Die Ursprünge der „Antideutschen“

Diesem Beitrag möchte ich vorwegschicken, dass aufgrund des umfangreichen Themas es mir nicht möglich war mit ein paar wenigen Sätzen auszukommen. Wer sich also nur auf der Durchreise befindet oder kaum Interesse an ausführlicheren Beiträgen hat, sei hiermit zwar sehr gerne zum Lesen eingeladen, aber auch vorgewarnt. Es empfiehlt sich demnach Zeit zum Lesen mitzubringen. Ein bereitgestelltes Kännchen Kaffee oder Tee darf es natürlich auch sein. 🤗


Die meisten Menschen gehen ja davon aus, das Gegenteil der Demokratie sei die Diktatur – doch das ist sachlich falsch – weil Demokratie das Prinzip der Entscheidungsfindung, die Diktatur hingegen ein Prinzip der Entscheidungsumsetzung ist. Heißt: es gibt auch demokratische Diktaturen &, sie sind noch viel effektiver wie auch schlimmer.

Ob wir uns gegenwärtig mehr auf der einen oder der anderen Seite, mittendrin oder auf besten Wege ins, nennen wir es; verderben befinden, lasse ich jetzt mal offen – schließlich möchte ich nicht gleich zu anfangs dieses Beitrages meine Leser mit meiner Subjektiven Wahrnehmung Unterhalten, sondern, den Weg ansehen der uns & unsere Gesellschaft bis hierher gebracht hat bzw. bringen sollte. Das ist viel interessanter. Wir Beobachten also diesmal einen Weg, von dem die Mehrheit überhaupt gar nicht weiß, dass er gegangen wurde.

Wir versuchen, den Zustand unseres Landes mit Friedrich Schillers Augen von dem Blickwinkel aus zu beurteilen, von dem der Dichter in den Asthetischen Briefen die Lage der Bevölkerung zum Zeitpunkt der Französischen Revolution beschreibt. Welcher Anblick bietet sich da?

Die Managerklasse treibt der kalte Geschaftssinn um, mit dem anscheinend einzigen Ziel, die eigenen Taschen zu füllen, während ein Großteil der Bevölkerung gar nicht merkt, das ihre Abhangigkeit von immer seichterer Unterhaltung ihren Status als Untertanen zementiert. Regierung und Opposition halten den Begriff Gemeinwohl für ein Wort aus einem entlegenen chinesischen Dialekt, während die Bevölkerung mehr und mehr das Gefühl hat, das es in diesem Land niemanden gibt, der sich um sie kümmert.

Das sogenannte deutsche Establishment ist gröstenteils von einer bemerkenswerten Arroganz, die allerdings weder von geistiger Substanz noch Realitatssinn angehaucht ist.

Ein groser Teil der jungen Generation will mit Politik nichts mehr am Hut haben – was sich oft genug bis ins alter fortsetzt – das Wissen über die Geschichte und die europaische Kultur verschwindet langsam aber sicher; in der Spas- und Konsumgesellschaft „selbstverwirklichen“ sich die Leute auf dem denkbar niedrigsten Niveau. Und wenn Heinrich Heine heute lebte, so würde er noch lauter rufen als zu seiner Zeit: „Denk ich an Deutschland in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht!“

Wo aber finden sich die Ursprünge der Antideutschen Szene?

Klar: wenn man diese Frage stellt, denkt man automatisch an die „Antifa“ („Antifaschisten“) & die NS-Zeit. Und daran, dass jene Gruppierungen sich per Selbstdefinition dem Kampf gegen Faschismus bzw. einem wiederaufflammen des Nationalsozialismus entgegenstellen. So die allgemein verbreitete Meinung, welche, solange es sich um diese Meinung bzw. Einstellung handelt, auch nicht zu kritisieren ist. Allerdings ist das Thema damit nicht vom Tisch. Schon gar nicht, wenn mehrheitlich niemand ahnt, was zu dem Thema, dem Hass auf unser Land noch hinzukommt; wie „soziales engineering“, internationale Netzwerke, Intellektuelle und politische Drahtzieher, bis hin zu Geopolitischen Methoden und pseudowissenschaftlicher Indoktrinierung, mit dem Ziel dieses Land Kulturell & wirtschaftlich kaputtzumachen.

Unser Blick darf sich jedoch nicht auf die sogenannten „Antideutschen“ beschränken. Die Instrumente der zersetzung reichen bis in die Sprache, damit in die Definition von Begriffen & hernach in die ganze Ordnung selbst hinein. Sind Begriffe erst einmal aus den Fugen geraten, könnten die Bürger die Gesetze nicht verstehen und sich nicht verständigen, und dann als Konsequenz, bricht die Ordnung im Staate zusammen. In Deutschland haben wir ein solches Problem, dass Begriffe nicht (mehr) in Ordnung sind, dass sich eine ideologisch Motivierte deutungshoheit wie eine Säure ätzend durch Grammatik und die Sprache frist wodurch unsere Gesellschaft u.a. daran zu zerbrechen droht, das die Burger die wirklichen Ursachen für die vielen Schwierigkeiten nicht verstehen können, sie diese vielmehr mit falschen Gründen erklären und demzufolge auch falsche Lösungen, falsche Ziele und falsche Aufgaben definieren.


„Unsere Biosphäre wird geopfert, damit reiche Menschen in Ländern wie dem meinen im Luxus leben können. Es sind die Leiden der Vielen, die für den Luxus der Wenigen bezahlen“.

Kommt euch irgendwie seltsam bekannt vor, dieser Satz? Greta und ihre Sorge, dass unser geliebter Planet vor die Hunde gehen könnte vielleicht? Wollen wir nachschauen? Bitteschön:

Greta-Mother

Wie war das noch mal? Ein Leben im Luxus leben? Was kosten die Sitzgelegenheiten denn bei euch zu Hause so? 4 oder 5 Tausend? Wer weiß, vielleicht hat Al Gore ja schon ein wenig nachgeholfen? Al Gore? Ja – wer denn sonst? Dachte jemand allen ernstes, dass die sogenannte „Fridays For Future“ Bewegung tatsächlich aufgrund der Rettung & dem wohlergehen unseres Planeten entstand? Entstand wohlgemerkt! Dass viele der jungen Damen & Herren daran glaubten will ich nicht bestreiten – mir es geht um die, welche den Plan ausgeheckt haben.

Gore-Morgan

Nun ja … Gretas Reden scheinen von Jennifer Morgan von Greenpeace geschrieben worden zu sein. Sie ließen Greta ihre marxistische Agenda, die ihr nachgesagt wird, in die Welt hinaus tragen. Doch, das ist noch nicht alles:

Klar ist, dass Al Gore und Jennifer Morgan von Greenpeace zusammenarbeiten, und es war Morgan, die Greta sogar nach Davos begleitet hat. Zusammen ein bisschen Zug fahren & nett in die Kameras Lächeln ist doch schön … Einige argumentieren, dass Al Gore sich über Greepeace um Greta und ihre Familie kümmert … na ja jedenfalls wurde bemerkt, dass Gretas Schulstreik laut einer Schweizer Zeitung mit der Veröffentlichung eines Buches über den Klimawandel zusammenfiel, das von ihrer Mutter, der bekannten Opernsängerin Malena Ernman, geschrieben wurde.

Morgan-Jennifer-Gretta

Die beiden Aktien-dotierten Gesellschaften von Savante Thunberg, Gretas Vater, die „ProduktionAB“ sowie „Northern GraceAB“ ansässig an derselben Adresse im Nobelviertel von Stockholm, konnten jedenfalls eine gute Steigerung verzeichnen – also ziemlich exakt, nachdem eine Greta die Bühne betreten hatte. Und falls es irgendjemanden noch immer nicht reicht, noch folgendes:

„Das weltweit größte soziale Netzwerk für Klimaaktion“ zu schaffen ist bzw. war einst die Ambition von Ingmar Rentzhog. Im September 2017 hatte er die Aktiengesellschaft „We don’t have time“ gegründet. Auf seinem Linkedin-Account formuliert Rentzhog das Ziel, eine Plattform aufzubauen „auf der sich Millionen von Mitgliedern zusammentun, um Druck auf Leader, Politiker und Unternehmen auszuüben, um für das Klima zu agieren“.

