EU-Wahl: Unter 2% der Wähler für Tierschutz gestimmt!

Die Europawahl anno 2019: In den insgesamt 28 EU-Staaten waren insgesamt circa 400 Millionen Menschen wahlberechtigt. Diese etwa 400 Millionen Menschen brachten es zusammen auf eine durchaus beachtliche Wahlbeteiligung von Circa 50,5% – die damit so hoch ausfiel wie seid 20 Jahren nicht mehr. Dies teilte der Sprecher des Europäischen Parlaments, Jaume Duch Guillot, in der Nacht zum Montag mit. Weiterhin ließ Guillot die Welt wissen, dass die Beteiligung um acht Prozentpunkte höher ausfiel als im Jahre 2014. Damit ist ein Trend erkennbar: Den Menschen sind bzw. waren die EU-Wahlen aus dieser Perspektive jedenfalls nicht egal. Was nicht bedeutet, dass es nicht etwas anderes geben könnte, dass im Grunde der gesamten EU-Bevölkerung ziemlich egal zu sein scheint. Jedenfalls lassen uns dies schlicht und einfach die Wahlergebnisse wissen.

Das ändert sich allerdings, wenn man die Perspektive wechselt und sich vergegenwärtigt, dass von diesen circa 400 Millionen Wahlberechtigten nur 1,4% in Deutschland einer bzw. der Tierschutzpartei ihre Stimme gegeben hatten. Eine Partei, deren Kernthema also Tierschutz ist. In den Niederlanden, dort habe ich mich als nächstes Umgesehen, waren es hingegen 4,0% der Wähler, die der Niederländischen Tierschutzpartei; PvdD – Partij voor de Dieren ihre Stimme gaben. Was im Umkehrschluss jedoch bedeutet, dass auch die Niederländer, ebenso wie die deutschen mit einer einzigen Person im EU-Parlament vertreten sein werden, die sich für Tierschutz einsetzt bzw. überhaupt einsetzen kann.

In Frankreich gab es immerhin eine kleine Überraschung, auf die ich Euch gerne aufmerksam machen möchte: Die französische Partei für die Tiere; „Parti animaliste“ welche von Brigitte Bardot unterstützt wird, kam auf 2,2 Prozent der Stimmen. In Rottier, einer kleinen Gemeinde in Auvergne-Rhône-Alpes in der Region Drôme, ist sie gar die stärkste Partei geworden! Wie war dies möglich? Hier wird es nun spannend: In der kleinen französischen Gemeinde reichten somit ganze 3 stimmen um die Partei, die sich für die einsetzt, die selber keine Stimme haben, die lieben Tiere, auf Platz 1 zu bringen.

Diese drei Stimmen stellen nämlich 23,08 Prozent des Wahlergebnisses in Rottier dar. Damit schaffte es die „Parti animaliste“ noch vor Benoit Hamon und dem Rassemblement National von Marine Le Pen! In kleinen Gemeinden ist man sich eben schneller einig.

Auf Twitter wurde sich natürlich gefreut über das Gesamtergebnis:

Dieses Ergebnis ist umso bemerkenswerter, als die finanziellen Mittel sehr begrenzt sind. Diese Kampagne bestätigt, dass es sich bei der Tierfrage um eine politische Angelegenheit handelt!
Danke, dass du den Tieren deine Stimme gegeben hast!“

Die spanische Tierschutzpartei „PACMA – Partido Animalista Contra el Maltrato Animal“ kam auf 1,31 % und unterscheidet sich im Ergebnis auch kaum von den schon genannten Ländern. Die portugiesische Tierschutzpartei namens „PAN Pessoas–Animais–Natureza“ schaffte immerhin ganze 5,08 % und konnte von 21 Sitzen der Portugiesen einen ins EU-Parlament retten. Den Osten mit der Slowakei und ihren 22,7 % Wahlbeteiligung sowie Slowenien mit 28,2 % habe ich mir gar nicht erst angesehen … ich finde, dass kann man sich an der Stelle einfach schenken. Ich könnte nun noch ein paar Länder mehr nennen, kann hier allerdings vorwegnehmen, dass dies auch keine großartigen Änderungen bei den Prozentzahlen bedeuten würde. Jedenfalls wenn man, so wie ich hier heute, auf die verschiedenen Tierschutzparteien schaut.

