Phase der Tiefe, des Friedens, Stille & Harmonie

Hallo liebe freunde …

In letzter zeit, so seid mehreren Wochen schon, ertappe ich mich immer wieder dabei, wie ich in eine besondere Community bei G+ zurückkehre, um in den einstigen Beiträgen von uns Mitgliedern zu blättern. Bisher hatte ich nur kein Wort drüber verloren, was ich heute gerne ändern möchte. Da ich mir die Gedanken, die damit verbunden sind gewissermaßen von der Seele schreiben möchte und auch muss.

Kein Wort darüber verloren, dass ich („hier“) bei G+ mitunter umher schleiche und mir ansehe, was wir vor Jahren alles für schöne Themen in dieser (einen besonderen) Community zusammengetragen hatten, uns darüber unterhalten haben &, ich denke, dass kann ich wirklich behaupten, auch viel gelacht haben. Vielmehr gelacht, als wir es momentan tun.

05.09.2018 (d
Es war & ist & wird immer die Community sein und bleiben, in der ich als allererstes überhaupt Mitglied wurde bei G+. Und noch heute freue ich mich, dass mich seinerzeit, als ich mich erst kurz zuvor bei G+ anmeldete, jemand gesehen und wahrgenommen hatte bei G+, mich überdies nicht nur sah und wahrnahm, sondern mir auch eine Community-Einladung zuschickte. Die ich mit Freude angenommen hatte.

Und heute, heute, etwa 3 Jahre später, werde ich melancholisch, denke ich an jene frühe Zeiten („hier“) bei G+ zurück – während ich durch die vielen schönen und Inhaltlich wertvollen Beiträge von einst blättere.

05.09.2018 (e

Etwas hat sich verändert, nicht nur („hier“) bei G+ sondern generell.


Die Zeiten, ja der gesamte Zeitgeist der uns Menschen umgibt, so kommt es mir vor &, ich denke, ich übertreibe auch nicht wenn ich die Gegenwart beschreibe, ist sehr viel unzufriedener, ruppiger, gleichgültiger – kurz: Allgemein viel negativer geworden als es eigentlich sein sollte. Als man sich dies damals hätte vorstellen können.

Ich möchte und werde allerdings nicht die ganzen, vielzähligen dinge aufzählen, die sich zum schlechteren entwickelten, dass kann jeder, der dies ließt für sich tun, da es nur ein rezitieren der Geschehnisse bedeuten würde. Und dazu ist mir hier & heute ganz einfach meine zeit zu schade noch hätte ich die lust dazu, all das aufzulisten, was ohnehin jeder die letzten Jahre mitbekommen haben sollte.

Melancholie – ja, dass ist eine passende Metapher wie auch von mir empfundene Stimmung heute, wenn man sich der Leichtigkeit vergangener tage erinnert, in der die Schwere der gesamten Welt-Geschehnisse, die es auch damals natürlich gegeben hatte, verglichen mit heute scheinbar besser aufgehoben war. Sie einem Menschen wie mir längst nicht so erdrückend auf´s Gemüt zu schlagen schien, nicht so, wie es seid einer ganzen weile schon der Fall ist.

05.09.2018 (b

Trübsinnig, voller Wehmut und dem eigenen kleinen Weltschmerz man sich also Jahre später an bessere tage erinnert, obschon man dies selbst ganz & gar nicht wollte, dass es einst dazu kommen würde.

Was hat man selbst denn getan, dazu beigetragen, dass es wie auch immer nur schlechter statt besser und heiterer wurde ? Hat man nur dagesessen und zugesehen, hat man nicht sehen, nicht wahrhaben wollen wohin sich die Welt entwickelt ? Es wäre alles richtig wie falsch, da man sowas nie hätte wissen – wenn überhaupt vielleicht hätte erahnen können.

Manchmal ist man eben schwermütig – und dieses mal bin ich es ganz gewiss auch zurecht, wobei ich noch die Möglichkeit & das glück habe wenigstens in dieser mir bekannten Community wann immer ich möchte vorbeizuschauen. Ich habe während etwa der letzten 5 Jahre ein ganzes Soziales Netzwerk den Bach runter und Offline gehen sehen, da es vielen der einstigen Mitglieder wohl und sehr wahrscheinlich sogar an ein wenig Melancholie, also einem nachdenklichen Unterton mangelte.

Mit dem verschwinden des Sozialen Netzwerks (welches seiner zeit einiges voraus hatte) verschwanden leider auch die netten Bekanntschaften die sich dort (nicht nur für mich) ergeben hatten. Für immer und unwiederbringlich.

Kleinigkeiten führen manchmal dazu, dass Tränen fließen können.

Schwermut, Trübsinn und Traurigkeit lösen eine einstige Fröhlichkeit ab.


