Fire Down Under

Einer der frühesten Hinweise auf den kontrollierten Gebrauch von Feuer stammen aus Koobi Fora in Ost-Turkana vor ca. 1,5 Millionen Jahren. Solange schon, wurde vom Menschengeschlecht versucht, die Kraft des Feuers zu nutzen.

Der griechischen Mythologie nach brachte einst der Titan Prometheus die Macht des Feuers zu den Menschen. Er hatte es zuvor dem Göttervater Zeus gestohlen. Dieser war über den Verlust des wertvollen Gutes derart in Zorn geraten, dass er Prometheus an einen Berggipfel ankettete. Jeden Tag kam ein Adler, der von seiner Leber fraß. Doch Prometheus, war unsterblich – ein Titan! Auf der ganzen Welt erzählen Sagen und Legenden von der Macht des Feuers und der Verehrung, die ihm die Menschen zu allen Zeiten entgegenbrachten. Und ob es nun den Göttern gestohlen, oder die Götter es den Menschen zum Geschenk machten: wir Spielen als Menschheit nun auch mit dem Feuer. Aber nur wenige, wissen noch, wie die Macht des glühend heißen Lichtes, auch beherrscht wird.


Von den Australischen Buschfeuern hat mittlerweile bestimmt schon fast jeder gehört & so manche schlimmen Bilder gesehen. Eine wirkliche Vorstellung davon, was diese Tragödie indes für Ausmaße angenommen hat, dürften hingegen die wenigsten haben. Ich kann mich wirklich absolut nicht daran erinnern, dass die Rauchschwaden eines Feuer jemals um den Erdball verfolgt werden konnten. Und schon gar nicht, in so einer Deutlichkeit.

Was die Ursachen angeht, so wären bereits einige Dinge zu nennen & zusammenfassen, allerdings ziehe ich es dieses mal vor, noch etwas damit abzuwarten … es wäre jetzt noch zu früh dafür. Und ob sie`s mir nun glauben wollen oder nicht, die Ursachen, wenn man das begriffen hat … nun ja …. das ist mehr als heftig.

Schauen wir uns in diesem Beitrag zunächst an, was die Buschfeuer in Australien anrichten.

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Quelle: Für das Wochenende vom 4. bis 5. Januar 2020 prognostizierten Prognostiker extreme Brandbedingungen im Südosten Australiens, und sie lagen mit ihrer Einschätzung richtig. Das obige Bild in natürlicher Farbe wurde am 4. Januar 2020 mit dem Moderate Resolution Imaging Spectroradiometer (MODIS) auf dem NASA-Satelliten Aqua aufgenommen.
Rauch hat eine bräunliche Farbe, während Wolken hellweiß sind. Es ist wahrscheinlich, dass einige der weißen Flecken über dem Rauch Pyrokumulonimbus-Wolken sind – Wolken, die durch die Konvektion und die von einem Feuer aufsteigende Wärme entstehen.

Anfang der Woche überquerte Australiens Buschfeuer-Rauch den Pazifik. Ein 7.000 Meilen langer Rauchzug – verdammt! Die Dinge sind irgendwie immer alarmierender geworden.

Forscher haben den Rauch indes in alle Meeresgebiete der Erde verfolgt, außer in die Arktis, und es gibt Anzeichen dafür, dass er den Äquator in die nördliche Hemisphäre überqueren könnte. Die massive Rauchfahne erinnert daran, dass diese Brände längst auch ein globales Problem sind, an dem wir alle irgendwie beteiligt sind. Wir müssen zusehen. Leider.

Es gibt keinen Zweifel an den schrecklichen Auswirkungen, die mit Australiens Bränden verbunden sind, von toten Wildtieren bis hin zu verlorenen Häusern. Der Rauch in Australien ist also tatsächlich ein großes Problem – und zwar nicht nur für die Gesundheit der unmittelbar Betroffenen. Ein Satellit namens GOES-16 deckt das Atlantikbecken ab, und die Bilder zeigen deutlich den Rauch, der über Chile und Argentinien und in das Atlantikbecken weht.

Santiago Gassó, ein NASA-Aerosolforscher, hat den Rauch verfolgt und in einem Tweet darauf hingewiesen, dass er auch den Indischen Ozean erreicht hat, der die Südhalbkugel fast in einem Rauchring umgibt.

Seiner Schätzung zufolge bedeckt der Rauch etwa 38 Millionen Quadratkilometer, ein Gebiet von der Größe Russlands, Kanadas, Chinas und noch einiger anderer Länder. Die Instrumente verfolgen schwerere Konzentrationen von Aerosolen, den kleinen Rußpartikeln, aus denen der Rauch besteht, zudem besteht die Chance, dass sich kleinere Rauchmengen noch viel weiter ausbreiten.