Schon mal was von „Animal Politics EU“ gehört? Zum ersten Mal in der Geschichte der EU machten sich zu den letzten EU-Wahlen elf Tierschutzparteien aus ganz Europa zur Aufgabe, den Tierschutz mehrfach ins EU-Parlament zu bringen.

Die „PARTEI MENSCH UMWELT TIERSCHUTZ – Tierschutzpartei“ und die niederländische „Partij voor de Dieren“ waren im Jahr 2014 die ersten Parteien, die sich mit dem politischen Schwerpunkt Tierschutz bei der Wahl zum Europäischen Parlament durchsetzen konnten. Erst im Jahre 2014 … da kann man sich denken, wie viel noch zu tun ist!
Als Hochauflösendes Bild: Hier & Hier

Diese Parteien, die neben Deutschland auch aus den Niederlanden, Belgien, Finnland, Schweden, Frankreich, Spanien, Portugal, Italien, Zypern usw. kommen, haben sich zum Ziel gesetzt, endlich gegen die ausbeuterischen Bedingungen gegen Tiere Widerstand zu leisten.

Widerstand bedeutet in dem Fall schon etwas erreicht zu haben, wenn man es nach den Wahlen schaffte, um wenigstens mit einer Hand voll im EU-Parlament zu sitzen, damit sich für Tiere eingesetzt werden kann. Eine Hand voll Menschen gegenüber 746 weiteren, welche dann für weitere 5 Jahre im EU-Parlament entscheiden sollen – obschon diesem „Entscheiden“ eher der Charakter des Konsens-Fanatismus flankiert mit reichlich Kompromiss-sucht zukommt. Wo es nur noch um Mehrheiten geht, kommen & können gar keine vernünftigen Entscheidungen mehr entwickelt werden. Eine Hand voll für den Tierschutz … Und wisst Ihr was? Das ist praktisch gar nichts. Gar nichts! Vergleichen mit über 740 EU-Abgeordneten, die wegen allem möglichen Mist & Schrott dort sitzen – aber ganz sicher nicht, um sich für Tiere noch für Ihre Wähler einzusetzen. Ein paar wenige Personen sollen also den beschissenen Bedingungen in der Massentierhaltung entgegenwirken oder was?

Es ist zum Kotzen! Es ist einfach nur noch zum Abkotzen, zum Achtkantig Austicken, denn die Sicherungen, die einem die längste Zeit schon dies zu verzögern wussten, sind längst verbrannt. Wenige Minuten der Weltgeschichte und ein paar Atemzüge der Natur später hat man vielleicht sogar erkennen können, wie schattenhaft und flüchtig, wie selbstgefällig, achtlos, & beliebig sich der menschliche Intellekt innerhalb der Natur ausnimmt. Interessiert es die meisten Menschen für gewöhnlich doch einen Scheißdreck, wie es um die Mitlebewesen auf dieser Erde steht. Das einzige, was immer wieder schön Thema ist, ist, ob die Rinken oder die Lechten, die „Grünen“ oder irgendwelche politisch total verstrahlten am Ende nen paar Prozentpunkte mehr oder weniger absahnen konnten oder eben nicht.

Wo die Lebensmittel herkommen & wie sie erzeugt werden, wie es überhaupt erst dazu kommt, dass immerzu und pausenlos fein säuberlich in Plastik aufs Gramm genau verpackt Massentierhaltungs- Fressen in den Regalen liegt, dass interessiert in der EU scheinbar nur noch ganze 2 %, denn mehr haben in der EU nicht für Tierschutzparteien gestimmt. Genaugenommen sind es höchstens 1,4 %. Und damit 5,6 Millionen EU-Bürger. Von mehr als 500 Millionen von denen circa 400 Millionen wahlberechtigt sind. Das ist mal eine richtig beschissene Quote!