Unsere heutige Gesellschaft hat für Rückzugsorte fast keinerlei raum mehr. Ein Melancholiker, der ins Grübeln gekommen ist, hat es in unserer Gesellschaft schwer, überhaupt noch wahrgenommen oder gehört zu werden. Auch wenn seine Worte und Appelle die Er / Sie an uns richtet besonderer Aufmerksamkeit bedürft hätten. Wie ein solcher Mensch und Journalist sowie Buchautor mit dem Namen Dirk C. Fleck, den ich persönlich sehr schätze, erst kürzlich in einem Artikel mit dem Titel „Die Lust am Untergang“ bewiesen hatte:

Zitat:

„Wir sind Teil einer einzigen und einzigartigen Welt.

Die Analyse der Umweltpolitik und des Umweltrechts eignet sich in ganz besonderer Weise, um den Misserfolg der herkömmlichen Denkweise zu belegen. Nirgendwo kommen gesellschaftlich verbindliche Normen und Werte so klar zum Ausdruck wie in den Programmen und Gesetzen staatlicher Umweltpolitik. Und nirgendwo spielen die wissenschaftlichen Erkenntnisse politisch eine so wichtige Rolle wie dort.

Unser gesamtes gesellschaftliches Verhalten wird durch Politik und Recht gesteuert. Wie dieses Steuerungssystem in Bezug auf den Umgang der Gesellschaft mit der Natur gestaltet ist, das heißt, wie es wissenschaftliche Daten und allgemeine Wertvorstellungen aufnimmt und verarbeitet, ist deshalb von schicksalhafter Bedeutung für uns alle.

Es sind die ideologischen Barrieren der bis zum heutigen Tage betriebenen Formen des Umweltschutzes, die erkannt und beiseite geräumt werden müssen.

Es geht darum, die Brille des alten Umweltschutzes, der eigentlich nur Menschenschutz bedeutet, abzunehmen und durch die Brille der ganzheitlichen Ökologie zu ersetzen.

Sie erst lässt uns erkennen, dass die Umwelt nichts ist, was außerhalb von uns existiert, sondern dass wir Teil einer einzigen und einzigartigen Welt sind.

Es ist schon ein erbärmliches Zeugnis, wenn man das den Menschen in Erinnerung bringen muss.

Weit vor unserer angeblich so aufgeklärten Zeit haben ganze Kulturen in dem Bewusstsein gelebt, dass alles Seiende beseelt ist. Die Pueblo-Indianer hatten nicht einmal ein Wort für Religion. Das ganze Leben war Religion für sie. Sie glaubten, wer Tiere und Pflanzen nicht achtet, verliert auch die Achtung vor den Menschen. So ist es ja auch gekommen“…

Zitat ende.

05.09.2018 (c


Die melancholisch anmutende Traurigkeit, welche aus dem erlebten resultiert, muss in unserer Gesellschaft, egal was passiert, durch Fröhlichkeit ersetzt werden. Auch wenn diese vermeintliche Fröhlichkeit nur noch geheuchelt und vorgegaukelt wird, Hauptsache die (Öffentlich) vorgegebene Marschrichtung kann, allen Anzeichen zum trotz die auf ein innehalten und Nachdenken hinweisen, beibehalten werden.

Eine negative, schlechte Stimmung die zum Ernsthaften Nachdenken anregen sollte (& nicht zu Depressiver Passivität) passt nicht mehr in das veröffentlichte, gesellschaftliche Weltbild. Heutzutage rennt die Mehrheit der Bürger (Weltweit versteht sich) welche sich größtenteils zu Zierfischen hat umdressieren lassen lieber schwungvoll und mit großer Freude bereitwillig in jede noch so Idiotisch herbeigeführte als auch vermeidbare Katastrophe. Gibt man ihnen einen Vorwand wie „politisch Korrekt“ noch umso leichter.

Die, die es sehen können was Grundlegend falsch läuft werden mitgerissen egal was sie denken noch einzuwenden haben und jene, die der Realen Welt längst entsagten geben hierbei den Tackt vor während sie Parallel dazu jeden Abgesang auf eine Intakte, heile Welt mittanzen. Nehmen sich überdies das recht raus, über die Köpfe der Mehrheit hinweg zu befinden, während die sogenannte Mehrheit meist in Jungfräulicher Ahnungslosigkeit nicht mal begriffen hat, dass überhaupt etwas entschieden wurde.

Den Melancholiker meiden – um sich nicht anstecken zu lassen, den Verschwörungstheoretiker meiden – um sich nicht mit seiner Sichtweise befassen zu müssen, oder am besten gleich die Realität leugnen wo es nur geht, um sich so der Konsequenzen entziehen zu können so gut es (noch) zu machen ist …

Es scheinen Symptome einer umgekehrt hedonistischen Adaptation (hedonistischer Tretmühle) zu sein, die viele, viel zu viele Menschen unserer Gesellschaft (und darüber hinaus natürlich) betreffen.

05.09.2018 (fDer Begriff „hedonistische Tretmühle“ (hedonic traedmill) beschreibt hierbei einen Gewöhnungseffekt, der nach positiven und negativen Ereignissen erlebt wird und bei dem sich das Glückserleben auf ein relativ stabiles Ausgangsniveau – nach Erleben dieser Erfahrungen – wieder einpendelt.

