Von der Physik des Nichts

»Zu Beginn eines wissenschaftlichen Unterfangens sollte es eine der ersten Aufgaben des Suchenden sein, seinen Verstand für die Aufnahme der Wahrheit vorzubereiten, indem er all die kruden und hastig angenommenen Meinungen von den Objekten und Beziehungen, die er überprüfen will und die ihn täuschen oder fehlleiten könnten, entweder verwirft oder zumindest seinen Griff darauf lockert; und sich selbst stark zu machen, durch ein Bemühen und eine Entschlossenheit, für die vorurteilsfreie Anerkennung jeder Schlußfolgerung, die sich als gestützt durch sorgfältige Beobachtungen und logische Argumente präsentiert, auch dann, wenn sie sich als gegenteilig zu Ansichten herausstellen sollte, die er zuvor gehalten haben mag oder die er, ohne Untersuchung, im Vertrauen auf andere übernommen hat.«

}} Zitat von John Frederick William Herschel, A Treatise on Astronomy (1833) {{


Was versteht man unter der Überschrift: „Die Physik des Nichts“ ? Zuerst einmal geht es hierbei um ein von mir schon lang ersehntes & nun endlich veröffentlichtes Buch von dem Autor Raphael Haumann und seiner Arbeit zum Thema Physik & Astronomie. Und wer meinen Blog schon eine weile kennt, der sollte sich beim Namen Raphael Haumann gewiss an die These des sogenannten „PlasmaVersums“ erinnert haben.

Um was es bei der Begrifflichkeit des „PlasmaVersums“ geht – und natürlich für diejenigen, die diesen Begriff hier nun das erste mal kennen gelernt haben, möchte ich gerne ein paar Zeilen schreiben, damit sich meine Leser erstmal einen überblick verschaffen können, in welchen bereich der Physik & Astronomie sich der oben genannte Autor bewegt.

Zu anfangs hat sich Haumann über die korrekte Definition von Begrifflichkeiten Gedanken gemacht, denen in der Physik eine Grundlegende Wichtigkeit zukommt oder zumindest, zukommen sollte. Dazu gehört, sich über die zweifelsfreie Definition des Raumes eines Konzepts oder einem Objekt klar zu werden. Ein Objekt wäre demnach etwas, das eine Form bzw. eine Eigenschaft besitzt während der Raum keinerlei form besitzen kann, da alleine schon der versuch, dem formlosen eine form geben zu wollen, keinen Sinn ergibt.

galaxy

Wenn man davon ausgehen möchte, dass das Universum einst aus einem winzigen „Punkt“ entstanden sein soll – dann haben wir schon den 1. Fehler begangen, denn der Raum, der zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht existierte, kann nicht zu einem „Punkt“ oder gar zu einem „minimalen Punkt“ der sich von (irgend)etwas entwickelt hat, oder der sich zu etwas entwickeln soll, Verdinglicht werden.

Der versuch dem Formlosen eine Form geben zu wollen Funktioniert also nicht. Die Begriffe „Nichts“ oder „Punkt“ sind aber synonyme bei dem versuch dem Formlosen eine Form geben zu wollen – Raum hingegen ist Eigenschaft- & Formlos und kann folglich auch nicht mit dem „Nichts“ oder einem „Punkt“ erklärt werden. Erst recht nicht, wenn er selber noch gar nicht existent war.

Man kann auch keine Definition über das „Nichts“ und oder das „Absolute Nichts“ festlegen – Ebenso wenig könnte man fünf Pfund grüne Liebe 15 Meter weit Tragen.

In der Physik gibt somit entweder Objekte oder keine Objekte. Und keine Objekte / kein Objekt bedeutet Raum.

Desweiteren sind die Worte Objekt und Raum von Anfang an Absolut. Entweder hat etwas eine Form, oder man hat es mit dem Formlosen zu tun = dem Raum. Dazwischen gibt es nichts. Wortkombinationen oder Umschreibungen wie z.B. ein „bisschen Objekt „oder „50 % Nichts“ sind Physikalisch bedeutungslos. Objekt und Raum sind immer Absolut.

Auch wäre eine Theorie, ob es möglicherweise ein zweites, drittes oder gar Multiversen gibt eine Grundlegend falsche Überlegung, stellt doch das Universum um das es hier geht und dessen teil wir sind bereits die Gesamtheit aller dinge dar. Eine „2.“ Gesamtheit aller dinge, würde somit die erste ad absurdum führen. Ein 2. Raum oder sogar „Hyperraum“ wäre demnach nur wieder der selbe Fehler, einem Eigenschaft- & Formlosen eine Eigenschaft zukommen zu lassen – eine in der 2. oder 3. Position – oder irgendeiner anderen wie auch immer aussehenden gestallt.

