Windkraft ade? Windkraftanlagen stören UKW-Drehfunkfeuer von Verkehrsflugzeugen & damit die Positionsbestimmung!

Wie mittlerweile meinen Lesern bekannt sein dürfte, wird auf die heimische Tierwelt kaum mehr Rücksicht genommen, wenn es darum geht Windkraftanlagen in die Landschaft zu bauen, um eine völlig Irrsinnige „Energiewende“ Richtung Zappelstrom & Blackout voranzutreiben. Es ist noch gar nicht lange her, als seitens der Politik, konkret „unser“ lieber Wirtschaftsminister Peter Altmaier wie durch Zufall über den heimischen Artenschutz gestolpert ist, welcher doch glatt durch ein paar Ausnahmeregelungen vom Tötungsverbot Frisiert werden solle, damit der weitere Ausbau der Windenergie z. B. nicht durch die lästige Vogelwelt unnötig verzögert oder gar gestoppt wird. Tja … das Karma hat dem Schwergewicht der deutschen Wirtschaft wohl als Dankeschön für diesen versuch, den Artenschutz zu Umschiffen, eine Reise in die Notaufnahme spendiert. Soviel schon mal zum Karma Peter Altmeiers. Aber die Ironie beiseite: Heute sehen wir uns an, wie ein technisches Problem zwischen Windkraft und Luftfahrt der heimischen Tier-, & Vogelwelt einen Vorteil verschaffte und damit Leben rettete:

Der Tierschutz kann also, wenn er im Wege ist, beiseite geschoben werden, ganz anders sieht es hingegen aus, wenn Flugzeuge, Passagier-, Verkehrs & Frachtmaschinen zur Positionsbestimmung im Luftraum durch Windkraft-anlagen gestört werden. Und zwar auf eine Weise, das Funkstrahlen abgelenkt & und die Flugzeuge dadurch vom Kurs abkommen können. Und da dies einen erheblichen Eingriff in die Sicherheit der Luftfahrt darstellt, kritisierte die deutsche Flugsicherung auch seit einiger Zeit dieses Phänomen und damit die Windkraftanlagen. Was dazu führte, dass in den letzten 1–2 Jahren der Neubau von ca. 1000 Windkraftanlagen verhindert wurde. Was ich natürlich großartig finde! Interessant –, nicht wahr? Schließlich lässt sich für eine „Energiewende“ ja nicht einfach die Flugsicherheit beiseiteschieben, zumindest hoffe ich das. Also … schauen wir uns doch Mal genauer an, was sich gerade zwischen Himmel, Flugzeug, den Funkstationen auf der Erde & Windkraftanlagen abspielt. Dazu nutze ich die Informationen, welche die deutsche Flugsicherung auf ihrer Webseite bereitstellt.

Und ja – meine sehr Geschätzten Leser, was jetzt folgt, hat es in sich:


Pressemitteilung der deutschen Flugsicherung vom 13. September 2019:

Flugsicherung weist Kritik des Windenergiegipfels zurück

Beim Windenergiegipfel Anfang September in Berlin haben Vertreter der Windenergiebranche erneut die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH als Hindernis für die Errichtung von Windenergieanlagen kritisiert. Die DFS weist die erhobenen Vorwürfe zurück. Der notwendigen Abwägung zwischen dem Ausbau erneuerbarer Energien und den Sicherheitsinteressen der Luftverkehrsbranche wird diese Kritik nicht gerecht.

13.09.2019.- „Wir blockieren nicht die Energiewende – das Gegenteil ist der Fall: Wir unterstützen den Ausbau der Windenergie, wo immer es möglich ist. Innerhalb unserer Anlagenschutzbereiche wird keine Windenergieanlage generell von uns abgelehnt“, sagt Prof. Klaus-Dieter Scheurle, Vorsitzender der Geschäftsführung der DFS Deutsche Flugsicherung (DFS), die Angriffe der Windbranche beim vom Bundeswirtschaftsministerium organisierten Windenergiegipfel. In Berlin hatten Anfang September Vertreter der Bundes- und Landespolitik, Bürgerinitiativen sowie Vertreter der Windkraftindustrie die aktuellen Probleme und Herausforderungen beim stockenden Windkraft-Ausbau in Deutschland diskutiert.


Wenn in Island ein Vulkan Asche spuckt, wird der Flugverkehr fast in ganz Europa eingestellt. Wenn Täglich durch Windkraftanlagen die Gefahr besteht, dass Drehfunk-Navigationsanlagen in der Luftfahrt gestört werden können, ist das alles nicht so schlimm … wer hier noch meint, die Windkraftbefürworter wüssten noch was sie tun, sollte sich ärztlichen Rat einholen.

