Pflicht, Moral & Menschenbrei

Diese Gesellschaft schafft es noch, einem ein gesichtsloses Gesicht zu verpassen. Man soll überhaupt keine Grafik mehr sein, man soll Menschenbrei sein, völlig durch-Demokratisiert und ideologisiert.

Eine Mischung aus Konsensfanatismus einerseits und die oft unausweichliche – aber doch hoffnungsvolle flucht, hin zu besseren Zeiten andererseits, ist kein Rezept dafür, sich seine Grafik, seine Menschlichkeit zu bewahren. Es ist ein Kampf. Ein knallharter Kampf, bei dem der Markt bestimmt, dass jeder bekommt, was er „verdient“.

Man wird sofort mitgeschleift, wenn man sich dessen nicht besinnt, von irgendwelchen Formfleischmenschen, die diesen gemachten Fehler längst hinter sich gelassen haben. Und sich die breite Masse nennt. Sich dabei moralisch gerne selbst überhöht, im recht glaubt, obschon sich Moral noch nie durch die summe seiner zahlreichen Mitläufer definierte, sondern vielmehr durch die Zuhilfenahme der Logik und der Vernunft ohne dabei solche subjektiven Werte wie Ideologien oder Weltanschauungen zu berücksichtigen.

Sie, die breite Masse, tanzt bereits wie von selbst nach der Global eingetakteten Musik eines Welt-gleichgeschalteten Menschen, dessen kleinster gemeinsamer Nenner nicht mehr sein dürfte wie die Mitmachbereitschaft aller anderen.

Wenn dann diese Ja-Sagenden Mitläufer von Moral reden, sie für sich beanspruchen, wird es, höflich Formuliert, Interessant. Wichtig wäre nach Kant demnach immer nur die Befolgung der Pflicht ! Der Wert einer moralischen Handlung liegt somit nicht in der Wirkung, oder den Beweggründen, sondern einzig und allein in der Befolgung der Pflichten.

Pflichtmäßig, so Kant, sind alle Handlungen, die man ausführt, um ein Ziel zu erreichen. Sei es um Genus zu erlangen oder aber wie im kantschen Beispiel des Kaufmanns für alle Kunden den gleichen Preis zu verlangen um den guten Ruf des Geschäftes zu festigen.

Auch Hilfe für Andere und Bedürftige, die mit dem Hintergedanken gegeben wird, später dafür einmal belohnt zu werden oder gar dafür in den Himmel zu kommen, sind pflichtgemäß und somit moralisch nicht gut.

Nur eine Handlung aus Pflicht ist moralisch gut. Das heißt, eine Handlung muss ohne Absicht, Zweck oder Ansicht des Objektes nur aus Pflicht geschehen – und schon gar nicht kann sie aus einer sich selbst überhöht glaubenden moralischen Motivation heraus geschehen. Meine Damen und Herren, um Moralisch richtig zu handeln benötigt man keine wie auch immer aussehende besondere Motivation. Auch dann nicht, wenn sie mit der Veröffentlichten Meinung, transportiert durch die Mainstreammedien- also die der Masse umherreist.

Ich gebe es zu – dass ist schon etwas verwirrend. Jedoch lässt es sich leichter verstehen, wenn wir uns mal die mit genannte Pflicht genauer ansehen. Die Pflicht des Staates zum beispiel mit unseren erarbeiteten Steuergeldern ordentlich umzugehen. Hier lässt sich die Kombination von Pflicht und Moral besonders gut und nachvollziehbar veranschaulichen – und in welchem Widerspruch sie zueinander stehen:

„In unserem Rechtsstaat ist es strafbar, wenn Menschen Teile ihrer selbst erwirtschafteten Arbeitskraft der Besteuerung »entziehen« und daher – so wird uns der Straftatbestand begründet – das Gemeinwohl geschädigt wird.

Stetigst ist zu hören, dass »Geld fehlt« und dass immer größere Teile des Einkommens und des gesparten Vermögens zur Besteuerung herangezogen werden müssen, um den Staat und dessen »Leistungen« zu finanzieren.

Bis zum heutigen Tage jedoch wird es nicht geahndet, wenn »Volksverteter« es sich anmaßen, mit der erarbeiteten Leistung von Millionen von Menschen unachtsam und respektlos verschwenderisch umzugehen.

Es wird nicht bestraft, dass das Geld anderer Menschen dazu mißbraucht wird, Projekte durchzuführen, die entweder von vornherein zum Scheitern verurteilt sind oder so diletantisch umgesetzt werden, wie dies wohl nur möglich ist, wenn es nicht um das eigene Geld geht.“

Pflicht & Moral widersprechen sich in diesem Beispiel nicht nur auf heftigste weise, sondern werden schlicht und einfach missachtet. Inwieweit das missachten dem Bürger gegenüber noch mit moralischer Vorgehensweise erklärt werden kann, oder wie die politischen Bestrebungen die zu solch einer Praxis führen mit dem Pflichtbewusstsein der Politik gegenüber dem Bürger erklärt werden soll, kann sich jeder denken, der bei Moral weiß was damit gemeint ist.

