Schon „unzählige Male“: Muslimische Demonstrationen gegen Terror beim DITIB

Ja – richtig gelesen !

Beim Islam-Verein DITIB in Deutschland gab es, um zu zeigen, dass man sich von den Gewalttätern und ihren Taten (Terroranschläge mit radikal-islamistischen Hintergrund) nicht vereinnahmen lassen wird und will, bislang „unzählige Male schon muslimische (gegen)Demonstrationen.“ Wenngleich sie sich wenn dann auf öffentliche Stellungnahmen, öffentliche Gebete oder dergleichen bezogen, nicht aber auf Reale Demonstrationen. Und nur darum geht es hier.

Und nein, habe ich nicht ! Nur für den Fall, dass nun jemand die Frage an mich richtet ob ich einen zuviel Getrunken habe oder dergleichen, sodass ich nun ausgerechnet so etwas unglaubliches behaupte … immerhin gibt es diese aussage Schwarz auf Weiß auf der Webseite des DITIB – Deutschland als Pressemeldung nachzulesen. (Weblink am Textende)

So können wir dem Artikel des DITIB vom 14.06.2017 entnehmen:

„Das es dem DITIB ein wichtiges Anliegen ist, gemeinsame und starke Zeichen gegen den Terrorismus zu setzen. In dieser Frage handeln wir allein im Sinne der Muslime – alles andere wäre zu kurz oder egoistisch gedacht“.

Also das klingt ja hervorragend, was da vom DITIB-Islam-Verein in Deutschland mitgeteilt wurde …

Und natürlich berücksichtigt man beim DITIB-Islam-Verein in Deutschland auch:

„Den Aspekt des Gemeinsamen, weil ein Zeichen gegen den Terror zu setzen, ist eine Aufforderung an die gesamte Gesellschaft, die darin sozusagen „Gesamtschuldner“ ist“.

Bravissimo !

Und weiter heißt es:

„Hier pflichten wir der Grünen-Spitzenkandidatin Frau Göring-Eckardt bei: „Das ist keine Frage, die Muslime allein unter sich zu klären hätten“ – denn wir tragen gemeinsam Verantwortung!

Dies war zu unserer Demonstration gegen Terror 2004 mit über 25.000 Teilnehmern genauso wichtig wie heute“.

DIE(se) eine Demonstration gegen den Terror aus dem Jahre anno 2004 – ja richtig ! Denn selbst die Geschichte vergisst man beim DITIB niemals, wenn es darum geht „Den Aspekt des Gemeinsamen“ mit „Argumenten“ zu Untermauern.

So langsam muss ich aufpassen, dass mir nicht noch selbst schlecht wird von dem was ich hier schreibe, denn in Wirklichkeit kann von dem was hier so hervorragend  vorgetragen & Formuliert wurde, bei genauerer Betrachtung, keine rede mehr sein.

Zuerst sollte mal festgehalten werden das der DITIB-Islam-Verein seine aussage von: „unzählige Male schon muslimische Demonstrationen“ mit einem einzigen Beispiel einer tatsächlich stattgefundenen Demonstration Korrigieren müsste. Und zwar jener Demonstration in Köln an einem  Sonntag, den 21. November 2004. 

Richtig ist immerhin das sich zu dieser Demonstration im Jahre 2004 gut 25000 Menschen versammelt hatten. Ob sie nun allesamt Muslime waren, oder nicht, kann man getrost als die frage bezeichnen die es auch ist, denn eine Demonstration wird anhand der Gesamt-teilnehmer bemessen & nicht etwa anhand dessen wie viele Menschen einer bestimmten Religion (Ideologie) vor Ort waren.

Auch wird sich wahrscheinlich niemand die mühe gemacht haben etwa alle 25000 Menschen zu befragen, weswegen genau sie denn vor Ort waren noch wessen „Glauben“ sie angehörten. Leider ist es doch so, dass auch viele Menschen einfach nur Mitlatschen, völlig unabhängig vom jeweiligen Motto einer Demo.

