Genitalverstümmelung in 572 Fällen im Jahr 2016 alleine in Hessen

Alleine für das Jahr 2016 erfassten Ärzte / Krankenhäuser / Frauenärzte usw. in Hessen 572 Fälle von Genitalverstümmelung bei gesetzlich kranken versicherten Frauen und Mädchen. Diese Fakten können wir der Antwort des Sozialministeriums in Wiesbaden auf eine Kleine Anfrage der SPD-Landtagsfraktion entnehmen. Nicht mit erfasst wurden allerdings die Dunkelziffer-zahlen – somit wurden lediglich die Fälle von Genitalverstümmelung erfasst die überdies durch teils zufällige Kenntniserlangung der jeweiligen Ärzte z.B. im Rahmen des § 21 Krankenhausentgeltgesetzes erhobenen wurden.

Heißt konkret:

Dass die Dunkelziffer von Genitalverstümmelung vermutlich (mit Sicherheit) deutlich darüber liegt. Dem Ministerium zufolge werden in der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen nur Daten der gesetzlich Versicherten erfasst – sofern sie ein Arzt erkannt und auch notiert hat. Fälle von Frauen oder Mädchen die z.B. im Zuge der „Flüchtlings“-Welle betroffen sind, können hingegen EU-weit mit etwa 500.000 Opfern beziffert / geschätzt werden, Deutschlandweit mit rund 30.000 – 50.000 Frauen und Mädchen sowie weiteren 5.000 die in Deutschland als von Genitalverstümmelung bedroht gelten.

„Nach Berichten des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen UNICEF sind bereits rund 200 Millionen Frauen und Mädchen weltweit Opfer von Genitalverstümmelung geworden. Jährlich wächst die Zahl der Betroffenen um weitere drei Millionen. Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation sterben 25 Prozent der Mädchen und Frauen während des Eingriffs oder an dessen Folgen. Die Hälfte der Opfer lebt nach Aussagen von UNICEF in Ägypten, Äthiopien und Indonesien. Das Land mit der höchsten Rate ist Somalia. Dort sind 98 Prozent aller Frauen zwischen 15 und 49 Jahren betroffen.“

Hinzukommt, dass trotz dieser erschreckenden Konzentration der Fälle auf dem afrikanischen Kontinent Genitalverstümmelungen auch in Europa ein größer werdendes Problem sind. „Zuwanderer“ aus Ländern in denen Genitalverstümmelungen grausame Tradition sind, lassen z.B. ihre Töchter während eines Urlaubs in der Heimat beschneiden.

§216a StGB / § 226a StGB

Polizeiliche Kriminalstatistik ? Nein, dort werden fälle von Genitalverstümmelung nicht erfasst. Genitalverstümmelung fällt somit unter den Oberbegriff der Körperverletzung. Was dazu führt, dass zur Anzahl oder Herkunft der betroffenen Frauen / Mädchen bisher keine Präzisen angaben gemacht werden können. Allerdings bzw. immerhin wurde 2013 mit dem §216a StGB (Verstümmelung weiblicher Genitalien) ein eigener Straftatbestand geschaffen, indem formuliert wurde, dass alleine der Versuch bereits strafbar ist. Damit nicht genug; nach einem Beschluss des Deutschen Bundestages aus dem Frühjahr 2017 kann laut §7 Absatz 1 Nummer 11 des Passgesetzes die Ausstellung versagt werden, wenn der Antragsteller eine Genitalverstümmelung im Ausland vornehmen will oder die Handlung durch Dritte veranlässt oder veranlassen will.

Nochmal, dass mit dem Pass muss man erst mal richtig verstehen:

„Und wer die Tochter im Ausland beschneiden lässt, soll seinen Pass verlieren.“

 … Diesen Satz sollte man sich wahrlich auf der Zunge zergehen lassen !!!

Was sich in der Praxis sehr schwierig erweisen dürfte, da es ja mittlerweile die Problematik gibt, die die sogenannten „Flüchtlinge“ mit ihre Sorge um ihre Echten Papiere verknüpft. Ein Papiertiger ? Dieses Pass-Gesetz ???

Den betroffenen Frauen und Mädchen wird so ein Blödsinn, so gut er auch gemeint sein mag, nicht helfen können. Man kann ja schließlich auch mal Urlaub im Heimatland machen und bei der Gelegenheit gleich zwei dinge „nebenbei“ erledigen. Zum einen kann die Menschenverachtende Tradition der Beschneidung „Gepflegt“ werden, zum anderen die vergleichsweise junge Tradition die das verschwinden von Ausweiß-papieren kennzeichnet. Es wird ja ohnehin neue Papiere geben, sollte man nach ende der Urlaubszeit zurück „Flüchten“ wollen – zur not auch mit einer neuen Identität.

Daniela Sommer, stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion im hessischen Landtag, kritisierte zudem meiner Meinung nach völlig zurecht, dass es unzureichend wäre, medizinische Maßnahmen, welche den Betroffenen Frauen und Mädchen ihr leid lindern könnten, von der Vorlage einer Asylberechtigung abhängig zu machen. Somit können z.B. derzeit nur Operationen von den Krankenkassen übernommen werden, wenn die Asylberechtigung nachweißbar ist.

Im Grunde ist diese Regelung auch korrekt, da sie dem Medizinischen gratis „Tourismus“ in unser Land vorbeugt. Wenn aber Frauen gegen ihren willen schwerst Misshandelt werden, dann denke ich, sollte man an der stelle so gut und unkompliziert es geht, helfen.

Also:

Circa 90 Prozent der Mädchen und Frauen in Ländern wie Ägypten, Dschibuti, Guinea, Sierra Leone, Somalia und Nordsudan sollen demnach beschnitten sein – und davon bedroht sind sie ohnehin. Mit der „Flüchtlings“-welle kam dann das Problem nach Europa und auch nach Deutschland. Beschneidungen sind ein Verbrechen, dass nicht nur durch internationale Resolutionen verboten ist, sondern eben auch explizit durch Paragraf 226a Strafgesetzbuch.

 

(1) Wer die äußeren Genitalien einer weiblichen Person verstümmelt, wird mit Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr bestraft.

(2) In minder schweren Fällen ist auf Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren zu erkennen.


Ich frage mich ja schon, ob das den Willkommens-Bahnhof-Klatschern-„Gut“-menschen eigentlich klar ist, was sich hier im Land und Europa mittlerweile für Problematiken zusammenbrauen ? Wollt ihr demgegenüber Tolerant sein und Menschenrecht widrige  Traditionen hinnehmen ?

Oder ist es nicht zwingend an der Zeit, die Rosarote Brille abzunehmen und sich mit der Realität auseinanderzusetzen ? Auch ihr könnt vor derartigen Zuständen NICHT die Augen verschließen, welche es in unserer Zivilisierten Kultur gar nicht geben würde !


© Alpha Rocking

Quellenangaben:

>Kleine Anfrage der Fraktion der CDU

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3 Kommentare zu „Genitalverstümmelung in 572 Fällen im Jahr 2016 alleine in Hessen

Gib deinen ab

  1. Es kotzt mich an, wie sich sorgen. Ein deutsches Kind das noch zu klein in der Familie gefickt wird/wurde und wo unter dem Deckmantel des Familienschutz keine Hilfe von der Polizei bekam ist u.u auch Genitalverstümmelt (lebenslängliche Inkontinenz) Und dafür wird es dann noch ausgelacht, darf die Kosten dafür selbst tragen oder sich in Arzthände geben, die zwar gut verdienen, aber diese Frau dann voll Pillen stopfen. Nebenwirkung Dauermüdigkeit und Lustlosigkeit .

    Ist eben nebenbei so passiert. Und was nicht so doll blutet ist auch nicht so schlimm:-((

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  2. Man sehe sich nur den Markt mit Inkontinenzprodukten mal genauer an und versuche sich auszurechnen, wer das wohl alles kauft .Und dabei bekommt eine bei YouTube zu sehende Rollstuhlfahrerin gerade mal 2 Inkontinenz Slips/pro Tag bewilligt. Mind 4 wären nötig, damit sie sich stets frisch fühlen darf.

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