Denn so schwer, ist das mit der Moral & der Pflicht nicht zu verstehen.

Lasst Euch, liebe Menschen nicht zu Zierfischen umdressieren, widersprecht, und zwar Versachlicht. Nur so wird sich dieser Weg, der sich zu einem Kreisverkehr voller Einbahnstraßen um unsere natürliche Lebensweise Betoniert hat, in Zukunft zu durchbrechen sein.

Auf der kritischen Seite zu irren, ist allemal gesellschaftlich gesünder, als vorhandene Probleme schönfärberisch kleinzureden.
– Thilo Sarrazin –


Was moralisch falsch ist, kann gar nicht politisch richtig sein.

 – William Ewart Gladstone –


Doppel-Moral ist keine doppelte, sondern nur die halbe Moral.

  – Helmut Glaßl (*1950), Thüringer Aphoristiker –


Namasté

© Alpha Rocking

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2 Kommentare zu „Pflicht, Moral & Menschenbrei

Gib deinen ab

  1. Gespräch mit einem Psychophaten.
    Er: Schmeißt etwas auf den Tisch und tut dann geschäftig desinteressiert, dich aus dem Augenwinkel aber genau beobachtend, wie sie jetzt reagiert. Er setzt sich bald auch an den Tisch und achtet nicht mehr darauf?

    Sie denkt sich noch gar nichts, denn für sie kann es viele Gründe haben, warum er da etwas hin legte.

    es dauert noch, bis sie den Tisch abgeräumt haben möchte und fragt :ihn ruhig gelassen: „Kann man das woanders hinlegen“?

    Jetzt braust er auf wird ganz hektisch, hysterisch: „ja gut, ich kann es ja wieder mitnehmen . ICHHABM ir Gedanken gemacht., Ich hab gedacht es wird dich freuen. Ich kann eben nichts richtig machen. Ich weis gar nicht was du von mir willst. Ich bin doch bloß ein armer Irrer für dich –er verfällt langsam in ein Sprechen mit Unterton eines eines hilflosen Kindes, das es den Erwachsenen nicht Recht machen kann, weil die furchtbares von ihm verlangen.

    Sie unterbricht ihn erschrocken : „Woher nimmst du das alles, wenn ich dich nur darum bitte den Tisch frei zu machen, weil ich ihn nicht dauerhaft als Ablageplatz sehen möchte? Warum gibst du es mir nicht einfach in die Hand. Warum legst du es so weit weg von mir .
    Sie hat jetzt gar keine Ambitionen mehr noch wissen zu wollen, was er da für sie hat, sondern fühlt sich mies , ungerecht behandelt.

    Er schubbst den Gegenstand in der Einkaufstüte über den Tisch, das er nun genau auf Armlänge von ihr weg ist .

    ER stöhnt übertrieben : “ Da hast du – Kommst du wohl jetzt dran! Mensch bei dir weis man nie wie es gerade richtig ist, denn du willst nie was von mir annehmen. Nichts ist richtig für dich und mit gar nichts kann man dir eine Freude machen.
    ER braust jetzt selbstgerecht auf : „Das hab ich doch überhaupt nicht nötig. Ich reiße mir den Arsch für dich auf und du hast immer nur was zu meckern.

    Jetzt reicht es ihr und sie wird laut: „Mann bleib bei der Sache ! Du bastelst hier gerade zig Kriegsschauplätze, die alle nichts damit zu tun haben, ob du mir ein Geschenk auch als Geschenk fähig bist zu geben.

    Sie wird lautstark mit den gleichen umformulierten Inhalten unterbrochen .

    In diesem Stil geht das noch lange weiter, bis sie erschöpf weint , weil es ganz egal ist, wie und was sie sagt. Sie ist ihm bald deutlich, weil sie sie sich zu wehren hat überlegen , legt Argumente Vor, verweist auf Regeln des Umgans miteinanader, auf Emphatie, Mitgefühl. DAS hat er alles nicht, denn er befindet sich in seinem ganz eigenen Film, wo er er schlecht behandelte kleine Junge die Hauptrolle spielt und als Mann verkleidet ist.

    Sie wird ihn immer an seine Mutter erinnern, die ihn der Lehrerin Vorführte, die dann vor der ganzen Klasse meinte, das er ein ganz lieber sei. Und die Mutter fragte die Bestätigung ab, ob sie ihn gut hinbekommen hätte. Er war gezwungen worden der Lehrerin Blumen aus dem Garten bringen.und war dafür einerseits ewig ausgelacht worden und anderseits in der Familie immer wieder wieder vorgeführt worden.