Zurück in Australien haben sich in Sydney Demonstranten in Aktion gesetzt, um gegen die „Untätigkeit der Regierung“ zu protestieren, die von dem Premierminister Scott Morrison angeführt wird, der einen Teil der Buschfeuer-Krise im Urlaub verbrachte – so zumindest sieht die Propaganda aus, die neben den Bränden seitens der Klimakirche momentan hochgefahren wird. Es sei in diesem Beitrag aber erwähnt, dass diesen Buschfeuern Medial einmal mehr das Klimawandel-Narrativ versucht wird zu verpassen. Ich werde in einem anderen Beitrag diese Dinge noch thematisieren.

Satellitenbilder, die die NASA veröffentlicht hat, zeigen Australien unter einer Rauchdecke versteckt. Aber neue Bilder zeigen die südliche Hemisphäre in Rauch eingehüllt. Japans Satellit Himawari-8 nimmt die Erde z.B. aus mehr als 22.200 Meilen  Entfernung auf. Die gesamte Ansicht der Erde zeigt Rauch, der sich vor der Ostküste Australiens ausbreitet und an Neuseeland vorbeizieht.

Aber der Rauch verflüchtigt sich nicht da draußen. Die Rauchfahne reicht über die technisch erfassbare Sichtweite von Himawari-8 über den westlichen Pazifik hinaus. Um zu sehen, wo die Rauchschwaden gelandet sind, muss man also noch die Bilder anderer Satelliten betrachten, die fast in der gleichen Entfernung über der Erde positioniert sind:

GOES-17! Der die beste Sicht auf den zentralen Pazifik hat. Aber die Rauchschwaden gehen auch über diesen Satelliten hinaus …

Die National Oceanic and Atmospheric Administration hat am Montag Bilder von GOES-16 veröffentlicht – ein Satellit, der den amerikanischen Kontinent abdeckt – und der Rauch ist vor Chiles Haustür angekommen und hat es sogar bis in Teile Argentiniens geschafft. Ja! Richtig gelesen! Der Rauch hat das Gebiet von gleich drei Satelliten und mehr als 7.000 Meilen durchquert und könnte es je nach den vorherrschenden Winden bis in das Atlantikbecken schaffen!


Australien & Buschbrände … was das bedeutet, haben wir nun schon ziemlich deutlich in Erfahrung bringen & mit ansehen können. Wie verwundbar die Australische Flora & Fauna jedoch ist, werden wir uns im folgenden ansehen. Hierzu nutze ich die Informationen des Earth Observatory / NASA Goddard Space Flight Center / EOS Project Science Office:

Brände machen die australischen Wälder zunichte

Bis zum 12. Dezember 2019 hatten Brände in New South Wales 27.000 Quadratkilometer (10.000 Quadratmeilen) verkohlt, ein Gebiet von etwa der Größe von Maryland. Seit Wochen strömen gewaltige Rauch- und Schadstofffahnen aus den Bränden und hüllen Küstenstädte mit giftigem Dunst und Rauch ein.

Teile von Sydney, einer Stadt mit 5 Millionen Einwohnern, wurden kürzlich mit Schadstoffbelastungen belastet, die um ein Vielfaches über dem liegen, was laut Nachrichtenberichten als gefährlich gilt.

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Quelle: Moderate Resolution Imaging Spectroradiometer (MODIS) on NASA’s Aqua @ December 9, 2019.

Die Brände haben besonders die Eukalyptuswälder und Waldflächen geschädigt, die in Gebieten mit relativ trockenen und nährstoffarmen Böden gedeihen. Diese Wälder sind anfällig für große Brandausbrüche, da viele der Baumarten ölreiches Laub haben, das extrem brennbar ist. Die folgende Karte, die auf Daten des australischen Landwirtschaftsministeriums basiert, zeigt die Reichweite der Eukalyptuswälder.

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Quelle: Australia’s Department of Agriculture DATA

Rote Punkte zeigen die Standorte der Brände, wie sie von der Visible Infrared Imaging Radiometer Suite (VIIRS) auf dem Suomi NPP-Satelliten zwischen dem 1. November und dem 5. Dezember 2019 entdeckt wurden. Das Bild (darüber) in natürlicher Farbe wurde mit dem Moderate Resolution Imaging Spectroradiometer (MODIS) auf dem NASA-Satelliten Aqua am 9. Dezember 2019 aufgenommen.