Allerdings war es damals sogar der DITIB selbst, der zur Demonstration aufgerufen hatte. Ich kenne beispiele jüngeren Datums (der Juni 2017 fällt mir da ein) da hätte ich mir sowas gewünscht, also das der DITIB zu einer Demo aufruft (bzw. überhaupt willens ist mitzumachen) mit dem Ziel & der Nachricht, sich so klar gegen die radikale islamische Auslegung zu Positionieren.

Auch hatten Politiker schon seit vielen, vielen Jahren & von nahezu allen Parteien vor einer Ausgrenzung von Moslems gewarnt, forderten diese aber gleichzeitig auf, sich besser in die deutsche Gesellschaft zu integrieren.

Wobei man heutzutage eher zu hören bekommt, wir, also die nicht-Muslime sollten bei der Integration nachhelfen und versuchen zu „Integrieren.“ Wenn es also auf der einen Seite nicht funktionieren will, nimmt man eben die andere Seite in die Pflicht – bzw. versucht es jedenfalls. Genauso gut kann man den Bock zum Gärtner versuchen zu machen, die Ergebnisse werden indes wohl dieselben sein. Wobei man scheitern kaum als ein Ergebnis bezeichnen kann.

Bei allem wohlwollenden gemache diesbezüglich wird leider nur zu gern vergessen, dass das Buch der Bücher in seinen „Präambeln“ ja schon festgelegt hat, vor ca. vierzehn hundert Jahren, dass es einer „Reformation“ oder Modernisierung nicht zum „Opfer“ fallen darf – wie also bitte sollen sich die Muslime dann klar Positionieren können, ohne Gefahr zu laufen, möglicherweise dafür geächtet zu werden ?

Naja, soviel dazu …

Viel Interessanter wird es allerdings, wenn man sich wieder dem Artikel des DITIB vom 14.06.2017 zuwendet, denn, was der DITIB einst für eine Position vertreten haben muss und dem, wie er sich heute bei dem Thema einer Gemeinsamen Demo gegen den (radikalen Islamistischen) Terror Positioniert, gibt es Unterschiede wie sie größer gar nicht sein könnten.

So bezieht sich die Formulierung: „unzählige Male muslimische Demonstrationen“ einzig und alleine auf öffentliche Stellungnahmen, öffentlichen Gebete und Meldungen zu den mittlerweile unzähligen Terrorakten welche unter anderem auf der eigenen Webseite veröffentlicht wurden und werden. (Ich berichtete dazu). Es ist also in keinster weise eine Reale Demonstration (hier in Deutschland schon gar nicht) gemeint die über das veröffentlichen von Pressemeldungen einerseits und dem Gebeten in den Moscheen andererseits hinausgehen würde. Naja, gut, bis auf die EINE Demo im Jahre 2004 vielleicht …

Desweiteren  hätte man seitens des DITIB sowieso erst mal vom Veranstalter einer / dieser Demo in Köln (2017), notwendige Vorgespräche erwartet. So hätte man dem Veranstalter oder den betreffenden Personen auch erklären können, Zitat:

„Das am 22. Tag des Ramadan, an dem in Köln von 3:47 Uhr bis 21:55 Uhr gefastet, also nichts gegessen und getrunken wird, es den fastenden Muslimen schlichtweg nicht zumutbar ist, stundenlang in der prallen Mittagssonne bei 25°C zu marschieren und demonstrieren“.

Außerdem sei man der Ansicht beim DITIB, Zitat:

„Muslime sind darüber hinaus keine Verhandlungsmasse, die sich nach Belieben hierhin oder dorthin zitieren lässt – die DITIB hätte sich statt Ansprache über die Medien zumindest Gespräche im Vorfeld gewünscht“.

Im nächsten Absatz wird natürlich auch Kritisiert, dass, Zitat:

„Die Initiative entweder zu kurz gedacht war oder vordergründig um eine mediale und politische Effekthascherei bemüht, und nicht etwa, wie behauptet, um die Bedürfnisse und Wünsche der Muslime.

Öffentlich wirksame Aktionen begrüßen wir, lehnen jedoch die Art und Weise, wie dieser angekündigte Marsch organisiert wurde, ab.

Diese Form ist eine öffentliche Vereinnahmung und Instrumentalisierung“.

Man muss sich schon wundern, welchen Anspruch dieser DITIB-Islam-Verein doch geltend macht, obschon es doch nur um eine Demonstration an einem Nachmittag in Köln ging … (?)

Besonders originell war auch dieser Satz, Zitat:

„Gleichwohl ist es uns ein wichtiges Anliegen, gemeinsame und starke Zeichen gegen den Terrorismus zu setzen. In dieser Frage handeln wir allein im Sinne der Muslime – alles andere wäre zu kurz oder egoistisch gedacht“

Aha … „alles andere wäre zu kurz oder zu egoistisch gedacht“ …

So … jetzt ich habe einfach mal (Naiv wie ich bin) eine Frage an den DITIB:

Wie hättet Ihr es denn gerne ? Sollte die „Orga“ (Organisation) einer Demo vielleicht euch zu liebe besser ein viertel Jahr im voraus einer Demo die „Anwälte“ bemühen, um schon mal die ersten unverbindlichen Anfragen zuzusenden, damit die emotionalen und gesellschaftlichen Erwartungen an euren Verein nicht aus heiteren Himmel aufkommen und über euch Hineinbrechen ?

Auch hatte ganz gewiss niemand im Sinn die Feinen Herren und Damen des DITIB irgendwo hinzuzitieren … denn zu einer Demo, meine Damen & Herren des DITIB, zu der kommt man hier in Deutschland einfach, dazu muss hier niemand herzitiert werden. Und kommt tut derjenige, der sich mit dem Motto der jeweiligen Demo Identifiziert.

In Ihrem Falle:

Die Öffentlichkeitswirksame gegenpositionierung zum radikalen Islamismus !

Falls Ihnen das was sagt !

Immerhin war man bis zum Tag der Demonstration in Köln gegen Terror (radikalen Islamismus) am 17.06.2017 noch davon ausgegangen das es auch im Interesse des DITIB wäre, ja sogar sein müsste, ein Zeichen gegen radikalen Islamismus und somit Terror zu setzen.

Denn seien wir doch mal ganz, ganz ehrlich, „lieber“ DITIB:

… die Verurteilung des internationalen Terrorismus, wie sie in eurer Kölner DITIB-Zentralmoschee zur Predigt (16.06.2017) zum nahen Ende des Ramadans gehalten wurde, Zitat:

„Ich wünsche von Allah, dem Erhabenen, dass die in der letzten Zeit und in der ganzen Welt gestiegene Gewalt und der ansteigende Terror sein Ende finden möge und die Empfindung des Friedens und der Sicherheit in der ganzen Welt herrschen möge.

Als verantwortungsbewusste muslimische Religionsgemeinschaft haben wir seit jeher bis heute, ohne einen Raum für Zweifel zu lassen, den internationalen Terrorismus, bei dem leider auch unsere Religion des Friedens missbraucht wird, stets verurteilt und uns davon distanziert.

Heute beten wir in allen DITIB-Moscheen in Deutschland zu diesem Freitagsgebet für den Frieden und verurteilen die Gewalt in jeder Art.“

…  könnte wohl nicht Heuchlerischer ausformuliert sein, bezüglich der Absage von Ihrem / Eurem DITIB-Islam-Verein zu einer Öffentlichen Demonstration zu erscheinen, welche sich Inhaltlich der Selben Sache verschrieben hatte !

Allerdings zusammen mit dem Rest der Zivilgesellschaft.

Und dazu lässt man sich nicht bitten … dazu kommt man.

Wenn es einem wichtig ist …


© Alpha Rocking


Mein Artikel bezieht sich auf die Pressemeldung des DITIB:

„Zur Demonstration in Köln, vom 14.06.2017“


Bildquelle:

Götz Wiedenroth

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