Kluge Tiere im All

Heute schreibe ich, Buchstabe für Buchstabe, Wort für Wort, Zeile für Zeile, Satz für Satz, Vers für Vers und Absatz für Absatz – ganz egal, ob das was ich hier schreibe, die Welt zu einem besseren Platz macht – Nein! Sondern Trotz dessen, dass das letzte bisschen Intelligenz von immer umgreifender Dummheit in der Gesellschaft verjagt wird, ich schreibe.

Manchmal nur für mich – doch vielmehr für Dich, trage den Gedanken weiter, der mich innerlich sticht, mal zum Schmunzeln, oft aber nicht, drängende, sorgenvolle Gedanken, formuliert für Verständnis – sie brauchen jetzt Licht, erhelle die Gemüter, mit sich selbst Gespräche führen bringt schließlich nichts! Sieht man die Konsequenzen, wie absurd es ist, wenn Achtlosigkeit die Menschlichen, gegenwärtigen Handlungen bestimmt und sie sich dadurch die Zukunft wegnimmt – doch Sets in Unveränderlicher Vergangenheit ein jähes Ende nimmt. Ich schreibe.

Ich mache mir zu oft zu viele als zu wenig Gedanken. Zuwenige Gedanken machen? Geht denn das eigentlich? Vielleicht, so urteilt man vorschnell, machen sich die anderen Menschen nur zuwenige. Es darf aber vermutet werden, dass es Menschen gibt, die sich überhaupt keine Gedanken mehr machen und jenen kann nur unser aller Mitleid gelten. Ob es nun eine Ober- oder Untergrenze fürs Gedanken machen gibt will ich gar nicht beurteilen. Jedenfalls gibt es eine nach Unten gerichtete Grenze, die nicht unterschritten werden muss, was das persönliche Wissen angeht. Dann gibt es noch jene Menschen (sowas kommt auch vor) die über den Wissensdurst hinaus getrunken haben und im Gegenzug eher zu einer gesellschaftlichen Plage denn zu einem Gewinn wurden bzw. es gegenwärtig sind.

Ach ja: Ich schreibe, vor allem um mir ein gut sortiertes & recherchiertes Portfolio von Themen zu schaffen auf das ich zurückgreifen kann. Natürlich auch, und das ist ein sehr praktischer Nebeneffekt, um andere Menschen auf womöglich noch nicht (bzw. kaum) bekannte Informationen aufmerksam zu machen und, dass folgt ja dann von selbst, zu neuen Erkenntnissen und oder Sichtweisen zu verhelfen. Der Punkt ist: Menschen bekommen selten neue Gedanken und Ideen ohne einen geistigen Schubs von außen. Den willen hierzu müssen sie allerdings von selbst mitbringen. 🙂


}}} Kluge Tiere im All {{{

In irgendeinem abgelegenen Winkel des in zahllosen Sonnensystemen flimmernd aus gegossenen Weltalls gab es einmal ein Gestirn, auf dem kluge Tiere das Erkennen erfanden. Es war die hochmütigste und verlogenste Minute der „Weltgeschichte“, aber doch nur eine Minute. Nach wenigen Atemzügen der Natur erstarrte das Gestirn und die klugen Tiere mussten sterben.

So könnte jemand eine Fabel erfinden und würde doch nicht genug illustriert haben, wie kläglich, wie schattenhaft und flüchtig, wie zwecklos und beliebig sich der menschliche Intellekt innerhalb der Natur ausnimmt; es gab Ewigkeiten, in denen er nicht war; wenn es wieder mit ihm vorbei ist, wird sich nichts begeben haben. Denn es gibt jenen Intellekt keine weitere Mission, die über das Menschenleben hinausführte.

Sondern menschlich ist er und nur sein Besitzer und Erzeuger nimmt ihn so pathetisch, als ob die Angeln der Welt sich in ihm drehten. Könnten wir uns aber mit der Mücke verständigen, so würden wir vernehmen, dass auch sie mit diesem Pathos durch die Luft schwimmt und in sich das fliegende Zentrum dieser Welt fühlt.

Der Mensch ist ein kluges Tier, das sich doch zugleich selbst völlig überschätzt. Denn sein Verstand ist nicht auf die große Wahrheit, sondern nur auf die kleinen Dinge im Leben ausgerichtet.“

[Über Wahrheit und Lüge im außermoralischen Sinne, im Jahr 1873 v. Friedrich Nietzsche]

Nietzsche war gerade einmal 29 Jahre alt, als er diese Zeilen verfasste, aber bereits Professor für Altphilologie an der Universität Basel. Zudem veröffentlichte F. Nietzsche seinen Text über die Klugen und hochmütigen Tiere nicht. Dennoch schaffen es diese Zeilen bis in die Öffentlichkeit – vielleicht, damit sie nicht dem vergessen anheimfallen?

Auch schicken seine Kritiker sich an und versuchten, seine Philosophie als „Unwissenschaftlichen“ Unsinn und „Spekulativen Blödsinn“ zu entlarven, was ihnen jedoch misslingen sollte. Denn, so meine Meinung, hatten sie sich zu früh gefreut & geurteilt. Nietzsche, hatte ihnen nur einiges Voraus. 🤗


„Die Gefährdung der heutigen Menschheit entspringt nicht so sehr ihrer Macht, physikalische Vorgänge zu beherrschen, als ihrer Ohnmacht, das soziale Geschehen vernünftig zu lenken.“

}} Konrad Lorenz – * 7. November 1903 † 27. Februar 1989 / österreichischer Verhaltensforscher & Gründervater der Tierpsychologie {{

Erstaunlich –, oder? Dass ein Mensch, der sich Zeit seines Lebens mit der Verhaltensforschung von Tieren beschäftigte, zu Schlussfolgerungen über die Gesellschaftsstruktur einer anderen Spezies – die des Menschen – kommt, und überdies jene Dramatik unserer Zeit in nur einem Satz zusammenfasst.

Wenn man über die klugen Tiere im All nachdenkt und sich dann die Welt ansieht, naja, dann erscheint es einem oftmals nur logisch, von „Klugen Tieren“ im All zu reden obschon es um uns Menschen geht. Und denkt man über die Tiere nach & über ihr Miteinander, fällt einem auf, dass sie insgesamt weit besser organisiert & friedfertiger sind, als diejenige Spezies, die sich oft selbst überhöht zum Maß aller Dinge macht. 😌

„Die Fähigkeit eines Tieres, Schaden zu stiften, ist proportional zu seiner Intelligenz. Der Mensch hält auch hier die Spitze.“

}}} Konrad Lorenz {{{

Tja … warum ist das so? Sind die Menschen zu schlau, so schlau sogar, dass sie sich dummerweise selbst schaden? Das wäre kaum mit Intelligenz als vielmehr mit dem kompletten gegenteil zu erklären.

„Zwischen den ganzen Dingen und Beziehungen, Vorkommnissen, guten wie schlechten Entwicklungen auf Erden lassen sich entweder Harmonien oder Disharmonien finden, die viele Grüne haben können. Was aber wäre, wenn sie kosmischer Natur, ausgehend von unserem Zentralgestirn der Sonne und vielmehr Einfluss auf unser Handeln sowie der Natur besitzen als wir uns allgemein bewusst ist, als wir (im konkreten die etablierten Wissenschaften) anzuerkennen bereit sind? Sollte dem so sein – und ob Sie’s jetzt einräumen wollen oder nicht – am Ende des Artikels werden Sie sich die frage von ganz alleine stellen, so hat die Menschheit ganze Arbeit dabei geleistet, sich selbst aus einem Harmonischen, auf der von der Sonne basierenden Rhythmus, und zu unserem Nachteil, zu nehmen.“

„Faßt uns nicht ein Gefühl des Erschauerns, wenn wir diesen Irrweg ganzer Völker, diesen Irrweg ganzer Jahrhunderte erkennen, dieses Mühen, diese Not, diese Tränen, diese Hast, diese Krankheiten und Leiden!? Sie entspringen ja alle der Dumpfheit des Zivilisationsmenschen, seinem Unverstand, mit dem er die Natur und ihre Notwendigkeiten mißachtete, statt voller Ehrfurcht vor dem Erhabenen bescheiden und treu sich in den Mantelfalten der Großen Mutter willig zu bergen!“

„Wenn einst die Menschenwelt mit der organischen Welt zusammenfließt, das Seelentum des Menschen in mystischer Union mit der Seele der Natur schwingt – wird vergessen sein, daß der Menschengeist einst Krieg führte gegen den Geist der Elemente.“


