4 Jahre alte Harvard-Studie zum Thema: Sterben von ganzen Bienenstöcken durch Neonicotinoide Pestizide

Diese von der Harvard-Universität durchgeführte Studie belegte schon vor mehr als 4 Jahren, dass von den mit Neonicotinoiden Pestiziden in Kontakt gekommenen Bienenstöcken (Bienen) eine Sterblichkeitsrate von 50 – bis über 90 % aufgewiesen hatten, in einem Zeitraum von etwa einem Jahr. Von den 18 in dieser Studie beobachteten Bienenstöcken gingen somit mehr als die Hälfte zu Grunde.

Das sollte vielleicht endlich ernsthaft zu denken geben. Besonders deshalb, da die letzten 4 Jahre im Grunde nichts unternommen wurde, um derartige Tier & Pflanzengifte erstens nicht mehr anzuwenden & zweitens sie zu verbieten, ja geradezu zu ächten – Punkt !


Pressemitteilung vom 9. Mai 2014 der Harvard-Universität über eine Studie zum Bienensterben. Aus dem Englischen ins deutsche übersetzt:

Harvard-Studie zur Erklärung der Rolle einer neuen Klasse von Pestiziden, die als Neonicotinoide bekannt sind und dem Nikotin ähneln, bei der Honeybee Colony Collapse Disorder:

Boston, MA – Zwei weit verbreitete Neonicotinoide – eine Klasse von Insektiziden – scheinen den Bienenvölkern im Winter, insbesondere in kälteren Wintern, erheblichen Schaden zuzufügen, so eine neue Studie der Harvard School of Public Health (HSPH).

Die Studie replizierte einen Befund aus der gleichen Forschungsgruppe aus dem Jahr 2012, der einen Zusammenhang zwischen niedrigen Dosen von Imidacloprid und der Colony Collapse Disorder (CCD) fand, bei dem Bienen ihre Bienenstöcke im Winter aufgeben und schließlich sterben. Die neue Studie ergab auch, dass niedrige Dosen eines zweiten Neonicotinoids, Clothianidin, den gleichen negativen Effekt hatten.

Obwohl andere Studien darauf hindeuten, dass die CCD-bedingte Mortalität in Honigbienenkolonien auf eine verringerte Resistenz von Bienen gegen Milben oder Parasiten infolge von Pestizidenexposition zurückzuführen ist, wurde in der neuen Studie festgestellt, dass Bienen in den CCD-Bienenstöcken nahezu identische Werte aufwiesen der Erregerbefall als Gruppe von Kontrollbienenstöcken, von denen die meisten den Winter überlebten.

Dieser Befund legt nahe, dass die Neonikotinoide bei Bienen einen anderen biologischen Mechanismus verursachen, der wiederum zu CCD führt.

„Wir haben in dieser Studie erneut gezeigt, dass Neonicotinoide höchstwahrscheinlich für die Auslösung von CCD in Bienenstöcken verantwortlich sind, die vor dem Einsetzen des Winters gesund waren“, sagte der Hauptautor Chensheng (Alex) Lu, Professor für Umweltbiologie an der HSPH.

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Film-Dokumentation von Filmemacher Markus Imhoof: „More than Honey“  „Bitterer Honig“ – auf die Suche nach den Ursachen des globalen Bienensterbens

Seit 2006 sind Honigbienen durch CCD erheblich geschwächt worden. Die Ursache zu bestimmen ist von entscheidender Bedeutung, um dieses Problem zu mildern, da Bienen bei etwa einem Drittel aller Kulturen weltweit Bestäuber sind.

Experten haben eine Reihe möglicher Ursachen in Betracht gezogen, darunter Erregerbefall, Imkereipraktiken und Pestizidexposition. Jüngste Ergebnisse, darunter eine Studie von Lu und Kollegen aus dem Jahr 2012, legen nahe, dass die CCD spezifisch mit Neonicotinoiden zusammenhängt, die die neurologischen Funktionen der Bienen beeinträchtigen können. Zu dieser Gruppe gehören Imidacloprid und Clothianidin.

Lu und seine Mitautoren der Imkervereinigung Worcester County untersuchten von Oktober 2012 bis April 2013 die Gesundheit von 18 Bienenvölkern an drei Standorten im Zentrum von Massachusetts. An jedem Standort trennten die Forscher sechs Kolonien in drei Gruppen – eine mit Imidacloprid behandelte Gruppe. eine mit Clothianidin und eine unbehandelte.