    Es geht aber noch weiter, denn er hatte einen Vater der mit der vergewaltigten Mutter nicht umgehen konnte, als er selbst mit seinen Kriegserlebnissen mit Hilfe von Alkohol versuchte fertig zu werden.
    Der wollte der Frau nicht weh tun und floh dann immer aus den Familienwochenenden im Sc hrebergarten. Der kleine sah Mutter Weinen und eilte dann aber seinem Vorbild nach ihn zu trösten.

    Dieses Scenario baut er immer wieder nach (Manipulation, Lügen, ect).Er rächt sich an der Mutter und flüchtet Mutter bestrafend . DAS sind seine einzigen Handlungswerkzeuge.

    Er macht nun alles dafür, in den gleichen unglücklichen Zustand seiner Kindheit zu gelangen. Aber diesmal rächt er sich , wehrt er sich

    Mit diesem Mann über Werte , über Moral zu reden ist vollkommen Aussichtslos. Ganz egal welche Klugen Köpfe dazu was zu sagen haben.Man wird immer irgendwas sagen, das ihn das Jetzt durch seine Kindheitserlebnisbrille sehen lässt. Er ist also entweder überangepasst lieb oder erbarmungslos zuschlagend , egal wem gegenüber.

    Anderer Fall, etwas Politischer :

    A Erzählt einer Frau in trauriger Tonart auf die Frage hin, was sie in der Zeit, als man sich nicht sah neues geschehen sei :
    “ Es ist mächtig mich erschütterndes passiert, das ich noch nicht vedaut habe“

    B:“Och das gönne ich ihnen aber nun nicht, wo sie doch gerade jetzt mal endlich wieder was Schönes erleben sollten —– na ich höre, erzählen sie Mal“

    A: Ich war Sonntags Nachmittags unterwegs und wurde von 4 Schwarzen angefallen… SCHNITT AUFGEREGTE UNTERBRECHUNG

    B: Wild gestikulierend aufbrausend: „Also wenn ich das schon höre !! GERADE SIE müssten doch shr genau wissen, das am Schlimmsten die Deutschen sind , wo sie doch von Deutschen Missbraucht wurden.

    A Es war EINER !

    B: trotzdem wissen sie es doch, das die am schlimmsten sind. Mich hat auch mal einer auf der Strasse angegraben , aber ich hatte damals schon Asiate Kampfsporttechniken gelernt und ich hab den alten Sack zusammen geschlagen. DER hat wahrscheinlich nie wieder eine junge Frau im Suff angebaggert. Ich bin seitdem ganz cool im Umgang mit den Typen, die alle meinen, man sei als Frau freiwild- Aber mit mir nicht ! Alks sie sich ausgetobt hatte saß B noch trauriger da, den sie hatte anstatt Kampfsport zu lernen , gelernt ihr erstes mieses Erlebnis nicht oauschal allen Männern der Welt anzuhängen und schaffte das in den Augen dieser Frau viel zu gut .

    Sie machte einen Aufstand, als sei nun A ihr erklärter Feind , den es um jeden Preis gilt auszuschalten.

    In ihren Augen war sie die Kranke , die jetzt nicht mehr kampflustig gegen alle Männer war, weil sie glaubte, es seien alles Täter.Also noch ein weterer Kriegsschauplatz, die Rassismusunterstellung, weil angeblich A Deutsche Täter rein halten wollte und angeblich ersatzweise nun hier versuchte die Afrikaner schlecht zu machen .

    Stimmt ganz und gar nicht und B hat keine Ahnung davon zu welcher Größe sie sich aufschwingen könnte , würde sie ihr Leid wirklich ansehen und da hinaus durch lernen zu wachsen. Sie kommt also nie über den Moment hinweg, den ich als ihre erste Reaktion oben beschreibe.. Man lernst nicht zu schwimmen indem man immer wieder absäuft und Schuldige dafür findet. Die rennen sich so nur irgendwann tot, schieben heimlich ihre Depressionen wenn sie nicht wild agieren können.

    Solche stellen intelligent Regeln auf, kennen Literatur aber wehe dem…Sie halten sich nicht an eigene Regeln.
    Und da kommen wir denen mit Moral, Sitte ??

    A wusste nun deutlich sichtbar das sie ihr Gegenüber getriggert hatte, die nun wie eine Jugendliche, die sie damals war aufschäumte,also hoch emotional reagierte.

    Da gibt es kein Zuhören und schon gar kein Verständnis oder Mitgefühl und Trost ect, was der gesunde Mensch dann eben alles in seinem emotionalen Schatzkästchen hat.

    Solche Leute brauchen dann erst mal deine sich sachte einfühlende Anteilnahme :-(((

    DAS dauert Jahre pro Heilungsprozess, selbst bei willigen.

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    1. HSP – Hoch-Sensible-Personen & jene, die von Sensibel noch nie etwas gehört zu haben scheinen … klar, dass es da dazwischen anfängt Unstimmigkeiten zu geben …

      Interessieren tut es aber nur die HSP´s … der Rest scheint mit sich selbst schon Überfordert. 😦

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