Der Raum hat keine Eigenschaften – er kann weder groß noch klein, Blau, Schwer, Doppelt oder dreifach vorhanden sein – ist er es aus was für versuchen auch immer ihn Absolut erklären zu wollen doch, wurde dem Formlosen eine Form gegeben, was nicht geht, denn Raum hat keine Form und keine Eigenschaften. Ist ja schließlich kein Objekt.

Versucht man dieses Grund-Prinzip zu Unterwandern, um z.B. eine Argumentation oder Definition von Begrifflichkeiten aufzustellen – folgt unausweichlich der Unendliche Regress. Es muss, so haben wir in diesem kurzem Beispiel gelernt, in der Physik ganz klare regeln geben. Regeln die bei der korrekten Begrifflichkeit beginnen, will man Naturwissenschaftlich die gewonnenen Ergebnisse anhand von Beobachtungen oder Experimenten zweifelsfrei benennen & schlussendlich richtig erklären.


Wie wir also sehen, hat sich Herr Haumann grundlegende Gedanken zum Thema Physik gemacht. Und je mehr man seiner Arbeit folgt, desto wichtiger wird dieser Aspekt. Haumann erklärt in Unzähligen Beispielen, wie alleine dieser doch recht einfach zu verstehende Grundsatz in der Etablieren Wissenschaft oft genug gar keine Beachtung mehr findet – und sie dadurch in geradezu Absurde Theorien mündet, die mit Gesunden Menschenverstand einerseits, und dem Gemessenen, Beobachteten (also der Wirklichkeit) andererseits überhaupt nicht mehr in Einklang zu bringen sind.

Was sich messen lässt, darüber braucht man nicht zu streiten.


Später geht Haumann auf das Standardmodell der astronomischen Wissenschaft ein und erklärt von Anfang an wie die Bewegung der Himmelskörper unseres Sonnensystems (und darüber hinaus) durch die Gesetze der Gravitation nicht nur funktionieren, sondern auch, wie diese Gravitations-Theorie eigentlich Allgemeine Wissenschaft wurde.  Gravitation gilt nach wie vor im Standardmodell der Mainstream Wissenschaft als die dominierende Kraft, die das Verhalten der Himmelskörper steuert. Für die Wissenschaftler, die dieser gängigen Lehrmeinung folgen, sind elektromagnetische Kräfte für gewöhnlich nicht existent oder bestenfalls vernachlässigbar, erklärt Haumann. Aber, ist dies auch tatsächlich so ?

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Also:

In den Sechziger Jahren des Letzten Jahrhunderts war man Technisch soweit, die Geschwindigkeiten der Sterne unserer Milchstraße bestimmen zu können. Konsens war seiner zeit, dass die Geschwindigkeiten der Sterne mit zunehmender Entfernung zum Galaktischen Zentrum abnehmen sollten. Ebenso, wie man es auch bei unserem Sonnensystem und den Planetenbewegungen beobachten konnte.

Der Merkur z.B. kreist immerhin mit etwa 47 km pro Sekunde um die Sonne, während die Erde mit etwa 30 km pro Sekunde um die Sonne kreist – Neptun hingegen mit nur noch um die 5 km pro Sekunde … Und genau da liegt das Problem: Als man die Geschwindigkeiten der Sterne vom Zentrum der Milchstraße hin zum Rand mittels der Gravitations-Mathematik berechnen wollte, ergaben diese Berechnungen keinen Sinn.

Die Geschwindigkeiten der Sterne nahmen nicht ab, je weiter weg vom Zentrum sie Kreisten, sondern blieben nahezu Konstant. In anderen fällen nahmen die Geschwindigkeiten auch zu.   Wenn die Bewegungen der Planten dank der Gravitations-Methode so exakt vorausberechnet werden können, so wie man dies bei unserem Sonnensystem gewohnt war und wo diese Berechnungen auch zu trafen, dann, so dachte man einst, gelte dies auch bei der Berechnung von Bahngeschwindigkeiten der Sterne und Galaxien.

Somit hatte man ein Berechnungsmodell welches auf Gravitation aufbaute, dass sich von der eher kleinen Ebene unseres Sonnensystems in Kombination -> hin zu der Galaktischen Ebene (und darüber hinaus) als nicht brauchbar erweiß.

Genaugenommen versagten die Formeln zu Berechnung der Sterngeschwindigkeiten, die das Gravitationsmodell zur Berechnungsgrundlage hatten von Anfang an komplett. Es musste eine andere Kraft geben, welche die Sterne und Galaxien in Bewegung hält …

Und diese Kraft – so Haumann, geht nicht von der Gravitation sondern vom Elektromagnetismus aus.