Rentzhog, der 2004 ein Finanzmarkt-Kommunikationsbüro gegründet und jahrelang geleitet hatte, ist Mitglied des „Climate Reality“-Projekts des ehemaligen US-Vizepräsidenten Al Gore und Vorstandsmitglied eines schwedischen Thinktank für „nachhaltige Entwicklung“. Im vergangenen Jahr wurde er von einer schwedischen Umweltzeitschrift zum „Umweltbeeinflusser des Jahres“ ernannt …

Rentzhog ist übrigens derjenige, der Greta rein „Zufällig“ am 20. August 2018 vor dem schwedischen Reichstag mit ihrem Pappschild „Schulstreik für das Klima“ erwischte, „Zufällig“ die Kamera dabei hatte &, noch an demselben Tag das 1. Video auf YouTube hochgeladen hatte sowie rein „Zufällig“ in den folgenden Wochen mit ihrem Namen Investoren für ein Start-up mobilisierte & umgerechnet rund eine Million Euro an neuem Aktienkapital „erwirtschaftet“ hat.

Al Gore Home

Ohhh … ups! Na ja … ein Hedgefonds kommt eben selten alleine – gell? Also das heißt: die Hedgefonds, also die haben sich ein neues Schlachtfeld gesucht &, es auch gefunden: CO2-Zertifikate … wer dazu mehr wissen möchte, kann ja mal seine Neugier nehmen und recherchieren, wer vom CO2-Zertifikate-Handel im hier erwähnten Beitrag so seine Milliönchen gemacht hat … und Profitierte. Also damit, Luft zum Spekulations & Geschäftsmodell zu machen – eine wirklich geniale Idee. Für die aber leider Gottes ahnungslose Menschen bezahlen. Doch genug vom Klimasumpf … der nur ein Beispiel von vielen darstellt, sich aber kaum von der Art & Weise unterscheidet, wie die, um die es im Folgenden gehen wird:

Die Ursprünge der „Antideutschen“

Eine britisch gesteuerte Sekte zieht gegen Deutschland zu Felde

Im Winter 1989-90, als die ganze Welt den Fall der Berliner Mauer, die Befreiung der DDR und den absehbaren Zusammenbruch der Sowjetunion feierte, begannen überall in Deutschland auf linken Kund-gebungen hirnrissige Transparente aufzutauchen. Die Demonstranten, die diese Transparente hochhielten, gehörten zur gewaltbereiten linken Szene der „Autonomen“ in Deutschland, der „Antifa“ („Anti-Faschisten“).

Ihre Transparente und Plakate enthielten Slogans wie „Viertes Reich – nie wieder!“ und „Bomber Harris – tu’ es wieder.“ Letzteres bezog sich auf den Marschall der königlich-britischen Luftwaffe, Sir Arthur Travers „Bomber“ Harris, auch bekannt als „Schlächter Harris“, den Planer der großangelegten britischen Bombenangriffe auf zivile Ziele in Deutschland im Zweiten Weltkrieg, bei denen Millionen deutsche Zivilisten umkamen und zahllose Städte zerstört wurden, die aber wenig dazu betrugen, die deutsche Militärmaschinerie zu beeinträchtigen.

Der gewalttätige Hass auf alles Deutsche, insbesondere die Aussicht auf ein wiedervereinigtes Deutschland, der diesen extremen Flügel der Antifa charakterisierte (sie nannten sich schon bald selbst die „Antideutschen“), spiegelte genau die Rhetorik und die Politik der britischen Tory-Regierung Margaret Thatchers und einiger der führenden Propagandisten der City of London in den britischen Medien aus jener Zeit wider.

Am 31. Okt. 1989 verfasste Connor Cruise O’Brien einen hysterischen Angriff auf die Perspektive eines in Zukunft wiedervereinigten Deutschlands. In einem Artikel der Londoner Times fauchte er:

„Wir bewegen uns auf ein Viertes Reich zu, einer pangermanischen Einheit, welche das gesamte Bündnis der deutschen Nationalisten befehligt … Nationalistische Intellektuelle werden erklären, daß wahre Deutsche über den Holocaust keine Schuld, sondern Stolz über das große, mutige und heilende Vorgehen empfinden sollten – ich befürchte, daß das Vierte Reich, wenn es kommt, der natürlichen Neigung entspricht, seinem Vorgänger ähnlich zu werden.“

Am 12. Nov. 1989, wenige Tage nach dem Fall der Berliner Mauer, veröffentlichte die Sunday Times zum gleichen Thema ihren Leitartikel unter der Schlagzeile „Das Vierte Reich“. Das Sprachrohr des anglo-holländischen liberalen Establishments schrieb in apokalyptischen Wendungen:

„Das Ergebnis [der Wiedervereinigung] wird eine deutsche Wirtschaft sein, die doppelt so groß wie jede andere ist… Ein vereinigtes Deutschland wird dann zur Lokomotive des Umbaus der neuen freien Marktwirtschaft in Osteuropa werden, da Deutschland hervorragend über das Kapital, das industrielle Know-how und das Management verfügt, das diese Länder benötigen. Das Vierte Reich wird wirtschaftlich boomen und in diesem Zusammenhang zu Europas wirtschaftlicher Supermacht werden. … Wo wird da Großbritannien bleiben?“

Ab Juli 1990 wandte sich die britische Regierung unter Margaret Thatcher unmittelbar diesem Thema zu. Am 12. Juli gab Handels- und Industrieminister Nicholas Ridley dem Spectator ein provozierendes Interview. Auf derselben Seite war ein Cartoon von Bundeskanzler Helmut Kohl mit Hitler-Schnauzbart und der Bildunterschrift abgedruckt: „Das Unaussprechliche über Deutschland aussprechen!“

Als Ridley gebeten wurde, eine Aussage von Bundesbankchef Hans Tietmeyer über den möglichen Nutzen einer gemeinsamen europäischen Geldpolitik zu kommentieren, schimpfte er:

„Das ist nur ein deutscher Vorwand, um ganz Europa zu übernehmen. Er muß durchkreuzt werden… Offen gesagt, man könnte ebenso seine Souveränität an Adolf Hitler abtreten.“

Ridley ging noch weiter und prahlte, Großbritannien habe „immer für das Machtgleichgewicht in Europa gesorgt. Es war immer Großbritanniens Rolle, diese verschiedenen Mächte gegeneinander auszuspielen, und das war niemals notwendiger gewesen als gerade jetzt, wo Deutschland derart anmaßend ist.“ Wenige Tage später verteidigte Thatcher Ridleys Bemerkungen ausdrücklich und unterstrich, daß der Niedergang Deutschlands oberste Priorität für die britische Regierung wie auch der führenden Finanzkreise der City of London sei.

Unausgesprochen blieb, was die Autoren der britischen Propaganda offensichtlich im Kopf hatten, nämlich das, was der amerikanische Staatsmann Lyndon LaRouche auf seiner historischen Pressekonferenz in Westberlin im Oktober 1988 vorausgesagt hatte:

Deutschland werde nach seiner baldigen Wiedervereinigung eine Führungsrolle beim wirtschaftlichen Umbau des nach kommuni-stischen Mitteleuropa und Rußlands spielen.

LaRouches Ideen drückten sich auch in den Bemühungen von Deutsche-Bank-Chef Alfred Herrhausen aus, der auch einer der engsten Wirtschaftsberater von Kanzler Kohl war. Herrhausen wurde im Dezember 1989 ermordet. Der bis heute nicht aufgeklärte Mord wurde einer terroristischen Zelle der nicht existenten „dritten Generation“ der Rote Armee Fraktion (RAF) angelastet.