„Wenn nämlich irgendeine neue und daher paradoxe Grundwahrheit in die Welt kommt, so wird man allgemein sich ihrer hartnäckig und möglichst lange widersetzen, ja, sie noch dann leugnen, wenn man schon wankt und fast überführt ist. Inzwischen wirkt sie im Stillen fort und frisst wie eine Säure um sich, bis alles unterminiert ist; dann wird hin und wieder ein Krachen vernehmbar, der alte Irrtum stürzt ein und nun steht plötzlich, wie ein aufgedecktes Monument, das neue Gedankengebäude, dann allgemein anerkannt und bewundert.“

}}} Schopenhauer {{{


Die eben kurz angerissenen wie auch die nun folgenden Sichtweisen stützen sich auf Inhalte „Der wahren Forschungsgruppe / Privatinstitut für Welteislehre“ – die sich nach Hörbigers Welteislehre (Glacial-Kosmogonie) mit all ihren verzweigten Bereichen (Astronomie, Astrophysik, Meteorologie, Geologie, Biologie sowie weitere verwandte Wissenschaften) richtet. Selbst erklärtes Ziel der „WFG“ ist es, neue und überzeugende Gedanken, Beweise und Fakten im Bereich der freien Forschung zu veröffentlichen, um dadurch ein, nach (…) unserer Meinung, altes, überholtes, rein-materialistisches und falsches Weltbild zu Fall zu bringen.

Klingt erstmal interessant, & ist es auch. Denn wie man (immer wieder gerne leugnet in den etablierten Wissenschaften, besonders in der Diskussion um den sogenannten „Klimawandel“) hat die Sonne in jedem Fall einen bzw. ja sogar grundlegendsten Einfluss auf unseren Planeten & damit auch auf alles Leben.

Bevor es aber mit „Hörbigers Welteislehre“ weiter geht, sehen wir uns kurz an, wie maßgeblich die Sonne unsere Erde beeinflusst. Alleine die Tatsache, das die Sonne der alleinige Energielieferant der Erde, ja des gesamten Sonnensystems ist und es ohne Sonne keinen einzigen Grashalm auf der Erde geben würde, sollte schon zu verstehen geben, dass, bevor andere Faktoren auf die Erde einwirken, die Sonne an allererster Stelle steht und in keiner Weise ignoriert noch wegdiskutiert werden kann. Und hierzu nutze ich ein paar Zeilen der TU-Berlin:

Ergänzungen zur Vorlesung TWK an der TU-Berlin
Inst. f. Ökologie Vegetationsökologie Tropischer & Subtropischer Klimate 
von PD Dr. H. Kehl

Die Sonne … ist der alleinige Energielieferant für die Erde. Damit ist die variierende Sonneneinstrahlung der Sonne (Bestrahlungsstärke) für den Energiehaushalt der Erde und damit für die Dynamik von Wetter und Klima auf der Erde „verantwortlich“. Und unbestritten ist ferner, dass Kalt- und Warmzeiten auf der Erde kosmische Ursachen haben.

[Größenverhältnis: Sonne – Erde]

Relativ kurze Perioden von Klimaschwankungen in der holozänen Geschichte korrelieren nachgewiesenermaßen mit der dynamischen Sonnenfleckenaktivität.

Ganz generell:

Ein stabiles und gleichbleibendes Klima hat es während der „augenblicklichen“ Zwischeneiszeit nie gegeben. Relativ schnelle Klimawechsel gab es nicht nur in den letzten 1.000 bzw. 2.000 Jahren, sondern auch in den letzten 10.000 Jahren.

Sonnenfleckenzyklen 

Die kürzesten bisher bekannten Perioden von Klimaschwankungen korrelieren offensichtlich eng mit der Sonnenfleckenaktivität, d.h. den Schwankungen der sogenannten „Solarkonstanten“ (einer Grösse also, die noch nie konstant war!). Dabei handelt es sich um den:

  1. Schwabe-Zyklus von durchschnittlich 11 (9-14) Jahren.
  2. Hale-Zyklus von etwa 22 Jahren (auch magnetischer Zyklus genannt).
  3. Schove-Zyklen von ca. 42 bzw. ca. 50 Jahren.
  4. Gleissberg-Zyklus von 80-90 (bis 120) Jahren (zwischen Minimum und Maximum liegen etwa 40-45 Jahre), der den Schwabe-Zyklus moduliert und über ein beträchtliches Akkumulationspotential verfügt und dem Seuss-Zyklus (auch De Fries Zyklus bzw. Zyklus 208a genannt) von 180-210 (208) Jahren.
  5. 1.500-Jahres-Dansgaard–Oeschger-Zyklus

Die verschiedenen Sonnenfleckenzyklen können sich überlagern und zeichnen sich selbst durch starke Schwankungen in ihrer Intensität aus.