Nur das es hierbei um mehr geht als ein Glückserleben oder wohlfühlen das sich auf „Grund-Niveau“ abschwächt bzw. dort als eine art von Basis-Niveau hat einpendeln können, als vielmehr darum, so interpretiere ich dies, dass die Menschen sich auf einen Gewöhnungseffekt der vom verdrängen realer dinge herrührt, eingependelt haben. Und damit recht gut gelernt haben zu leben oder umzugehen.

Allerdings ist ohne das Prinzip der hedonistische Tretmühle z.B. ein Ausbeuterischer Kapitalismus kaum vorstellbar, da die Sucht nach materiellen Gütern (relativ) kurzzeitig jene Glückshormone ausschüttet die dieses gesamte Höllen-System erst schafft am laufen zu halten.

Wenn sich hingegen über die Konsequenzen klar gemacht werden soll, verhält es sich Äquivalent hierzu – und die Menschen beginnen sich im Gewöhnungseffekt des Verdrängens einzurichten. Ob sie sich dessen Bewusst sind oder nicht.


„Wir dürfen uns von den schönen (materiellen) Dingen nicht abhängig machen (lassen).“

„Und wir dürfen uns ebenso nicht davon abhängig machen, unschönes zu verdrängen.“


Ich weiß nicht ob ich hier bereits Ratschläge gebe, oder nicht, ob ich feststelle oder nicht und es spielt im Grunde auch gar keine rolle. Ich will weder alle denkbaren Ursachen nennen oder Lösungen hierfür anbieten noch würde ich mir anmaßen es zu können. Natürlich auch aus der einfachen Überlegung heraus, da ich es anderen Menschen schlecht abnehmen kann, sich hierzu selbst eigenen Gedanken zu machen.

Die Ergebnisse, die hierbei erdacht werden, sollten wiederum nicht zum Konsens-Fanatismus führen, welche Lösungen erzwingen wollen. Lösungen müssen stets der Logik folgen und sich durch die Zuhilfenahme der Logik auf natürliche weise ergeben. Wie Ergebnisse der Logik folgend wünschenswert aussehen können, kann uns dieser Mensch kurz zeigen:

B. Fuller


Wenn ich aber jemanden die Tarnkappe vom Gesicht habe reißen können hinter der die eigenen Taten und Bequemlichkeiten gern versteckt werden, wenn ich aber jemanden erreicht habe, der sich lieber zurückzieht, wenn der „Druck“ zunimmt und die eigene Charakterstärke gefordert ist – und wenn ich jemanden erreicht habe, der gerne Konflikten ausweicht, anstatt sie aus zutragen, dann, so gebe ich zu, war dies absichtlich – jedoch nicht Bößwillig.

05.09.2018 (gAbsichtlich dahingehend, um auch andere an ihren (ganz Intimen) Rückzugsort zu erinnern, der ihnen einem Raum gibt wieder einen Gang zurückzuschalten um zum stillen, aber präzisen Beobachten zurückzufinden, und um all die dinge, die falsch laufen neu ordnen zu können.

Ob sich nun im Digitalen raum oder anderswo daran zurückerinnert wird spielt hierbei keine rolle. Dieser „Ort“ kann sich überall befinden, zu allererst jedoch in der Bereitschaft in finden zu wollen.

Wie ist das gemeint ?

Ein nur kurzzeitiger Rückzug ermöglicht eine klare Sicht auf viele Dinge und verschafft eine bewusste Wahrnehmung der eigenen Empfindungen und auch die anderer Menschen. Der Bewusste Mensch (in nachdenklicher Stimmung) kann somit selbst von einem vorübergehenden Trübsinn profitieren.

Phasen von Unglück, Trübsinn, Schwermut, Kummer und Traurigkeit schaffen Raum für Neues und lernen uns, die kleinen und großen Probleme in der Welt zu verstehen. Sie schaffen zudem eine Neuinterpretation der eigenen Beziehung zum Partner – und ganz wichtig: zu anderen Menschen- kurz: unserer Umwelt.

Die freie Zeit eignet sich zur Ruhe und Gelassenheit. Vielleicht können sie dazu beitragen, etwas Neues zu beginnen oder etwas aus der Vergangenheit neu zu beleben. Melancholie trägt dazu bei, Gedanken und Gefühle auszudrücken. Sie schafft Ausgleich und Entspannung und versteht sich als Phase voller Tiefe, Kreativität, Frieden, Stille und Harmonie.

Und nur wer diesen eigenen Phasen voller Schwermut, Trübsinn & auch Traurigkeit seinen Raum lässt, kann dazu beitragen, dass sich die vielen, vielen dinge, die außer Lot geraten sind, zum Guten, zum Positiven verändern lassen – die bisher unverändert blieben.


Namasté

Mein ganz besonderer Dank gilt der Community:

„Unser Universum“

&

Natürlich auch allen Mitgliedern:

Lydia, Geri Freki, Schwester Hildegard, Mara, Per‘ aa Stardust, Winfried Schulz, Sunny11a, Andreas Hansl & Dresch Mäher. 🙂✨🙂


© Alpha Rocking


Groj – Hedonic Treadmill

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