Sturm auf US-Kapitol: schon wochenlang Thema in Social-Media-Websites

Es gibt bei allem eine Gesetzmäßigkeit, die, egal wo oder was passieren mag, nie ihre Gültigkeit verliert:

Erst das Ereignis, dann die Reaktion

Wenn sich dieses Kausalitätsprinzip nicht erfüllt, war entweder etwas nicht bekannt – oder, es wurde manipuliert. Da dem Menschen die Zukunft versagt & die Vergangenheit verschlossen ist, bleibt nur die Gegenwart. Das hier & jetzt bedingt was wir heute tun, uns für morgen vornehmen & im gestern nicht mehr ändern können. Wenn also Dinge passieren, die eigentlich erst am heutigen Tag immanent sind, dann verwundert es schon, wenn sie längst Thema waren. Und ein Plan entstand.

Bevor wir dazu kommen, sei ein für alle mal darauf hingewiesen, dass man der Rede Trumps die ihm unterstellten Worte & Sätze & wie sie interpretiert wurden gar nicht entnehmen konnte. Was sich per Transkript mitsamt der Videoausschnitte beweisen lässt &, am Ende des Beitrages natürlich verlinkt ist.

Was hat er denn gesagt? Bitteschön:

Trump wurde nach seiner Rede am 6. Januar quasi von den Medien in Stücke gerissen. Wagte er es doch angeblich, in seiner Rede seine Supporter dazu aufzuwiegeln den US-Kongress zu stürmen … Ich will diese Sincefiction-Mainstreammedia-Freakshow-Story hier gar nicht weiter ausbreiten da es jeder Beschreibung spottet.

Wir schauen genauer hin: Kurz gesagt, rief der Präsident seine Unterstützer auf, am 6. Januar 2021 „friedlich und patriotisch“ zum Kapitol zu gehen, um die Mitglieder des Senats aufzufordern, sich der Abstimmung des Wahlmänner -kollegiums in einem verfassungsmäßig vorgeschriebenen Verfahren zu widersetzen – Bidens Sieg zu bestätigen, ohne die Worte „Sturm“ oder „Bruch“ oder „Einbruch“ in das Bundesgebäude zu verwenden.

Darüber hinaus war es eine subjektive Entscheidung, ob die Phrasen „Ihr müsst Stärke zeigen“ und „fordern, dass der Kongress das Richtige tut“ tatsächlich Botschaften waren, die Verbrechen und Gewalt unter Extremisten duldeten, ohne sie offen zu ermutigen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Trump zwar nicht die Worte „stürmen“ oder „einbrechen“ gesagt hat, aber in der Tat seine Anhänger aufgefordert hat, sich vor dem US-Kapitol zu versammeln und die Mitglieder des Kongresses versuchen zu überzeugen, den Verfassungsprozess zu verzögern, der Bidens Präsidentschaft bestätigen würde.

Es ist kein Wort der Anwendung von Gewalt geäußert worden. Und es wurde zu keiner Zeit dazu aufgerufen, auf irgendeine Weise gewaltsam das Kapitolgebäude zu betreten.

Was danach passierte ist bekannt.


Weniger bekannt ist allerdings, dass das US-Kapitol schon länger im Focus einiger Protagonisten stand. Und es auch schon lange – also das heißt Wochen vor dem 6. Januar – einen Plan gegeben hatte. Die Anhänger von Präsident Trump, die am Mittwoch das US-Kapitolgebäude stürmten und besetzten, hatten die gewaltsame Aktion wochenlang offen auf Social-Media-Websites und in Online-Foren geplant.

Konkret ging es hier schon los:

„Wir sind auf die Idee gekommen, am 6. Januar das CAPITOL zu besetzen“, schrieben die Anführer der„Stop the Steal“-Bewegung am 23. Dezember, wobei der Gründer der Bewegung, Ali Alexander, zu Parler sagte „Wenn D.C. eskaliert … tun wir es auch.“

Noch expliziter waren die Pläne auf der Pro-Trump-Website TheDonald, ein Ableger eines verbotenen subreddit mit dem gleichen Namen, in dem sich die User in Gesprächen über den Einbruch in Bundesgebäude befassten, Waffen in D.C. zu schmuggeln und sich mittels Gewalt gegen Strafverfolgungsbehörden zu wehren sei, die sie vom Sturm auf den Kongress zu stoppen versuchen könnte.