Überlagerung von Sonnenfleckenzyklen:

„Der jüngste Sonnenfleckenzyklus erreichte Mitte des Jahres 2000 seinen Höhepunkt. Gleichzeitig nimmt gegenwärtig die Sonnenenergie im Rahmen des Gleissberg-Zyklus zu – das nächste Maximum wird etwa im Jahr 2020 erwartet. Zudem erlangt auch der 208-jährige Solarzyklus [Seuss-Zyklus] innerhalb der nächsten Jahrzehnte sein Maximum.

[Totale Sonnenfinsternis am 29. März 2006 in Libyen, Jalu – Protuberanz mit Größenvergleich]

Dieser nahezu synchrone Anstieg in den unterschiedlichen Zyklen spricht dafür, dass sich der derzeit beobachtete Erwärmungstrend des Erdklimas unabhängig von anthropogenen Einflüssen in näherer Zukunft fortsetzen wird.“


Das dürften dann wahre Horror-Informationen für alle Klimakirchen-Gläubigen sein – aber zu einem gläubigen wird man nicht dadurch das man eine Kirche besucht. Man wird ja auch kein Auto, nur weil man eine Garage betritt. Und so werden auch sie sich über kurz oder lang wohl damit abfinden müssen, dass die Sonne im Sonnensystem der Chef ist – und unsere Erde „nur“ eine Kleine Blaue Perle im All verkörpert, die uns beheimatet, uns ernährt und vor der Harten Strahlung des Sonnenwindes schützt.

Und da jene Menschen (und selbstverständlich auch viele andere) doch in arger Disharmonie zum den natürlichen Gegebenheiten der Gestirne zu stehen scheinen – nun eine Sichtweise, die diese Sichtweisen, Positionen & selbst auferlegten Lebensdiktate vielleicht zurück in die natürliche, Kosmische Ordnung bringen könnte, die:

Die Weltharmonie

Seit Jahrtausenden hat die Menschheit ihre natürliche Bindung zur Natur vergessen.  Sie lebt, von der Höhe der Kultur zur Niederung bloßer Zivilisation abgesunken, dem Wahne, das Leben nach ersonnenem Gesetz gestalten zu können. Blind häuft sie Spannung auf Spannung, steigert das Disharmonische, lädt Schuld auf sich.  Doch „alle Schuld rächt sich auf Erden“. Unsere Zeit büßt die Vergehen. 

Unsere Zeit ist ein einziger Aufschrei aus dieser selbstverschuldeten Pein.  Nichts als Lebensangst ist es, die auf der Suche nach Rettung das ehrwürdige Gebäude der exakten Wissenschaften auftürmte, als eine Insel, an der die Sehnsucht nach Frieden, nach Harmonie Anker werfen sollte. Doch der Grund mußte sich als trügerisch erweisen.  Denn alle exakte Wissenschaft, will sie sich nicht selbst aufheben, muß starre Gesetze aufstellen, starr wie das Gesetz vom Goldenen Schnitt. 

Damit aber geht sie notwendigerweise am Leben vorbei, das ewiger Fluß, ewige Änderung, ewiges Hinschwingen nach dem harmonischen Mittelpunkt unserer Sonnenwelt ist.  Diese Vorgänge innerhalb des lebendigen Kosmos – sie können niemals durch ein Gesetz begriffen werden.  Sie verlaufen nicht exakt, sie sind auf dem Wege zivilisatorisch-exakter wissenschaftlicher Denkweise nicht zu erfassen.  Wissenschaft im heutigen Sinne, geboren aus der Disharmonie der Zivilisationsmenschheit, vermag nicht zur Lebensharmonie zu führen.

Der Weg zur Rettung scheint einzig in der uralten Erkenntnis der nackten Tatsachen zu liegen. Also der Ergebnisse, die notwendigerweise für den Menschen aus dem kosmischen Harmoniezwang folgen. 

Sie wieder sichtbar zu machen, ist Aufgabe der Heliobiologie.