Zum Glück gibt es kleine erfolge, die in der Öffentlichkeit aber kaum wahrgenommen werden:

Wir dürfen also gespannt sein, was eine Hand voll Tierfreunde im von Lobbyisten verseuchten „Brüssel“ schafft von dem umzusetzen, was sie sich vorgenommen haben. Wir hingegen können derweil aber auch mehr tun, als abzuwarten und zuzusehen, was passiert. Entscheiden wir doch immerhin mit jedem male einkaufen, was &, ob uns Morgen alles aus der Massentierhaltung-Wahnsinns-Maschinerie überhaupt angeboten werden kann. Macht diese Profit-Geier überflüssig, indem ihr so gut es geht, die Produkte dieser Wahnsinnigen meidet & helft mit, diese Ungerechte und grausame Tier-Sklaverei zu beenden. Immerhin wird der ganze Wahnsinn ja wegen wem nochmal betrieben? Überflüssig machen ist die beste Methode etwas in die Knie zu zwingen. Und: Es funktioniert. Ach und: Tierheime mit 450 Hunden & nur einer Hand voll Pflegern ist auch keine Option. Auch an so einem Beispiel kann viel getan werden, dass überdies vielen kleinen Seelen eine Erleichterung und kleine Freude sein wird. Der Lohn ist, wie so oft, nicht zu beziffern, aber von großen, großen wert.


© Alpha Rocking

Falls jemandem die Frage in den Sinn kommen sollte wen oder was man denn in den Brüssler Lobby-Zirkus hätte wählen sollen? Konservative? Liberale? Grüne? Oder wie? Konservative braucht man zu allererst hier, in der Heimat. Schließlich beginnt im eigenen Land alles andere. Wenn hier geschlampt wird und es keine solide Basis gibt, braucht man sich gar keine Gedanken um einen Größeren rahmen zu machen. Und so kann man einer bzw. einem Team von Tierschutzparteien ruhigen Gewissens auf EU-Ebene die Chance geben, mehr für die Mitlebewesen zu tun. Schließlich hört ein vernünftiger Umgang mit Tieren nicht an den Landesgrenzen auf. Wäre aber sehr schön, wenn er darüber hinaus nicht vergessen wird. Sowie nach innen wie nach außen. 

Erst wenn es innen stimmt kann es ein gedeihliches, gutes außen geben. Gedeihliches, gutes außen bedeutet, ohne Mit-Lebewesen-unwürdiger Parallelstruktur, die auf alles scheißt und anderen Lebewesen eine grausam kurze Lebenszeit in der sprichwörtlichen Hölle bereitet. 

Highway to Hell


© Alpha Rocking

Quellen: Ergebnisse der Europawahl 2019 / Nationale Ergebnisse


😦

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Create a website or blog at WordPress.com

Nach oben ↑

Indexexpurgatorius's Blog

Just another WordPress.com weblog

SKBNEWS

ein mainstreamunabhängiger Nachrichten -und Informationskanal – Herausgeberin: Gaby Kraal

Wandern und Reisen Sonstiges

Reise Infos, Wander Infos.Sehenswürdigkeiten.

oekobeobachter

Informationen für Sie zu Umweltschutz und Ökologie - mit Schreibstube

Nundedie!

(Nom de dieu!)

European Task Force

Lobbyists in favour of the most vulnerable in society

PESTIZIDFREIE REGION - ©®CWG

PESTIZIDFREIE REGION - STIMME DER NATUR - REALE MITMACH-BEWEGUNG - INFO FORUM

Treue und Ehre

Treue dem Vaterland und Ehre den Vorfahren

Swiss Policy Research

Geopolitics and Media

Jürgen Fritz Blog

Politische Beiträge und philosophische Essays

seppolog

Irrelevanzen aus Münster.

%d Bloggern gefällt das: