobachtungen und logische Argumente präsentiert, auch dann, wenn sie sich als gegenteilig zu Ansichten herausstellen sollte, die er zuvor gehalten haben mag oder die er, ohne Untersuchung, im Vertrauen auf andere übernommen hat.«

– John Frederick William Herschel, A Treatise on Astronomy (1833)

Was darüber hinausgeht, diese Axiome missachtet, verfolgt andere Ziele.


Quellenangabe:

„Neuroframing“ the global warming issue won’t win converts

© Alpha Rocking

2 Kommentare zu „Die „Globale Erwärmung“ & die Neurowissenschaften

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