Harmonie: einer jener unbegreiflichen sogenannten Begriffe, die heute im Schwange sind. Verlangt man eine Erklärung, bekommt man zu hören, Harmonie sei vorhanden, wenn dem Gesetz des Goldenen Schnittes Genüge getan wird, wenn also der kleinere Teil sich zum größeren verhält wie dieser zum Ganzen.

Nun, das ist zwar keine Erklärung, nur eine Umschreibung, und auch diese Umschreibung hat, wie wir sehen werden, den Vorzug, gänzlich unzutreffend zu sein.

Immerhin, der Goldene Schnitt und sein Gesetz gelten als große Entdeckung des Pythagoras, jenes Weisen und jener Schule, die das frühgeschichtliche Weltbild begraben, und mit denen, wie Oswald Spengler (in dem Kapitel über den Sinn der Zahlen) ausführt, „eine ganz neue Mathematik aus den Tiefen des antiken Seelentums geboren“ wird.

Wer Spengler verstanden hat, weiß, es handelt sich hier nicht allein um das Entstehen nur einer neuen Mathematik. Sondern um eine Stunde der Geschichte, da das große Stirb und Werde sich die Hände reichen, da ein Weltbild versinkt, vom neuen verdrängt. Die Pythagoräer leben der Überzeugung, das Wesen aller Dinge sei die Zahl.  Es ist die Philosophie der greifbaren Dinge, die durch die Zahl als Maß erfaßt werden.

Der Zeiger der Weltenuhr war unbemerkt zur Stunde einer neuen Geistigkeit weitergerückt, in der die Lebensangst versuchte, sich durch tüftelndes Denken in der Wesenlosigkeit grenzenlosen Raumes zu beschwichtigen. Akrobatik des Geistes ward geboren. Weniger aus Urteilslosigkeit, mehr aus verehrender Achtung übernahm sie manches Handwerkzeug dem antiken Denken.  

So auch die Harmonie – angeblich verkörpert oder mathematisch erfaßt im Goldenen Schnitt. Dürer konstruiert sein Bild „Adam und Eva“, die Klavier-maschine wird erfunden, Konstruktivgesetze werden der Dichtkunst aufgezwungen, wir bauen Möbel nach dem Goldenen Schnitt (Francé und Engel-Hardt), und selbst Farben werden nach dem gleichen, ersonnenen, mathematisch exakten Gesetz hergestellt (Ostwald).

Das Abendland will harmonisch werden. Aber es bringt nur einen unlebendigen Zustand im Sinne des Goldenen Schnittes fertig, ohne zu merken, wie tief es in Naturwidrigkeit absinkt und sich vermeidbarer Not aussetzt.  Ist nicht auf so und so viele Stellen alles nach dem Komma genau und fehlerlos berechnet? Und trotzdem fühlt jeder, daß da irgend etwas nicht stimmt!

Der Speerträger stimmte, und es stimmte der Goldene Schnitt, die Konstruktion Adams und Evas sind noch vorhanden und können nachgemessen werden. Auch sie stimmen. Es stimmt die Klaviermaschine, sie wird nach exaktem Gesetz immer wieder ge-„stimmt“. Und die Möbel stimmen, und auch Ostwalds Farbenlehre stimmt. Exakt genau. Nur geht von alledem eine eisige Kälte aus. Die Forderungen des Goldenen Schnittes sind erfüllt, und doch bleibt der erwartete Gleichklang, das hehre, tiefreligiöse Schönmaß aus, das uns erheben und reicher machen, das uns begeistern und wärmen sollte.

Denn es fehlt: die Harmonie!


Wir rühren hier an die Schicksalsfrage der europäischen Menschheit. – Der Widerspruch innerhalb des faustischen Weltbildes wird deutlich: Es strebt ins Unendliche und begrenzt sich gleichzeitig im Endlichen. Nach ersonnenem Gesetz. Und, merken wir auf: wissenschaftlich exakt! Die Lage ist verworren.  Wo winkt der Ausweg? Auch von den Kennern des Hörbigerschen Werkes erwarten vielleicht nur wenige die Antwort: „In der Welteislehre!“

Wenn irgendwo, so kann wahre Harmonie doch allein in der Natur selbst gefunden werden. Hier mit Sicherheit. Nicht aber in ausgetüftelten Gedanken, die, so oder so, immer Ergebnis einer Forschung sind, die vom Lebendigen abstrahierte Zustände betrachtet.