Brände helfen tatsächlich vielen Eukalyptusarten, ihre Samen freizusetzen und zu keimen. „Während eines Feuers entleeren ihre holzigen Kapseln ihren Inhalt auf ein nährstoffreiches Aschen-Samenbett, aus dem die gesamte Konkurrenz des Untergrunds um Licht, Wasser und Nährstoffe entfernt wurde“, erklärt Ayesha Tulloch, eine Naturschutzbiologin der Universität Sydney.

„Zur falschen Zeit – wie in diesem Fall – können Brände für Eukalyptuswälder verheerend sein“. Ein Mangel an Regen vor oder nach einem Brand kann die Keimung der Samen stark einschränken.

Die Auswirkungen von Bränden in Eukalyptuswäldern machen sich im Tierreich bemerkbar. „Verbissene Tiere wie Kängurus werden durch das Feuer für kurze Zeit vertrieben, und die Wärmebehandlung des Bodens reduziert die Zahl der pflanzenfressenden Insekten und Bodenorganismen in der frühen Wachstumsphase“, sagt Tulloch.

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Quelle: MODIS data from: NASA EOSDIS/LANCE and GIBS/Worldview

Viele Koalas, die sich nur langsam bewegen, sind im Jahr 2019 von Bränden betroffen oder sogar getötet worden. „Aber das Verbreitungsgebiet des Koalas umfasst den größten Teil der Ostküste Australiens“, sagte sie. „Im Verhältnis zu seiner Reichweite sind die Brände nur für einen sehr kleinen Teil der bestehenden Koalapopulation in Australien relevant.“

Obwohl sie normalerweise aufgrund der feuchten Bedingungen immun gegen Feuer sind, haben die Trockenheit und die heißen Temperaturen der letzten Jahre den Regenwald und die feuchten Eukalyptuswälder verwundbar gemacht.

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Quelle: Moderate Resolution Imaging Spectroradiometer (MODIS) on NASA’s Terra satellite on November 11, 2019. – Strong westerly winds fanned the flames and carried smoke several hundred kilometers out to sea.

„Regenwaldsysteme von den nördlichen Feuchttropen Australiens über den Lamington National Park bis hin zu den alpinen montanen Ökosystemen haben massive Brände erlebt“, so Tulloch. „Diese Systeme können Feuer nicht tolerieren und die meisten Pflanzen werden dadurch getötet“, und fügt hinzu, dass sie sich nicht annähernd so schnell erholen werden wie trockene Eukalyptuswälder.

Die Animation unten zeigt die Häufigkeit und Richtung der Rauchentwicklung , die vom 1. bis 18. November durch die Atmosphäre weht. Die Daten für die Animation stammen aus dem GEOS-Forward-Processing-Modell (GEOS-FP), das Informationen von Satelliten, Flugzeugen und bodengestützten Beobachtungssystemen assimiliert.

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Quelle:  Operational Land Imager on Landsat 8 / image of fires raging near Port Macquarie

Um 23:25 Uhr (Ortszeit) am 17. November nahm der Operational Land Imager auf Landsat 8 dieses Nachtbild von Bränden auf, die in der Nähe von Port Macquarie, New South Wales, wüteten. Das Bild wurde aus einer Kombination von Kurzwellen- und Nahinfrarotdaten (Bänder 7-6-5) erstellt, um durch den Rauch und die Wolken hindurch heiße Stellen zu erkennen. Die Infrarotdaten werden auf einer Basiskarte überlagert, die mit Bildern aus der Zeit vor dem Beginn der Brände erstellt wurde.

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Quelle: Das Foto, auf der Internationalen Raumstation aufgenommen, zeigt extreme Feueraktivität am 4. Januar 2020 / Australien. (NASA)


Haben Sie schon einmal was von „Cool Burn“ gehört?

… nein? Das wundert mich nicht …

In meinem nächsten Blog-Beitrag werde ich euch etwas über die Ursache erzählen,  warum Australien gerade brennt. Ich kann allerdings jetzt schon mal ein kleines Detail vorwegnehmen: Die Ursachen liegen weit ab von denen, die ihr glaubt zu wissen oder recherchiert zu haben. Es hat weder mit irgendwelchen „Grünen“ Idioten zu tun noch mit mit dem Klimawandel. Ich glaube, ich Übertreibe auch nicht wenn ich sage, dass sie in jedem Fall darüber nachdenken werden … und zwar lange.

Was man sich so als „Gründe“ zusammen gesponnen hat … und ja: auch ich dachte ich wüsste was als Ursache dieser unsäglichen Tragödie zu nennen ist. Bis ich sie schlicht & einfach beiseite schieben & korrigieren musste. Und das, war auch gut so. 


Quellenangaben:


© Alpha Rocking

 

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