Damals hatten LaRouche und andere, britische Geheimdienstkreise beschuldigt vor allem angesichts der vorausgegangenen wilden Kampagne Londons gegen Deutschland und der weit zurückreichenden britischen Erfahrungen, bei der Erzeugung und Kontrolle terroristischer „Countergangs“, einschließlich nominell „linker“ Terrorzellen in Deutschland, die Bankiers und Industrielle von Walter Rathenau (1923) bis Jürgen Ponto (1977) und Hanns-Martin Schleyer (1977) ermordet hatten.

Antideutsche unter dem Union Jack

Die anhaltenden Parallelen zwischen dem Auftreten der Antideutschen und der Politik der anglo-holländischen Oligarchie bis zum heutigen Tag sind kaum zufällig. Umfangreiche Untersuchungen von Executive Intelligence Review (EIR) und der LaRouche-Jugendbewegung (LYM) haben aufgedeckt, daß ein in London konzentrierter Apparat mit engen Verbindungen zur transatlantischen neokonservativen Bewegung die Ideologie und Aktivitäten der gewaltbereiten Antideutschen bis ins einzelne kontrollieren.

Hinter den antideutschen Schlägertrupps und dem internationalen Netzwerk von Denkfabriken, Intellektuellen und politischen Draht-ziehern, das die Operationen der Antideutschen unterstützen, steht die größere Absicht, das wirkliche Deutschland in der Tradition der deutschen Klassik zu vernichten – das Deutschland von Moses Mendelssohn, Gotthold Ephraim Lessing, Abraham Kästner, Friedrich List, Friedrich Schiller, Johann Sebastian Bach und Ludwig van Beethoven.

Mit dem Mittel der Kollektivschuld aller Deutschen für die Verbrechen Hitlers und der Nazis versucht der von London gesteuerte Apparat davon abzulenken, welche Rolle britische Bankiers wie Lord Robert Brand von Lazard Brothers London und der Chef der Bank von England, Montagu Norman, bei der Machtergreifung Hitlers gespielt haben. Ohne Rückendeckung durch den britischen „Round Table“ und seine Verbündeten an der Wallstreet, wie Averell Harriman, Prescott Bush, die Brüder Dulles von der Kanzlei Sullivan und Cromwell sowie der französischen synarchistischen Bankierskreise (um Lazard und die Banque Worms) hätte Hitler niemals die Macht ergreifen können.

Deutschland hätte sich dann in den 30er Jahren mit den Vereinigten Staaten unter Präsident Franklin Delano Roosevelt zusammentun können, um Amerika und Europa aus der Großen Depression und der fortbestehenden Plage des anglo-holländischen Kolonialismus herauszuführen.

Die Antideutschen

Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) beschrieb in seinem Verfassungsschutzbericht vsb_2005 den antideutschen Flügel der größeren Autonomengruppierungen so:

„Eine Sonderrolle im Spektrum auch des gewaltbereiten Linksextremismus nehmen Positionen ein, deren Ausgangspunkt die kompromisslose Ablehnung der Existenz-Berechtigung einer deutschen Nation und daraus resultierend der Kampf um die Abschaffung des deutschen Staates ist. Die Anhänger dieser Ideologie – die sogenannten Antideutschen – konnten sich in den letzten Jahren stärker positionieren und trugen zu einer deutlichen Polarisierung im linksextremistischen Gefüge bei.

Der grundlegende Richtungsstreit trat im Zusammenhang mit dem israelisch-palästinensischen Konflikt und der Intervention der USA und ihrer Verbündeten im Irak wieder in den Vordergrund…

Die ,Antideutschen’ unterstellen eine den Deutschen innewohnende Anlage zur Nationenbildung, die automatisch zur Vernichtung anderer Ethnien führe. Sie vertreten die Überzeugung, die Bundesrepublik habe die nationalsozialistische Vergangenheit weder aufgearbeitet noch bewältigt, sondern nur verdrängt, und fantasieren eine als Demokratie getarnte Neuauflage des Dritten Reiches herbei.“

„Oberstes Gebot zur Vermeidung eines neuerlichen Holocaust sei daher“, so das BfV, “die Auflösung des deutschen Volkes in eine multikulturelle Gesellschaft. ,Antideutsche’ fordern unbedingte Solidarität mit dem Staat Israel und befürworten alle Maßnahmen, die dessen Bestand als Refugium für die Überlebenden des nationalsozialistischen Holocaust sichern und Gefahren von ihm abwenden.

Dazu gehört auch der Krieg (die Kriege) der USA und ihrer Verbündeten gegen den Irak (…), der in den Augen traditioneller Linksextremisten eine imperialistische Aggression darstellt. So finden sich bei Demonstrationen des ,antideutschen’ Spektrums häufig israelische, amerikanische und britische Nationalfahnen; typisch sind Parolen und Transparente wie ,USA – Antifa’, ,Stalingrad ‘43 – Wir danken der Roten Armee!’ und ,Bomber Harris – do it again!’

Die ,antideutschen’ Positionen provozierten im linksextremistischen Spektrum eine ideologische Konfrontation von ungewöhnlicher Schärfe. Die Auseinandersetzungen vor allem in einschlägigen Internet-Portalen sind häufig haßerfüllt. In der Praxis führte dieser Konflikt bereits zur Auflösung auch langjährig bestehender Gruppenzusammenhänge bis hin zu tätlichen Übergriffen bei Veranstaltungen und Demonstrationen.

Der BfV-Bericht enthält auch eine allgemeine Warnung: „Innerhalb der autonomen Szene haben sich einzelne Strukturen verfestigt, die bei ihren Anschlägen die Grenze zu terroristischem Gewalthandeln überschreiten.“ Der Bericht fährt fort:

„Angehörige solcher klandestinen Kleingruppen führen nach außen hin ein unauffälliges Leben. Sie hinterlassen bei ihren Aktionen kaum auswertbare Spuren und verwenden in der Regel zum Schutz vor Strafverfolgung in Taterklärungen wechselnde oder keine Aktionsnamen (,noname’-Militanz). Einige Gruppierungen operieren allerdings unter gleichbleibendem ,Markennamen’, um Kontinuität zum Ausdruck zu bringen sowie erkennbar und ,ansprechbar’ zu sein.“

Der BfV-Bericht ist zwar eine genaue, zutreffende Momentaufnahme der Antideutschen und ihrer Rolle innerhalb der autonomen, prototerroristischen linken Szene in Deutschland und unterstreicht auch die Besorgnis der Bundesregierung über den wachsenden Einfluß der Antideutschen, doch übersieht er einige der wichtigsten und aufschlussreichsten Merkmale der gesamten Struktur.

Bei den Untersuchungen von EIR und LYM ergab sich bereits im Mai 2005 eine erste wichtige Spur, als ein offener Brief aus dem „antideutschen Lager“ an die Führung der IG Metall verbreitet wurde. Darin wurde die Metallgewerkschaft wegen ihrer Kritik ausländischer Hedgefonds angegriffen, die die Überreste der deutschen Stahlindustrie übernehmen und ausschlachten wollten.

Der Brief warf der Gewerkschaft Antisemitismus vor, weil sie es gewagt habe, das internationale Finanzkapital anzugreifen.

„Es mag heutzutage wieder beliebt werden, so zu tun, als sei ein ,internationales’ ,Finanzkapital’ für die Krise verantwortlich, während ein ,produktives Kapital’ freundlicherweise Arbeitsplätze schaffe. Bei den Nazis hieß das dann ,raffendes’ bzw. ,schaffendes’ Kapital. Letzteres stand für die ,deutsche Arbeit’, ersteres für die ,jüdische Nicht-Arbeit’. Diese Trennung ist daher nicht nur haarsträubender Unsinn, sondern auch eindeutig antisemitisch.“

Der Brief prangerte auch die in der Arbeiterbewegung verankerten Ideen an, die der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder und der damalige SPD Vorsitzende Franz Müntefering vertraten. Diese hätten im April 2005 ausländische Beteiligungsgesellschaften mit „Heuschrecken“ verglichen, die Firmen übernehmen, finanziell ausschlachten und schließen, wodurch Tausende Beschäftigte arbeitslos würden.