Natur muß ja, will sie bestehen, harmonisch ausgeglichen sein, sich also in einem Zustande geringster Reibung befinden. Das besagt jedoch keineswegs, daß jede Reibung, jede Spannung getilgt sein müßte. Wäre das der Fall, würde sich Natur in vollendetem Ausgleich befinden, also leer von Bewegungen und Spannungen sein, dann wäre sie starr, kalt, tot.  Sie würde sich verhalten, als erfüllte sie das Gesetz des Goldenen Schnittes, das restloser, hundertprozentiger, exakter  Ausgleich ist.

Natur aber ist anders. Voller Leben, Bewegung, Spannung, Wärme. Und doch schwingt sie federnd in jenem Zustand von Ausgeglichenheit, der in gewissen Grenzen Beständigkeit gewährleistet und auf uns als Bestandteil dieser Natur harmonisch wirkt – ohne der Starre des Goldenen Schnittes zu verfallen. 


Nirgends wird das deutlicher als in der Betrachtung der Welteislehre – der gegenwärtig einheitlichsten Sonnenwelt-Entstehungstheorie. Sie setzt mit einem gigantischen kosmischen Zeugungsakt ein – ein Spermastern dringt in den Mutterschoß der Gestirnsriesin, um nach Äonen jene Geburt zu veranlassen, der unsere Weltinsel ihr Dasein verdankt. 

Nicht die Sonnenwelt, wie sie uns heute vertraut ist, springt ins Glutlicht des kosmischen Tages. Ein wirres Durcheinander von Glutlingen und Gasen entberstet der Gigantin, knäuelt sich im Raume. Aber dieser Urwust muß zu einer Drehbewegung gelangen, er muß einen Schweremittelpunkt bilden, um den die Glutsterne ihre Bahnen zu ranken anfangen. 

Wo sich größere Massen bilden, brechen sich diese, sich selbst dabei mästend und kleinere Gebilde in sich aufnehmend, ihren Weg. Aus dem Chaos beginnt Ordnung zu werden, beginnt der Weg zur Harmonisierung des Gebildes. Und dieses Einspielen überträgt sich von den sonnenhaften Gliedern auf die weit außen entstehenden Firneisgebilde, bis, vielleicht nach Jahrmilliarden, jener Zustand angenähert wird, der der Menschheitsgeschichte vertraut scheint.


Es ist ein natürlicher Gleichklang erreicht.  Er täuscht allerdings der kosmischen Eintagsfliege, dem Menschen, Ewigkeitswert vor, in Wahrheit ist auch er nur ein Prozeß, der pausenlos nach der Richtung niedrigster Spannung abläuft.  Nur dehnen sich diese Vorgänge weit über den zeitlichen Wert menschlicher Generationen, sie erfüllen sich nicht innerhalb völkerlanger Spannen, sie gelangen nicht im Rahmen erdgeschichtlicher Zeiten an ihr Ziel, sondern wie eine flüchtige Sekunde huscht die Erde, als Erlebnis des Lebens, über die kosmische Uhr, die Sternenschicksale kündet. 

Monde werden indessen eingefangen und vermählen sich den Sternen, Planeten werden zu Monden, und der ganze Hofstaat der Sonne sinkt einst ins Glutgrab unseres Taggestirns. Die Harmonie der Sphären ist verklungen.  Aber für den einsam ziehenden Sonnenstern ist darum noch lange nicht jene Starre des Todes, jener völlige Ausgleich eingetreten, den die vermeintliche Harmonie des Goldenen Schnittes fordert. Auch dieses Gestirn wandert seinen Weg, mästet sich und geht einem Schicksale entgegen, das die Welteislehre lüftet. 

Wir brauchen es nicht zu verfolgen; aber was uns hier entgegentrat, zeigt, daß natürliche Harmonie ein für menschliche Begriffe zwar ewiger, für kosmische jedoch zeitlich eng bemessener Zustand ist, während dessen Ablaufs sich die Sonnenwelt in einer durch eine geringstmögliche Spannung ausgezeichneten Verfassung befindet. Dennoch genügt diese Spannung, um, stetig, unaufhaltsam, den Todesweg jedes Mondes und jedes Planeten sich vollenden zu lassen.

Nie kann während dieser kosmischen Vorgänge vollkommener Ausgleich stattfinden; dann stünde ja die Weltenuhr stille, und die kalte Hand des Todes würde auch das Leben der Erde mit flüchtiger Bewegung wegwischen.