Man hatte das Gravitationsgesetz (dank Isaac Newton und seiner Fallobst-Geschichte die in Ihm einst den „Denkprozess“ zur Gravitationstheorie in gang setzte) was sich zudem noch super Kompatibel mit Einstein seinen Theorien erwies. Gravitation galt nun laut der Mainstream Wissenschaft als die dominierende Kraft, die das Verhalten der Himmelskörper (ob nah oder fern) steuert.

Das die elektromagnetischen Kräfte aber 10hoch39 Mal stärker sind als Gravitationskräfte, was bedeutet, dass Elektromagnetismus eine Sextilliarde Mal stärker ist, wurde & wird dabei einfach völlig außer acht gelassen. (Das ist die Ziffer 1 gefolgt von 39 Nullen.) Alleine dieser Messbare Unterschied macht den Elektromagnetismus faktisch zur absolut treibenden und bestimmenden Kraft im uns als Menschheit bisher bekannten Universum. Auch, wenn wir kleinen Erdlinge dies gar nicht spüren können. Jedoch können wir dies messen – und beobachten auch – und zwar mittels unserer Teleskope.

Während also die Schwerkraft eine signifikante Rolle zusammen mit elektromagnetischen Kräften innerhalb von Himmelskörpern spielt, ist die Gravitation bei entfernten Interaktionen zwischen Körpern (Stern-Stern, Sonne-Planet, Sonne-Komet, etc.) weitgehend vernachlässigbar und die elektro-magnetischen Kräfte übernehmen, mit Abstand, die Oberhand.

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Somit haben wir uns einen weiteren Punkt aus dem Buch „Die Physik des Nichts“ angesehen, wobei noch etliche dinge mehr Anzusprechen oder zu erwähnen wären, wie z,B. Edwin Hubbels Entdeckung der sogenannten Plasmarotverschiebung & die anschließende Fehlinterpretation dieser Entdeckung, die geradewegs zur Theorie eines sich Ausdehnenden Universums führte, wie Haumann in seinem etwa 500 Seiten starken Buch auf eine sehr elegante art und weise erklärt.


Damit ich Euch, liebe Leser auch mit den Worten von Raphael Haumann selbst eine Kleinigkeit zum Buch erzählen kann, zitiere ich kurzerhand aus der Buchvorstellung:

Die Physik des Nichts

Ein ontologischer Ansatz zur kritischen Analyse von Urknall, Relativitätstheorien und Quantenmechanik

 

„In diesem gut 500seitigen Buch, bei dem es sich um eine Fortschreibung des 2012 erschienene E-Books handelt, geht es um die fundamentalen Widersprüche, in die sich die moderne Physik verstrickt hat. Alles begann damit, daß man nicht ordentlich zwischen Objekten und Konzepten unterschied. Anhand der Aussagen führender Kosmologen und Teilchenphysiker wird beleuchtet, wie weit man sich seither von der klassischen, rationalen Wissenschaft entfernt hat.

Im ersten Teil wird ein Definitionsfundament gelegt und auf die Wichtigkeit genauer Sprache hingewiesen. Im zweiten Teil geht es um die angebliche Ausdehnung des Universums, Schwarze Löcher, Dunkle Materie, Gravitationswellen und ähnliches. Der dritte Teil beschäftigt sich ausführlich mit Einsteins Ideen und den vielen gedanklichen Fehlern, die in seinen Theorien zum Ausdruck kommen.

Ihm wird eine autistische Entwicklungsstörung diagnostiziert, die letztlich zu all seinen falschen Vorstellungen führte. Im vierten und letzten Teil geht es um die Entstehung der Quantenmechanik und ihre komplette Realitätsaufgabe, die ein Resultat all der zuvor gemachten, schwerwiegenden Fehler ist.“


Also, ein Buch, dass man sich nicht entgehen lassen sollte. Schon gar nicht als jemand, der sich ohnehin für die Themen Physik & oder das Universum interessiert. Wer zudem noch einen Einblick erhalten möchte über die Oben beschriebene Thematik des PlasmaVersums und sich per Video informieren möchte, dem kann ich die 11-Teilige Video-Dokumentation auf meinem YouTube-Kanal empfehlen die, sie ahnen es liebe Leser, natürlich auch die Handschrift von Raphael Haumann trägt:

PlasmaVersum – Universum


Leseprobe (pdf): PdN-Magnetische-Rekonnexion

Quellenangabe, Bildadresse & link zum Buch:

Die Physik des Nichts


»Der Kern der Wissenschaft ist nicht das mathematische Modell.
Es ist intellektuelle Ehrlichkeit. Entweder ist jemand intellektuell
ehrlich, oder er ist es nicht. Entweder ist jemand bereit, Daten
nüchtern zu betrachten, oder er versucht, die Daten seinen
bestehenden Vorstellungen von der Welt anzupassen.«

– Sam Harris –


© Alpha Rocking

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