Zum Vergleich: Ein Herr Schäuble vertritt beim Thema Hedgefonds hingegen eine ganz und gar andere Position. (Wobei es sich kaum um die ureigenen wünsche handeln wird, sondern, um die Bereitschaft zu tanzen, wenn im feudal-Apparat jemand pfeift.) Wie uns im folgenden Video (ab 5,10min) Schäuble selbst mitteilt:

Wir schreiben das Jahr 2013 – es ist Sonntag der 25 August & Tag der offenen Tür in Berlin, als Schäuble auf eine Frage der BüSo-Vertreterin Präsident Franklin D. Roosevelts Glass-Steagall-Trennbankensystem klar ablehnt & noch hinzufügt, dass es heute ganz andere Zeiten wären &, dass es ein gut „Funktionierendes“ Universalbankensystem (Stichwort: ausgerechnet die Deutsche Bank mit ihren 72 Billionen $ an Derivatepositionen [Schulden]!) geben würde.

Den Vogel schoss der ehemalige (das muss man sich allen ernstes mal vergegenwärtigen!!!) Finanzminister aber mit dieser Aussage ab, als er noch hinzufügte, Zitat;

„Hedgefonds und Private Equity Fonds seien ‚große Investoren‘, die die Wirtschaft antreiben und wenn die uns kein Geld geben, wenn die kein Geld investieren, dann geht die Wirtschaft kaputt.“

Ja! Das ist ganz harter Tobak! Zum einen wird den versammelten Gästen von Herrn Schäuble suggeriert, sie seien auf gut deutsch gesagt zu blöde um die Methoden (von Arbeitsweise kann keine Rede sein) der Finanzmärkte zu verstehen & zwei, drei Sätze später beweist Schäuble selbst, inwieweit er zu Hedgefonds seriöse Antworten geben kann. Wundern kann ich mich nur über das versammelte Publikum. Also im allzu konkreten darüber, da es allem Anschein nach wirklich nicht nachzuvollziehen imstande ist, was ihm vom Minister Schäuble erzählt wurde. Vom Arroganten, sich selbst überhöhenden Ton Schäubles mal ganz abgesehen. Erschreckend! – wie viel Aufklärung noch nötig ist.

Schäuble: ohne Hedgefonds bricht die Wirtschaft zusammen

Um das ganze noch ein wenig abzurunden & sich zu den Schäub’lischen „wenn die uns kein Geld geben geht die Wirtschaft kaputt“ Samariter-Hedgefonds ein besseres Bild machen zu können sei darauf hingewiesen, dass alleine der US-Vermögensverwalter „BlackRock“ mit dem verwalteten Vermögen seiner Finanz-Schwergewichte alle 30 Bluechips (gemeint sind die größten, deutschen Aktienunternehmen) ohne mit der Wimper zu zucken, aufkaufen könnte – und zwar hundertprozentig! Ach ja: Und das gleich VIER MAL! Da erscheint es fast schon wie eine Randnotiz, dass eben dieser BlackRock auch an unzähligen weiteren deutschen Aktienunternehmen beteiligt ist – bei der Mehrheit mit mehr als dem Meldepflichtigen 3%-anteil.

Insgesamt verwaltete Blackrock bereits vor Zehn Jahren ein Vermögen von 2,65 Billionen Euro, inzwischen dürfte die Drei-Billionen-Grenze längst überschritten sein.

2,65 Billionen Euro, das ist bzw. war mehr als das gesamte deutsche BIP 2011 (2,57 Bio. Euro) oder in Dollar umgerechnet: ca. 3,6 Billionen US-Dollar – & mehr als die gesamten chinesischen Devisenreserven: (3,18 Billionen Dollar Ende 2011) …

Merke: Wenn Finanzstarke Hedgefonds unsere Wirtschaft je nach Belieben einreißen oder am „Leben“ halten, Abseits der Regularien von Banken deutsche Unternehmen, Firmen usw. übernehmen, ausweiden &, wenn möglich noch auf deren Auseinander brechen spekulieren können, ohne von der Politik in diesem Land auch nur eine Frage gestellt zu bekommen, dann gibt es von Herrn Schäuble ein fettes Double-Love-Like! Wo war ich stehen geblieben? Ach ja: Antideutsche …

Die 26 Unterzeichner des offenen Briefs an die IG-Metall waren augenscheinlich deutsche Gewerkschaftsfunktionäre, mit einer Ausnahme: dem amerikanischen Hochschullehrer Andrei Markovits, Professor am Karl Deutsch Collegiate für vergleichende Politik und Deutschstudien an der Universität von Michigan in Ann Arbor.

Markovits, Goldhagen und Herf

Markovits’ Name auf dem Brief der Antideutschen eröffnet eine ganz neue Ebene. Der aus Rumänien stammende amerikanische Professor, ein großer Anhänger der Rockband Grateful Dead, ist ein führender Ideologe der Antideutschen-Bewegung. Als Mitglied einer eng verflochtenen Gruppe, die unter den Holocaust-Experten eine abweichende Minderheit ausmachen und regelmäßig nach Deutschland reisen, verbreitete Markovits seit Anfang der 80er Jahre radikale akademische Propaganda für die kollektive Verurteilung der Deutschen als kulturelle Antisemiten. Zu seinen engsten Mitarbeitern gehören Prof. Daniel Goldhagen von der Harvard-Universität und Prof. Jeffrey Herf von der Universität Maryland.

Einige von Markovits Hetzschriften erschienen in deutscher Übersetzung im Konkret Literatur Verlag, Hamburg, in dem auch das Magazin Konkret veröffentlicht wird. Konkret hat historisch als Organ der Antifa und der Antideutschen die gesamte „Neue Linke“ von der 68er Generation bis heute geprägt. Ulrike Meinhof, früher selbst Konkret-Redakteurin und Ehefrau des Konkret-Herausgebers Klaus Rainer Röhl, verließ 1968 sowohl Konkret als auch ihren Mann, um sich der Baader- Meinhof-Bande/Rote Armee Fraktion anzuschließen.

Zwei von Markovits’ Arbeitspapieren – Twin Brothers: European Anti-Semitism and Anti Americanism (dt: „Zwillings-brüder. Über europäischen Antisemitismus und Antiamerikanismus“) und European Anti-Americanism (and Anti-Semitism): Ever Present though Always Denied („Europäischer Antiamerikanismus (und Antisemitismus): Stets präsent, doch stets geleugnet“) – werden häufig als ideologische Schlüsseldokumente der Antideutschen zitiert.

Seine Schriften und Vorträge ähneln, wie die seines alten Kumpans Jeffrey Herf von der Univerität Maryland, dem noch verleumderischen Buch [Hitler’s Willing Executioners: Ordinary Germans and the Holocaust – Wolf Jobst Siedler Verlag, Berlin 1996)] ihres langjährigen Verbündeten und Kollegen am Harvard-Zentrum für europäische Studien, Daniel Goldhagen.

In völliger Verkennung der deutschen Geschichte behauptete Goldhagen, daß die überwiegende Mehrheit der Deutschen glühende Antisemiten gewesen seien, die jede Gelegenheit nutzen würden, die Juden auszulöschen. Er bezeichnete den deutschen Antisemitismus als „elimin-atorischen Antisemitismus“ und behauptete ohne jeden historischen Beleg, kulturell seien die Deutschen schon seit dem Mittelalter antisemitisch gewesen. Antisemitismus, schrieb Goldhagen, sei während des gesamten 19. und 20. Jahrhunderts ein Axiom der deutschen Kultur geblieben, und seine prägnante Version in Deutschland während der Nazizeit lediglich eine betontere, intensivere und ausführlichere Form eines allgemein akzeptierten Grundmodells.