Es wird Zeit, hier langsam zum Ende dieses Beitrages zu kommen obschon noch längst nicht alles gesagt ist. Für Interessierte Leser ist der weitere verlauf der hier Zitierten Sichtweise der „Weltharmonie“ selbstverständlich am Ende des Artikel verlinkt. Es lohnt sich also, so meine Meinung, die Seite zu besuchen. Ich möchte aber noch eine Metapher aus dem weiteren verlauf erwähnen, die auf so elegante Weise den Zustand unseres Zeitgeistes umschreibt. Es liegt, so mein Fazit, dass ich zwischen den Zeilen habe herauslesen können, an einem Selbst, wie sich jemand entscheiden möchte:

Will man sich (in der Summe aller Entscheidungen -> die gesamten Gesellschaft & damit die Menschheit als ganzes) weiterhin dem Diktat der Wirtschaft unterwerfen, die Unendliches Wachstum verlangt auf einem Planeten mit begrenzten Ressourcen, oder, wollen wir uns darüber klar werden, dass es letzten Endes so nicht weiter gehen kann? Wollen wir Ignorieren oder Verstehen, dass die Menschheit nicht als Beherrscher der Natur mit endlichen Ressourcen auftreten kann und das wir uns mit dieser Philosophie Parallel die eigene Zukunft verbauen? Ein jetzt erwirtschafteter Wohlstand, der auf kosten unserer Zukunft ohne Rücksicht auf Natur und Ressourcen aufgebaut wird – ist das Äquivalent gegenwärtig errichteter Ruinen mit einer schönen Fassade, hinter der das Ende des Zeitalters der Menschheit auf diesem Planeten lauert.

Es gibt Zwei Wege & eine Entscheidung:

Diese hier:

Oder diese:

„Schon heute wird deutlich, daß die Majestät der Harmonie in alle Lebensgebiete hineingreift. Allerdings, es darf dabei nie außer acht gelassen werden:

Jedem Lebewesen stehen zwei Wege offen. Der eine, sich harmonisch dem Weltganzen einzuordnen und gesund, heiter, schöpferisch seinen Weg zu vollenden, als Glied und Kind der Natur. Und der andere, sich als Herr und Beherrscher der Natur zu fühlen, nach ersonnenem Gesetz zu leben – aber in Spannungen, Reibungen, Not, Krankheit. Also als ein Gegner der Natur, die bezwungen werden soll. Die aber nicht nur unbesiegbar ist, sondern den Vermessenen als disharmonische Erscheinung und als Störenfried vorzeitig durch Tod entfernt. 

Diese Freiheit besitzt der Mensch; die Freiheit, zu wählen zwischen einem Leben voll Segen und einem Leben voll Sorge.


Wohin wir auch blicken, überall sind wir dem harmonischen Zwange untertan. Und nie können wir etwas das Leben kraftvoller Förderndes tun, als uns willig dem kosmischen Müssen einzuordnen.

Tun wir es dennoch, dann tragen wir auch die Konsequenzen.


Quellenangabe:

Die Weltharmonie

© Alpha Rocking

PS:

Ich möchte (uns muss wohl auch nochmal gesagt haben) das die Beiträge hier auf diesem Blog keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder Absoluter Richtigkeit erheben – sondern lediglich meine Perspektive auf die Dinge wiederspiegeln, welche ich hier in den Beiträgen thematisiere. Auch geht es mir darum, meine Weltsicht (die ich nicht als die Absolute Wahrheit bzw. Perfekt begreife) auszuarbeiten und für eine Handvoll Gleichgesinnter, aber auch Interessierter Leser darzulegen. Manch einer wird den einen oder anderen Aspekt meiner Ansichten für sich übernehmen, aber andere Aspekte ablehnen. Das ist in Ordnung. Ich möchte keine Diskussion über meine Grundansichten. Ich will nicht missionieren oder umstimmen. Es interessiert mich überhaupt nicht, wenn jemand mein Weltbild für falsch hält. Das alles lässt sich übrigens unter der Auswahl „Über diesen Blog“ finden. Ich schlage somit vor, dass die Besucher meines Blogs sich bitte auch dort über den Autor und Betreiber dieses Blogs (also mich) Informieren, bevor sie sich zu meinen Sichtweisen zu äußern gedenken. Das hilft, Missverständnisse zu vermeiden und macht das Leben für alle gleich viel schöner! Herzallerliebsten Dank hierfür.

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