Screenshot: vom 05.01.2021 – man hatte sich vorbereitet, aber die Mainstreammedien wussten natürlich von gar nichts. Aber dafür konnte man Trump für allen was folgte verantwortlich machen. Das ist ganz zufällig sehr gelegen gekommen. Man könnte fast zu dem Schluss kommen, ganz so zufällig hat die Presse dieses Ereignis dann doch nicht ereilt:

„Stürmt das Kapitol“, schrieb ein Nutzer vor ein paar Tagen als Antwort auf eine Frage, was zu tun sei, wenn der Kongress „die Beweise“ für Wahlbetrug ignoriert (der Beitrag wurde 500 Mal hochgevotet), während eine Grafik, die auf der Seite gepostet wurde, eine Karte der wichtigsten Straßen rund um den Kongress zeigte, die die Demonstranten blockieren wollten: „Es gibt 535 Politiker und ~3500 Wachen“.

„Wenn sich das nicht ändert, dann plädiere ich für, Revolution und die Durchsetzung der Kriegsgesetze“, schrieb ein Nutzer, der sich als I3DI identifizierte, als Antwort auf ein Poster, das auf der Website MyMilitia.com geteilt wurde und zu Gewalt aufrief, falls die Senatoren Bidens Sieg offiziell machten. „Ich sage, nimm den Sieg oder stirb beim Versuch.“

Das folgende Bild / der Screenshot ist während eines Livestreams aus dem Kongress einstanden. Und ja: die Kommentare sprechen für sich selbst. Protest – absolut! Kein Problem! Aber: es gibt Grenzen, die man aus gutem Grunde nicht vergessen sollte. Nicht mal dann, wenn man „nur“ in den Kommentaren dabei ist. Kein Wunder, dass solche Beispiele dann oftmals für alle gelten bzw. so ausgelegt werden.

Trotz des Wochenlangen sozialen Medien Geplapper und Aufrufe zum 6. Januar – eine Strafverfolgung war nicht für den Angriff auf das Kapitol vorbereitet. Obwohl die Stadt in höchster Alarmbereitschaft war; trotz Nationalgarde Truppen, und 2,000-Offiziere der Polizei im Einsatz – die Randalierer fanden ihren Weg durch Barrieren außerhalb vom Kapitolgebäude und überwältigten sogar die Polizei auf den Stufen der Westfront.

„Einmal im Inneren, dauerte fast vier Stunden, um den Mob zu entfernen, während die Strafverfolgungsbehörden mit Rohrbomben und einer Kühlbox voll Molotow-Cocktails in und um dem Capitol Komplex verteilt, zu tun hatten. Zuletzt noch eine Chef-Kritik zum Einsatz der Polizei & Sicherheitskräfte, welche trotz dessen seit Wochen im Netz diese Aktion geplant wurde, alles andere als damit rechneten.“

„Es ist, als würde man einen echten Horrorfilm sehen. Ich meine, wir trainieren und planen und budgetieren jeden Tag, im Grunde, damit so etwas nicht passiert“, sagte Kim Dine, der Chef der Capitol Police von 2012 bis 2016 in einem Interview mit der Washington Post. „Wie es passiert ist, kann ich nicht begreifen.“


Und nun die Frage:

Was bitte ist bei den Mainstreammedien & den ganzen Pappnasen eigentlich nicht angekommen? Trump hat also am 6. Januar in seiner Rede dazu aufgerufen, was schon Wochen vorher in diversen Netzwerken im Detail diskutiert & vorbereitet wurde? Das wollt ihr uns jetzt weiß machen oder was?

Was in den Netzwerken vor sich ging – und ihr scheinbar nicht wissen wollt, ist jetzt Trump seine Schuld – obschon anhand des Transkripts seiner Rede & den dazugehörigen Videos zu keiner Zeit nachzuweisen ist, dass Trump zu etwas derartigen aufgerufen hatte. Über die Formulierungen lässt sich streiten – ja! Aber einen direkten Aufruf zur Randale – nein! Dieser ist anhand der Nachweise nicht erfolgt. Eher hätte er auch auf der Stelle sein Amt niederlegen können – als das er so eine Aussage gemacht hätte.

Oder war es Absicht? Sollte dieser Mob vielleicht im Kongress einreiten, damit man gegen Trump auf diese Weise vorgehen kann? Wenn man schon Wochenlang blind & taub hinterm Mond lebt – dann doch bestimmt mit gutem Grund?

* * *

Quellenangaben:

© Alpha Rocking

PS:

Hier ein Blick auf die Realität – 6. Jan. 2021. Die Menschen wissen, was sie wollen. Und sie lassen sich nicht abwimmeln. Die Zeiten sind vorbei. Ich würde allen, die der Forderung noch im Weg stehen, anraten, sich zurückzuziehen. Oder es wird Konsequenzen haben. Ich wünsche allen, dass sie zu einer Lösung kommen, ohne das es erst eskaliert. Aber noch mehr wünsche ich den US-Bürgern, das ihnen die letzte Konsequenz erspart bleibt.

People rally to protest election results and show support for President Donald Trump at the Arizona Capitol in Phoenix on Jan. 6, 2021.
NICK OZA, NICK OZA/THE REPUBLIC

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