Besonders folgender Absatz hat es in sich:

Goldhagen behauptete sogar, das deutsche Volk habe die Machtübernahme der Nazis begrüßt. Die Revolution der Nazis sei eine u n g e w ö h n l i c h e Revolution gewesen, weil sie ungeachtet der Repression der politischen Linken in den ersten Jahren ohne massiven Zwang und Gewaltanwendung verwirklicht worden sei. Die Revolution hätte in erster Linie aus einer Veränderung des Bewußtseins und der Einschärfung eines neuen Ethos bestanden. Im Großen und Ganzen sei es eine friedliche Revolution gewesen, in die sich das deutsche Volk willig gefügt habe. Insgesamt sei die Revolution der Nazis innenpolitisch einvernehmlich erfolgt.

Ich bin mir nicht ganz sicher, was Goldhagen hier versucht zu sagen?

Ja selbstverständlich: die deutschen standen applaudierend vor Buchenwald, Auschwitz & Co – freiwillig, ohne massive Gewaltan-wendung! Mehr noch: das deutsche Volk war sich darin einig, dass das, was hier zukünftig stattfinden wird, einvernehmlich dem Volkswillen entspricht – oder was? Und wenn das deutsche Volk dafür hätte abstimmen können, hätte es ohne jedwede einwende dafür gestimmt – oder was?

Was Goldhagen in den paar Zeilen ausführt rangiert an der Grenze des erträglichen. Zeilen eines Irren, die der damaligen, verabscheuungs-würdigen Nemesis auf erbärmlichste Weise nicht nur ähnelt – sondern sie kopiert & publiziert. Der Gedanke, jemand wie mein Großvater hätte es begrüßt, in einem Gefährt aus Stahl an der Westflanke in Stellung gebracht zu werden, um die Invasion der Alliierten mitzuerleben, zu überleben, ist eine von Goldhagen nicht zustande gebrachte, kognitive Fähigkeit die ihn als Psychopathen entlarvt. Hinterher haben sie alle was zu melden. Wissen Sie, was zu tun gewesen wäre &, was sie selbst besser gemacht hätten als jene Menschen, die es am eigenen Leib erlebt haben. Solch Arroganz, verhält sich äquivalent zur eigenen, geistigen Gesundheit.

Goldhagens Buch erzeugte einen Sturm der Entrüstung auch von seiten seriöser Holocaust-Forscher, die Goldhagen wie auch Harvard vorwarfen, die geschichtliche Grundwahrheiten ignoriert zu haben.

In einem höchst ungewöhnlichen Schritt veranstaltete das amerikanische Holocaust- Museum in Washington am 8. April 1996, nur wenige Wochen nach Erscheinen von Hitlers willige Vollstrecker, eine Debatte zwischen Goldhagen und sieben bekannten Historikern, die alle ausführlich über den Holocaust geschrieben hatten. Der australische Historiker Konrad Kweit beklagte die Tatsache, daß „sich nur die, die extreme Ansichten vertreten, einen Namen machen können“, und fügte hinzu: „Ich distanziere mich von Goldhagens These, die trotz des Medienrummels von Knopf wertlos ist.“

Yehuda Baer von der Hebräischen Universität in Jerusalem verurteilte Goldhagens „deutschfeindlichen Rassismus“, konzentrierte seinen Ärger jedoch mehr auf die Universität Harvard, die die Dissertation angenommen hatte: „Man läßt so eine Studie nicht zu…, die die deutsche Geschichte völlig mißachtet und die Opposition (gegen Hitler) ignoriert“.

Persönlichkeiten aus aller Welt verwarfen Goldhagens Machwerk; so bezeichnete der große jüdische Geiger Yehudi Menuhin am 18. April 1996 im deutschen Fernsehen Goldhagens Buch als „Beleidigung“, für die der Autor „sich schämen sollte“.

Die Historikerin Hella Pick, Biographin des österreichischen Nazijägers Simon Wiesenthal, attackierte das Buch in einer Besprechung im Londoner Guardian als „häufig bösartig“, angehäuft mit „groben Entstellungen“ und als ein „Übermaß an peinlichem Psychogeschwätz“.

Um es etwas abzukürzen:

Goldhagen blieb von den scharfen Angriffen unbeeindruckt. Zusammen mit Markovits und Herf setzte er seinen Propagandafeldzug gegen Deutschland fort und förderte gezielt die Netzwerke der Antideutschen, die sich längst das Thema von den Deutschen als unbelehrbare Antisemiten zueigen gemacht hatten.

Schon 1990 hatte Jürgen Elsässer im Magazin Arbeiterkampf des kommunistischen Bundes (KB) in Hamburg einen Artikel mit der Überschrift „Warum die Linke antideutsch sein muß“ veröffentlicht. Elsässer wechselte dann zu Konkret, als das Hamburger Magazin das Projekt der Antideutschen voll zu unterstützen begann.

In den letzten Jahren änderte Elsässer allerdings seine Meinung und schrieb ein Buch mit dem Titel Angriff der Heuschrecken: Zerstörung der Nationen und globaler Krieg, worin er das Argument der Antideutschen verriß, Angriffe auf Hedgefonds oder Spekulanten dürften nicht toleriert werden, weil sie nur einen Vorwand für Anti- Semitismus darstellten.

Um ein vollständigeres Bild von dem Apparat hinter den Antideutschen und dem Zusammenspiel der verschiedenen Netzwerke dahinter zu bekommen, werfe man am besten einen Blick auf die Ereignisse des 8. und 9. Mai 1999, als die Heinrich-Böll-Stiftung, eine gemeinnützige Einrichtung der Partei Bündnis 90/Die Grünen, zu einer außergewöhnlichen Veranstaltung nach Potsdam eingeladen hatte. Organisator des Treffens war Ralf Fücks, Vorsitzender der Stiftung und führender Propagandist der Antideutschen, der später schrieb, die Deutschen verfügten über die „besonders verbreitete Tradition einer antisemitisch gefärbten Kritik gegenüber dem ‚Finanzkapital’ und der ‚Plutokratie’“.

Auf der Konferenz mit dem Thema „Die Goldhagen-Debatte: Bilanz und Perspektiven“ versammelten sich die meisten der führenden Ideologen des Antideutschen- Projekts, darunter Goldhagen, Fücks, Markovits und ein Dutzend weniger bekannter Aktivisten, um ihre zusammen-geschusterte Version der deutschen Geschichte und Kultur zu untermauern und für die Idee zu werben, daß mit dem damaligen Krieg im Kosovo ein neuer internationaler Präzedenzfall entstanden sei.

Goldhagen selbst verkündete in seiner Grundsatzrede, jede Nation, die als Unterdrücker auftrete, verspiele ihr Recht auf Souveränität und Selbstbestimmung. Goldhagen behauptete, es dauere mehrere Generationen, bis die Menschen soweit umerzogen seien, daß sie ihre „ d o m i n i e r e n d e n Anschauungen allmählich umgestalten“ könnten.

Deshalb machte er sich für eine „deutsche Lösung für den Balkan“ stark – eine praktisch permanente Besatzung durch die NATO. „Um den Völkermord zu beenden“, forderte er, „muß die NATO Serbien besiegen, besetzen und u m e r z i e h e n “ . Tatsächlich entpuppte sich Goldhagen damit als offener Befürworter einer anglo-amerikanischen imperialen Unterwerfung.

Zu den übrigen Sprechern auf der zweitägigen Konferenz gehörte der knallharte antideutsche Aktivist Matthias Küntzel. Der frühere außenpolitische Berater der Fraktion der Grünen im Bundestag (1984 bis 88) wandelte sich nach 1989 zum „Experten“ für europäischen und muslimischen Antisemitismus und zum frühen Verfechter der Idee des „Islamo-Faschismus“ mit zahlreichen Veröffentlichungen über dieses Thema.

1997, zwei Jahre bevor er zusammen mit Fücks die Veranstaltung in Potsdam organisierte, trug Küntzel mit einem Buch mit dem Titel Goldhagen und die deutsche Linke oder Die Gegenwart des Holocaust dazu bei, die Kontroverse um Goldhagens Buch noch einmal anzuheizen. Das Buch erschien im Berliner Verlag Elefanten Press, einer Tochter des Bertelsmann Verlags.

2002 veröffentlichte Küntzel das Buch Jihad und Judenhaß: Über den neuen antijüdischen Krieg, das seitdem zur „Bibel“ der antideutschen Sippschaft wurde und vom Verlag Telos Press übersetzt und in diesem Jahr (…) den USA veröffentlicht werden soll. Als nominell linksintellektuelles Journal verteidigt Telos seit kurzem den Kronjuristen der Nazis Carl Schmitt.

Andrei Markovits rühmte auf dem Potsdamer Treffen den Konkret-Verlag, weil dieser seine Untersuchungen über den zunehmenden Antisemitismus und Antiamerikanismus in Europa unterstützt habe. Er stellte sich hinter Goldhagens Anwürfe gegen die deutsche Kultur und bezeichnete den Antisemitismus als eine paneuropäische Krankheit, die mit dem Holocaust in Deutschland ausgebrochen sei, da „Deutschland schon vor dem Krieg eine politische Kultur und ein vorherrschendes Selbstverständnis als ‚Blutnation’ gehabt hätte.

Der vielleicht widerwärtigste Sprecher bei der Potsdamer Konferenz war Lars Rensmann, ein Schützling von Markovits von der Universität Michigan, der auch ständiges Mitglied beim Moses-Mendelssohn-Zentrum an der Universität Potsdam ist. Im unverständlichen Kauderwelsch der Frankfurter Schule ging Rensmann mit dem Betrug von der deutschen Kollektivschuld hausieren und erzählte den Zuhörern:

„Das Abstrakt- Allgemeine, die universellen Prinzipien bürgerlicher Vergesellschaftung, sind zu begreifen als Eigenschaft des Konkreten – der konkreten Ermordung von sechs Millionen Juden durch deutsche Täter.“

Rensmann zitierte den Gründer der Frankfurter Schule, Theodor Adorno:

„Nationalismus geht, so Adorno, fast immer mit Antisemitismus einher.“

Er verurteilte Nationalismus im allgemeinen und den deutschen Nationalismus im besonderen und erklärte:

„Bindend ist unter ihnen das Bedürfnis nach einer kollektiv-narzißtischen Erhöhung durch eine positive Identifikation mit der deutschen Nation.“

Er lobte Goldhagens Verurteilung des „durchschnittlichen“ Deutschen und schloß:

„Die deutschen Judenmörder waren zumeist nicht autoritäragressiv bzw. untertänig-konformistisch oder antisemitisch bzw. verdrückt sadistisch gegenüber Juden, sondern beides.“

Um der Potsdamer Konferenz bleibenden Einfluß zu sichern, stellten Markovits, Elsässer, Erich Später und Katrin Werlich (die letzteren beiden sind von der Heinrich-Böll-Stiftung) sämtliche Konferenz-unterlagen als Buch zusammen, das 1999 bei Küntzels Verleger Elefanten Press unter dem Titel Die Fratze der eigenen Geschichte: Von der Goldhagen Debatte zum Jugoslawienkrieg“ veröffentlicht wurde.

Markovits’ und Herfs „britischer Moment”

Auch wenn sie von den USA aus operieren, erweisen sich die antideutschen Ideologen Markovits, Herf und Goldhagen bei gründlicherer Untersuchung als führende Akteure eines von London ausgehenden „liberalimperialen” Apparates, der im Namen einer globalisierten Welt die USA und Deutschland zerstören soll.

Eine Kabale anglo-holländischer Privatbankiers will die physischen Ressourcen der Welt unter ihre Kontrolle bekommen, was man auch als neuaufgelegtes Globalisierungsmodells der britischen Ostindiengesell-schaft und des britischen Round Table kennt.

Die Antideutschen-Troika tritt als amerikanische Cheerleadergruppe zweier britischer Initiativen auf, die auf den gleichen Talentschuppen von Möchtegern-Imperialisten zurückgreift.

Der Neue Antisemitismus…

Der ideologische Leim, der all die scheinbar unzusammenhängenden Netzwerke miteinander verbindet, ist die gemeinsame, hysterische Verteidigung des anglo-holländischen Finanzsystems und dessen scheinbar schrankenlosen Rechts, die Volkswirtschaften der Welt auszuplündern. Die erneuten Attacken gegen den ehemaligen SPD-Vorsitzenden und Vizekanzler Franz Müntefering sowie die Eskalation gewalttätiger Angriffe gegen deutsche Regierungsbeamte, die ein Durchgreifen gegen die Hedgefonds gefordert haben, unterstreicht diese Verbindung.

Am 14. Februar 2007 veröffentlichte die Financial Times Deutschland einen widerwärtigen Leitartikel mit dem Titel „Müntes Vermächtnis”, in dem es hieß:

„An der Wall Street hingegen wurden Münteferings Äußerungen als purer Antise-mitismus aufgefaßt, denn viele der Private-Equity-Firmen auf Münteferings Hitliste hatten jüdische Namen.”

Die FTD warnte vor „aufgebrachten” Bankiers und drohte, Deutschland werde von internationalen Banken wirtschaftlich geächtet, sollten die Bemerkungen über die „Heuschrecken” nicht zurückgenommen werden.

Etwa zur gleichen Zeit verübten antideutsche Hooligans in Hamburg einen Brandanschlag auf den Privatwagen von Thomas Mirow, Staatssekretär und die Nummer zwei im Bundesfinanzministerium, der sich ebenfalls für Regulierungsmaßnahmen bei Privaten Beteiligungs-gesellschaften und Hedgefonds ausgesprochen hatte.

Der Angriff auf Mirow rief Erinnerungen an die aus London gesteuerte Anschlagswelle gegen führende Industrielle und entwicklungsorientierte Bankiers im Nachkriegsdeutschland wie Herrhausen, Ponto und Schleyer wach.


… und seine Wurzeln in der Frankfurter Schule

Der heutige Haß der Antideutschen auf Industriekapital (angemessener wäre die Bezeichnung „Amerikanisches System der Politischen Ökonomie”, das im Beginn des 19. Jahrhundert von Friedrich List nach Europa eingeführt worden war) und Nationalempfinden wurzelt in Theodor Adornos und Max Horkheimers Frankfurter Schule. Auf der Potsdamer Konferenz wurde Horkheimer von Rensmann mit den Worten zitierte, Nationalismus ginge fast immer mit Antisemitismus einher.

Die Organisationen der Antideutschen verweisen allesamt auf Adorno und Horkheimer als ihre intellektuellen Paten. In der Tat ist die Ideologie der Antideutschen eine Neuauflage der Arbeiten von Adorno und Horkheimer aus den 30er und 40er Jahren über „die jüdische Frage”.

1941 schrieben Adorno und Horkheimer eine ihrer grundlegenden Schriften, die Dialektik der Aufklärung. In dem Kapitel „Elemente des Antisemitismus“ entwickeln sie ihr wesentliches Argument, daß das Thema Antisemitismus sich dazu eigne, die westliche Kultur und den Nationalstaat auseinanderzureißen. Die Idee, daß das Thema Antisemitismus und im weiteren Sinne das Überleben des Staates Israel das dringendste Thema der Nachkriegsgeschichte sei, ist das mächtigste Axiom der Antideutschen-Ideologie, und es stammt direkt aus den Federn von Adorno und Horkheimer.

1923 praktisch als Gemeinschaftsprojekt der Moskauer Komintern (Kommunistische Internationale) und der britischen Fabian Society gegründet, brachte das Institut für Sozialforschung der Universität Frankfurt – die Frankfurter Schule – führende „neomarxistische” und „Neofreudianische” Ideologen wie Karl Korsch, Georg Lukacs, Theodor Adorno, Max Horkheimer, Richard Sorge, Gerhard Eisler, Leo Löwenthal und Walter Benjamin und verkommene Kulturikonen wie Bertolt Brecht zusammen.

Nach der Erfahrung mit den gescheiterten „bolschewistischen” Revolutionen in Ungarn, Bayern und Berlin nach dem Ersten Weltkrieg brachen diese marxistischen Dissidenten mit der Idee, die Arbeiterklasse werde sich von ihren kapitalistischen Herren lossagen und eine kommunistische Revolution anführen. Statt dessen forderten sie einen umfassenden kulturellen Angriff auf die jüdisch-christlichen Werte und Institutionen des Westens – einen Kulturkampf, um das Fundament des Nationalstaats zu zerstören.

Während die scheinbar „linken” Intellektuellen der Frankfurter Schule ungezwungenen Umgang mit den führenden Philosophen der Nationalsozialisten pflegten – wie zum Beispiel mit Martin Heidegger und Carl Schmitt (Hannah Arendt, die Diva der Frankfurter Schule, war die Geliebte Martin Heideggers, und das noch zu einer Zeit, als dieser von den Nazis als ihr Theoretiker gefeiert wurde und stolz seine Parteimit-gliedschaft zur Schau trug), stand nach Hitlers Machtübernahme ihrem beruflichen Aufstieg der Umstand entgegen, daß die meisten führenden Mitglieder der Frankfurter Schule Juden waren.

Im Einvernehmen mit der britischen Fabian Society verließ die Frankfurter Schule Frankfurt, war dann zeitweise im Genfer Hauptsitz der International Labor Organization (ILO) untergebracht, bevor sie sich ein Vierteljahrhundert lang in den USA einnistete. Mit Hilfe amerikanischer Gesinnungsgenossen wie John Dewey und Nicholas Murray Butler von der Columbia-Universität wurden die Flüchtlinge der Frankfurter Schule auf Universitäten überall in den USA verteilt. Einige gingen sogar nach Hollywood, wo sich z.B. Theodor Adorno, der als Pianist aus dem Umkreis des Atonalisten Arnold Schönberg kam, dem „britischen Kreis“ von Kulturmanipulatoren anschloß, wozu Aldous Huxley, Christopher Isherwood, W.H. Auden, Stephen Spender und der postmoderne Komponist Igor Strawinsky gehörten.

Im Jahr 1944 jedoch heuerte das American Jewish Committee Max Horkheimer an, um als Leiter einer neuen Forschungsabteilung eine fünfjährige Untersuchung über die Ursprünge von Vorurteilen durchzuführen. In seinem Abschlußbericht, Die autoritäre Persönlich-keit, wurden die Amerikaner als unbekehrbar und autoritätsgläubig abgestempelt, deren Neigung zu wissenschaftlicher Wahrheitssuche ein sicheres Zeichen für antisemitische Impulse sei.

1949 forderte John J. McCloy, der amerikanische Hochkommissar in Deutschland, Adorno und Horkheimer auf, nach Deutschland zurück-zukehren, um ihre kulturellen Angriffe auf die Überreste deutschen Nationalgefühls fortzusetzen. Jahrelang verfügte das Duo über absolute Verfügungsgewalt darüber, welche „entnazifizierten” Deutschen innerhalb der amerikanischen Besatzungszone Posten in Regierung, Medien und Universitäten erhielten. Unter amerikanischem Besatzungsrecht wurde das Institut für Sozialforschung unweit seines alten Standorts wiedererrichtet. Horkheimer durfte unter der mit McCloy ausgehandelten Bedingung in Deutschland bleiben, daß er seine amerikanische Staatsbürgerschaft behielt.

McCloy personifizierte den radikalen Wandel in der amerikanischen Politik nach Franklin Roosevelts Tod und dem Amtsantritt Harry Trumans. Roosevelts Feinde an der Wallstreet kehrten mit aller Macht zurück, und viele der führenden anglo-amerikanischen Bankiers, die zusammen mit den Londoner Round Table Hitler an die Macht gebracht und die deutsche Aufrüstung für einen Krieg gegen Rußland in die Wege geleitet hatten, gelangten nach dem Krieg in Schlüsselpositionen bei den alliierten Besatzungsmächten.

Wie in James Stewart Martins Augenzeugenbericht, All Honorable Men, gut dokumentiert ist, gaben Hitler-Unterstützer wie McCloy und General William Draper, Chef der Wirtschaftsabteilung der US-Besatzungs-regierung und vordem Vorsitzender der Investment-gesellschaft Dillon Reed, in der US-Besatzungszone den Ton an und stellten sicher, daß ihre eigenen Kriegsverbrechen verschwiegen wurden und ihre Geschäftspartner aus der Zeit vor und während des Krieges wieder in Machtpositionen kamen.

In diesem Zusammenhang arbeiteten Adorno, Horkheimer und weitere Personen der Frankfurter Schule Seite an Seite mit der britischen Oligarchie, wie sie von Lord Bertrand Russell verkörpert wurde, der in dem auf persönliche Initiative Winston Churchills gegründeten „Entnazifizierungs-” und Umerziehungslager Wilton Park eine zentrale Rolle spielte.

Zwischen Januar 1946 und Juni 1948 wurden im Westen Londons 4000 deutsche Kriegsgefangene durch das Umerziehungsprogramm von Wilton Park geschleust. Zu den wichtigsten Personen, die die „Umerziehung” „demokratischer” deutscher Führungskräfte leitete, gehörten Lord Bertrand Russell, Lord William Beveridge, Kanzler der London School of Economics (LSE), der die Umsiedlung der Frankfurter Schule nach Amerika finanzierte, und Lady Astor, die in den 30er Jahre zum Hitler-freundlichen Cliveden Set gehörte.

Leiter von Wilton Park zu der Zeit war Sir Heinz Köppler, ein nach England geflüchteter deutscher Jude, der in Oxford ausgebildet wurde und während des Krieges im Political Intelligence Department des britischen Außenministeriums arbeitete. Der halboffizielle Geschichts-schreiber des Kriegsgefangenenprogramms von Wilton Park war Kingsley Martin, ein führendes Mitglied der britischen Fabian Society und Herausgeber (1930-60) von The New Statesman.

Im April 1946 schrieb Martin ein Werbeheft für Wilton Park, worin er von der „Universität der Gefangenen” sprach. „Jeder Gefangene könnte ausbrechen, wenn er es wollte”, schrieb Martin, „aber niemand tut es oder wünscht es zu tun. Wilton Park entdeckt das, was der Kern eines neuen, demokratischen Deutschlands werden könnte.”


Wie weit der Bogen um Antideutsche Strömungen gereicht, wird wohl jeden, der sich bisher vielleicht nur hin & wieder zum „Schwarzen Blog“ kurz umgeschaut und informiert hat, sicherlich gewundert haben. Von daher muss sich auch keiner wundern, dass hierzu noch ein wenig mehr zu lesen ist – ich Euch jedoch [hier] verlinken werde um diesen Beitrag mit Johann Gottlieb Fichtes Ausführungen zur höheren Bedeutung des Worts Volk und Vaterlandsliebe zu schließen:


Was ein Volk sey, in der höhern Bedeutung des Worts, und was Vaterlandsliebe?

„Die Religion, wie wir dies schon in unsrer dritten Rede angemerkt haben, vermag durchaus hinwegzuversetzen über alle Zeit, und über das ganze gegenwärtige und sinnliche Leben, ohne darum der Rechtlichkeit, Sittlichkeit und Heiligkeit des von diesem Glauben ergriffenen Lebens den mindesten Abbruch zu thun.

Man kann, auch bei der sichern Ueberzeugung, dass alles unser Wirken auf dieser Erde nicht die mindeste Spur hinter sich lassen und nicht die mindeste Frucht bringen werde, ja, dass das Göttliche sogar verkehrt und zu einem Werkzeuge des Bösen und noch tieferer sittlicher Verderbniss werde gebraucht werden, dennoch fortfahren in diesem Wirken, lediglich, um das in uns ausgebrochene göttliche Leben aufrecht zu erhalten, und in Beziehung auf eine höhere Ordnung der Dinge in einer künftigen Welt, in welcher nichts in Gott geschehenes zu Grunde geht.

So waren z.B. die Apostel, und überhaupt die ersten Christen, durch ihren Glauben an den Himmel schon im Leben gänzlich über die Erde hinweggesetzt, und die Angelegenheiten derselben, der Staat, irdisches Vaterland und Nation, waren von ihnen so gänzlich aufgegeben, dass sie dieselben auch sogar ihrer Beachtung nicht mehr würdigten.

So möglich dieses nun auch ist, und so leicht auch dem Glauben, und so freudig auch man sich darein ergeben muss, wenn es einmal unabänderlich der Wille Gottes ist, dass wir kein irdisches Vaterland mehr haben, und hienieden Ausgestossene und Knechte seyen: so ist dies dennoch nicht der natürliche Zustand und die Regel des Weltganges, sondern es ist eine seltne Ausnahme; auch ist es ein sehr verkehrter Gebrauch der Religion, der unter andern auch sehr häufig vom Christenthume gemacht worden, wenn dieselbe gleich von vornherein, und ohne Rücksicht auf die vorhandenen Umstände, darauf ausgeht, diese Zurückziehung von den Angelegenheiten des Staates und der Nation als wahre religiöse Gesinnung zu empfehlen.

In einer solchen Lage, wenn sie wahr und wirklich ist, und nicht etwa bloss durch religiöse Schwärmerei herbeigeführt, verliert das zeitliche Leben alle Selbstbeständigkeit, und es wird lediglich zu einem Vorhofe des wahren Lebens, und zu einer schweren Prüfung, die man bloss aus Gehorsam und Ergebung in den Willen Gottes erträgt; und dann ist es wahr, dass, wie es von vielen vorgestellt worden, unsterbliche Geister nur zu ihrer Strafe in irdische Leiber, als in Gefängnisse, eingetaucht sind.

In der regelmässigen Ordnung der Dinge hingegen soll das irdische Leben selber wahrhaftig Leben seyn, dessen man sich erfreuen, und das man, freilich in Erwartung eines höhern, dankbar geniessen könne; und obwohl es wahr ist, dass die Religion auch der Trost ist des widerrechtlich zerdrückten Sklaven, so ist dennoch vor allen Dingen dies religiöser Sinn, dass man sich gegen die Sklaverei stemme, und, so man es verhindern kann, die Religion nicht bis zum blossen Troste der Gefangenen herabsinken lasse.

Dem Tyrannen steht es wohl an, religiöse Ergebung zu predigen, und die, denen er auf Erden kein Plätzchen verstatten will, an den Himmel zu verweisen; wir andern müssen weniger eilen, diese von ihm empfohlne Ansicht der Religion uns anzueignen, und, falls wir können, verhindern, dass man die Erde zur Hölle mache, um eine desto grössere Sehnsucht nach dem Himmel zu erregen.“

 – Johann Gottlieb Fichte

Ich hege keinen Groll. Gegen kein Land & keinen Menschen. Gleichwohl nehme ich mir das recht heraus zu kritisieren was und wen ich mir auserwähle. Der Wunsch, die Menschheit könne ohne Gräuel friedlich koexistieren, vielleicht mal streiten – aber nicht sich verhalten wie kopflose Gestalten, ist nicht nur mein Wunsch als vielmehr die Art & Weise, wie ich auf Erden reise.


Ein letztes noch:

„Um dies an einem Beispiele zu erläutern: man hat erlebt, dass Nationen ins Angesicht gesagt worden, sie bedürften nicht so vieler Freiheit, als etwa manche andere Nation. Diese Rede kann sogar eine Schonung und Milderung enthalten, indem man eigentlich sagen wollte, sie könnte so viele Freiheit gar nicht ertragen, und nur eine hohe Strenge könne verhindern, dass sie sich nicht unter einander selber aufrieben.

Wenn aber die Worte also genommen werden, wie sie gesagt sind, so sind sie wahr unter der Voraussetzung, dass eine solche Nation des ursprünglichen Lebens, und des Triebes nach solchem, durchaus unfähig sey.

Eine solche Nation, falls eine solche, in der auch nicht wenige Edlere eine Ausnahme von der allgemeinen Regel machten, möglich seyn sollte, bedürfte in der That gar keiner Freiheit, denn diese ist nur für die höheren, über den Staat hinausliegenden Zwecke; sie bedarf bloss der Bezähmung und Abrichtung, damit die Einzelnen friedlich nebeneinander bestehen, und damit das Ganze zu einem tüchtigen Mittel für willkürlich zu setzende ausser ihr liegende Zwecke zubereitet werde.

Wir können unentschieden lassen, ob man irgend einer Nation dies mit Wahrheit sagen könne; so viel ist klar, dass ein ursprüngliches Volk der Freiheit bedarf, dass diese das Unterpfand ist seines Beharrens als ursprünglich, und dass es in seiner Fortdauer einen immer höher steigenden Grad derselben ohne alle Gefahr erträgt. Und dies ist das erste Stück, in Rücksicht dessen die Vaterlandsliebe den Staat selbst regieren muss.“

 – Johann Gottlieb Fichte

Nicht Hass ist das allumfassende ganze, das ein Land, einen Staat & damit die Menschen zusammenhält, sondern Liebe. Die Sehnsucht der Liebe des Lebens nach sich selbst. Nicht Hass auf etwas, dass keiner braucht & versteht.


Und ja: es ist mir ein Rätzel, dass es Menschen gibt, die mit dem was Johann Gottlieb Fichte als Appel an die Menschen und damit möchte ich in diesem Beitrag zum Ende kommen, nichts anfangen können!?

© Alpha Rocking

PS:

Zum Nachdenken: Man mag von Greta halten was man will – was man aber hier zu sehen bekommt, und, um ehrlich zu sein, schockiert mich. Erst ein paar Minuten nach der Atlantiküberquerung an Land & schon wird dieses Mädchen der Presse zum Fraß vorgeworfen. Normalerweise bemerkt die Presse jedes Detail – eine Krawatte, die nur ein kleinen wenig verrutscht oder ein Hemd nicht richtig geknöpft – was es auch ist; die Presse stürzt sich drauf und zerlegt ein solches Missgeschick bis ins Kleinste. Und hier? Was passierte hier? Als diese Bilder um die Welt gingen? Diesen Leuten ist es doch Scheißegal was mit einem Menschen ist. Alles was zählt ist, dass es ins Narrativ passt und dem Establishment Genüge tut.

Pauline Hanson has lashed out at the parents of teen activist Greta Thunberg, telling Sky News the “adults around her” should be held accountable for the words of a teen “with no life experience”

Korrekt! Immerhin ein Mensch im gesamten Medienzirkus, der noch bei verstand ist!

Seht hin. Seht einfach nur hin. Und erkennt, welch mieses spiel hier gespielt wird. Das hat mit Menschlichkeit, mit der Achtung des Menschen nichts gemein. All das, was uns oben geschildert wurde, manifestiert sich in den wenigen Momenten in diesem Video. Und was am meisten schmerzt ist, dass es nahezu ohne wahrgenommen zu werden einfach passiert. Vor unseren Augen. Und keiner sieht. Das ist jene Ideologie die die Völker und Gesellschaften zersetzen und aufreiben soll. Sie frisst sich jedoch durch jede menschliche Gemeinschaften & Beziehungen. Sie ist ein Hydraköpfiges Monster, das von seinen Erbauern dazu entworfen wurde sich am gesunden, menschlichen Sein satt zu fressen. Und ich für meinen teil, werde mich dem so lange und Felsenfest entgegenstellen wie es erforderlich ist. Wer den Gleichklang, das hehre, tiefreligiöse Schönmaß des Menschlichen Seelentums nicht achtet, erklärt mir damit automatisch den Krieg. Wer überall Reibung & Spannungen mutwillig in die Welt, unsere Gesellschaft hineinbringt, kann die Entladungen gleich mitnehmen.

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