[Bildadresse: toonpool.com]


„Jede Anfrage in diesen Gebieten wird im Genehmigungsverfahren von unseren Spezialisten in einer Einzelfallbetrachtung beurteilt, ob eine Baumaßnahme die Flugsicherheit beeinträchtigt und damit möglicherweise unzulässig ist. Ist dies der Fall, so geht für uns die Sicherheit im Luftraum vor“, stellt Prof. Scheurle klar. Maßstab für diese Entscheidung ist der Einfluss der Windräder auf die Genauigkeit des abgestrahlten Signals der Navigationsanlage. Werden Signale durch die Windräder abgelenkt und verfälscht, so können diese ungenau werden und sind damit nicht mehr sicher nutzbar. Drehfunkfeuer sind als Navigationsanlagen von großer Bedeutung für die sichere Luftraumnutzung. Sie sind daher wichtig für die Sicherheit im Luftverkehr.

2100 Windenergieanlagen im Schutzbereich

Nicht nachvollziehbar ist die Kritik der Windbranche, dass die Ablehnungspraxis der DFS zur generellen Verhinderung von Windenergie-projekten im 15-km-Umkreis von Drehfunk-Navigationsanlagen führt. Richtig ist: Mit dem Ausbau der Windenergie auf nunmehr knapp 30.000 Windenergieanlagen in Deutschland erhöht sich auch zunehmend die Anzahl dieser Anlagen innerhalb der Schutzbereiche von Radar- und Navigationsanlagen. Insgesamt stehen aktuell rund 2100 Windenergieanlagen in Anlagenschutzbereichen von Drehfunkfeuern der DFS.

[Bildadresse: toonpool.com]

Auch wegen dieser Verdichtung muss die Flugsicherung zusätzliche Windenergieanlagen im Anlagenschutzbereich innerhalb eines 15-km-Radius immer öfter ablehnen, wenn dies die vorgeschriebene Genauigkeit der Flugsicherungsanlagen gefährdet. Zum Beispiel ist in der Region Hannover die Anzahl der Windkraftanlagen an vielen Standorten bereits so hoch, dass die zulässigen Grenzwerte erreicht sind. Allein im Schutzbereich des für den An- und Abflug auf den Flughafen Hannover genutzten Drehfunkfeuers „Sarstedt“ stehen mehr als 110 Windenergieanlagen. Zum Vergleich: Im gesamten Gebiet der Schweiz stehen lediglich circa 40 Windräder.

Navigationsanlagen am Boden weiter wichtig

Haltlos ist ebenso der Vorwurf der Windenergiebranche, es handle sich bei den bodengestützten Navigationssystemen der DFS um eine veraltete Technologie. Obwohl bereits viele Flugzeuge satellitengestützt navigieren, werden die bodengestützten Navigationsanlagen weiterhin benötigt. Eine Verpflichtung für die Nutzung der Satellitennavigation gibt es nicht.

Darüber hinaus muss die DFS auf unbestimmte Zeit bodengestützte Navigationsanlagen vorhalten, um ein Ersatzsystem für den Fall eines Ausfalls des Satelliten-systems (GPS) sicherzustellen.

In den aktuellen Betriebshandbüchern von Verkehrsflugzeugen werden Drehfunkfeuer explizit als Bestandteil der Navigationsarchitektur aufgeführt. Sie sind wichtig, um die Genauigkeit, Integrität, Verfügbarkeit und Kontinuität der Flugzeugposition zu ergänzen. Die erforderliche Genauigkeit für die Signale von Radar- und Navigationsanlagen sind ebenfalls in den Standards und Empfehlungen der internationalen Zivilluftfahrtorganisation ICAO festgelegt.

„Keine Zugeständnisse zu Lasten der Sicherheit“

Der Luftraum über Deutschland ist zurzeit so voll wie nie. Für dieses Jahr wird mit einem Flugaufkommen von rund 3,5 Millionen Flügen ein neuer Rekord erwartet.

„Zugeständnisse zu Lasten der Sicherheit kommen für uns nicht infrage. Wir haben einen gesetzlichen Auftrag, den Flugverkehr sicher durch den deutschen Luftraum zu führen. Dazu müssen Fluglotsen auf zuverlässige Radarinformationen zugreifen und Piloten bei der Navigation ihre vorgeschriebenen Flugpfade einhalten können“,

… fasst Prof. Scheurle die Situation zusammen.


Die Windkraftbefürworter können sich also von nun an entscheiden, was ihnen wichtiger ist: Die Sicherheit im Flugverkehr & damit Menschenleben. Oder ihre Windräder. Ich wünsche viel Spaß bei dieser Entscheidung!


Quellenangaben:

© Alpha Rocking

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