Die Größe aller Bienenvölker nahm zu Beginn des Winters stetig ab – typisch für Bienenstöcke während der kälteren Monate in Neu-England. Ab Januar 2013 begann die Bienenpopulation in den Kontrollkolonien erwartungsgemäß zuzunehmen, während die Populationen in den mit Neonicotinoid behandelten Bienenstöcken weiter abnahmen.

Bis April 2013 gingen 6 von 12 der mit Neonicotinoid behandelten Kolonien verloren, mit für CCD typischen verlassenen Bienenstöcken. Nur eine der Kontrollkolonien ging verloren – Tausende von toten Bienen wurden im Bienenstock gefunden – mit Symptomen eines gewöhnlichen Darmparasiten namens Nosema ceranae.


Während die 12 mit Pestizid behandelten Stöcke in der aktuellen Studie eine CCD-Sterblichkeitsrate von 50% aufwiesen, stellten die Autoren fest, dass Bienen in mit Pestizid behandelten Stöcke in ihrer Studie aus dem Jahr 2012 eine viel höhere CCD-Sterblichkeitsrate hatten – 94%.

Das frühere Bienensterben fand während des besonders kalten und langen Winters 2010-2011 im Zentrum von Massachusetts statt, was die Autoren zu Spekulationen veranlasste, dass kältere Temperaturen in Kombination mit Neonicotinoiden eine Rolle für die Schwere der CCD spielen könnten.

„Obwohl wir die Gültigkeit der Assoziation zwischen Neonikotinoiden und CCD in dieser Studie nachgewiesen haben, könnte die zukünftige Forschung dazu beitragen, den biologischen Mechanismus aufzuklären, der für die Verknüpfung subletaler Neonicotinoid-Expositionen mit CCD verantwortlich ist“, sagte Lu. „Hoffentlich können wir den anhaltenden Trend zum Honigbienenverlust umkehren.“

Das bedeutet letzten Endes:

„Subtödliche Exposition gegenüber Neonicotinoiden beeinträchtigte die Winterisierung (Überwinterung) der Honigbienen, bevor sie zu einer Störung der Kolonie und schlussendlich zum Kollaps führt.“

}}} Chensheng Lu, Kenneth M. Warchol, Richard A. Callahan, Bulletin of Insectology, Freitag, 9. Mai 2014 {{{


Zur vollständigen Harvard-Studie (englische) Sprache:

Subletale Exposition bei Neonicotinoiden beeinträchtigte Honigbienen

Die Studie erschien online am 9. Mai 2014 im Bulletin of Insectology. (www.bulletinofinsectology.org/pdfarticles/vol67-2014-125-130lu.pdf)


more-than-honey-buch
DAS BUCH ZUM FILM: „More Than Honey“
Geschrieben von MARKUS IMHOOF & CLAUS-PETER LIECKFELD


Und ? was denken Sie, werte Leser ? Sind es irgendwelche Viren, Parasiten oder Pestizide welche den Bienen zu schaffen machen ? Im Grunde lässt sich eine solche Fragestellung recht einfach beantworten. Indem man sich die Zeit mal genauer ansieht. Die Zeit ? Was hat denn die Zeit mit dem Bienensterben zu tun ?

Tja … die Zeit kann als Referenzpunkt hergenommen werden, seid wann es zu derartigen Phänomenen gekommen ist. Wenn sich eine Verschränkung beim Bienensterben & dem Parallelen verwenden von Neonicotinoiden Pestiziden finden lässt, dann lässt sich somit auch eine Ursache festmachen. Man kann natürlich noch weitere 100,000 Studien zusammentragen, um die Ursachen benennen und eingrenzen zu können.

Oder, man bedient sich der Logik und geht in der Zeitlinie zurück und sucht den Punkt, an dem derartige Pestizide erstmalig in großem Maßstab zur Anwendung gekommen sind. Erst wenn dieser Fixpunkt gefunden wurde, wann diese Gifte zur Anwendung gekommen sind, erst dann stimmt die natürliche Reihenfolge & Gesetzmäßigkeit von Ursache & Wirkung.

Und es lassen sich Maßnahmen ergreifen, die lediglich darin bestehen werden, die Ursache der ganzen Problematik aus dem Rennen zu nehmen. Sprich: Jene Gift nie wieder in die Umwelt bzw. Biodiversität der Erde gelangen zu lassen. 

Das ist alles.


© Alpha Rocking

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