Der 1. Mai – Historisch nie Tag für Gewalt

Harte körperliche Arbeit, praktisch nie eine längere zusammenhängende Zeit für Erholung zum Kraft schöpfen, sehr geringe löhne, im vergleich zu Heute Unvorstellbare Arbeitsbedingungen, sowas wie Urlaub oder Krankengeld, Arbeiterrechte oder Arbeitsschutz für Arbeiter, damals genauso Unvorstellbar für die Menschen, wie es uns Heute vorkommen mag, denken wir an die Zeiten und Zustände des 19. Jahrhunderts in den USA aber auch vieler anderen Länder zurück. 

Einst wurde Tag ein Tag aus nicht nur Schwerstarbeit verrichtet, sondern auch Tag ein Tag aus die eigene Gesundheit durch selbige gefährdet. Wenn die Menschen zu jener Zeit Krank wurden, mussten sie trotzdem weiter arbeiten. Denn eine „Lohnfortzahlung“ bei Krankheit, wie wir sie heute kennen, gab es (noch lange) nicht. Erschien man nicht zur Arbeit, dann gab es auch kein Geld. Doch waren die Arbeiter auf ihren mickrigen Hungerlöhne angewiesen und konnten es sich folglich (in jeder Hinsicht) NICHT leisten, ihre Rechte am Arbeitsplatz einzufordern – es zu riskieren, dass man sie feuerte.

Die Arbeitsbedingungen zur damaligen Zeit (Zustände müsste es eigentlich heißen) waren also in weiten teilen der Erde sehr unfair und unmenschlich. Daher begannen mit der Zeit immer mehr Arbeiter, sich gegen die Bedingungen zu erwehren. Aber nur wenn genügend Menschen gemeinsam protestieren würden, bestand überhaupt eine Chance, etwas für sich zu erreichen und zu verändern. Schließlich waren die Fabrikbesitzer darauf angewiesen, dass sie genügend Arbeiter hatten – die somit schaffen sollten, was geschaffen werden sollte.

Es brodelte also gewaltig unter der Oberfläche, bis die Menschen am 1. Mai 1886 erstmalig & zuerst zu einem großen Protest in den USA zusammen kamen. Bei dem mehr als 340.000 Arbeiter auf die Straßen gingen und zusammen streikten – sie weigerten sich also zu arbeiten, unter diesen unwürdigen Bedingungen.

Die wütenden Menschen, Sie ahnen es, verehrte Leser, forderten bessere Arbeitsbedingungen, einen kürzeren Arbeitstag und mehr Lohn für ihre Arbeit. Dieser als erster größte Streik der Geschichte überhaupt fand seiner Zeit in der US-Stadt Chicago statt, bei dem allein mehr als 90.000 Menschen zusammen für ihre ziele protestierten. 

In der folge jenes Aufruhrs aus der Arbeiterschicht kam es zu schweren Auseinandersetzungen mit der Polizei und nur zwei Tage später hatten bereits viele Menschen ihr Leben gelassen bei ihrem Protest. In die Welt-Geschichte ist dieses Ereignis auch unter dem Begriff „Haymarket Riot“ eingegangen. Der Name geht auf den Platz Haymarket in Stadt Chicago zurück.

Leider hatten diese Proteste zunächst keine Erfolge erzielen können und so kam es nun immer wieder zu Protesten. Doch nicht nur in den USA sondern auch in Deutschland, Frankreich, England aber auch anderen Staaten. Denn auch in diesen Staaten sahen die Bedingungen für die Arbeiter nicht (viel) besser aus. Verglichen mit der Heutigen Zeit. Doch immerhin: einige Jahre später wurden die Arbeitsbedingungen allmählich besser.

Schließlich wurde 1889 in Paris ein 1. internationaler Arbeiterkongress abgehalten, mit dem Beschluss, dass die Arbeiter auf der ganzen Welt am 1. Mai 1890 streiken sollten. In Erinnerung an den Protest vom 1. Mai 1886 in den USA wählte man dieses Datum und bezeichnete den 1. Mai als „Kampftag der Arbeiterschaft“.

An diesem Tag wurden auch häufig Arbeitsverträge abgeschlossen oder man wechselte oftmals an diesem Datum den Job. Daher wird er auch als „moving day“ bezeichnet.

Auch die Menschen in Deutschland bewiesen ihren Mut, als sie 1890 auf die Straßen gingen um zu demonstrieren, denn man drohte ihnen, dass sie ihre Arbeit verlieren und auf eine sogenannte „Schwarze Liste“ kommen würden, sollten sie weiterhin mit der Linie der Obrigkeit in Konflikt stehen – und Arbeiter, die auf dieser Liste standen, konnten sich fast sicher sein die längste Zeit eine Arbeit gehabt zu haben. Zudem hatte man schlechte Karten eine neue Arbeit zu bekommen, sollte man auf der „Schwarzen Liste“ gelandet sein. Dennoch ließ sich die Arbeitende Bevölkerung nicht daran hindern ihre rechte auf der Straße einzufordern.

Und diese mühe war nicht vergebens. Die Arbeitsbedingungen Entwickelten sich nicht nur in Deutschland zum besseren sonder auch in anderen Ländern wurden Verbesserungen durchgesetzt. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde in Deutschland zur Zeit der Weimarer Republik die Arbeitszeit auf acht Stunden am Tag reduziert. 1919 beschloss man in Deutschland, dass der 1. Mai offiziell zum Feiertag werden sollte.  Einige Bürger waren allerdings gegen die Einführung des Feiertags. Man war sich nicht einig, wie man den Maifeiertag begehen sollte. Und so wurde er ein Jahr später in vielen Regionen Deutschlands wieder abgeschafft. Die Nationalsozialisten unter Hitler führten den Feiertag 1933 erneut ein und nannte ihn „Tag der nationalen Arbeit“.

Doch auch dieser Umstand war nicht von dauer: nur einen Tag später, am 2. Mai 1933 ließ Hitler alle Arbeiterorganisationen und Gewerkschaften, die sich für die Rechte der Arbeiter einsetzten, verbieten. Ein Jahr darauf hieß der Tag „Nationaler Feiertag des Deutschen Volkes“. Mit dem ende des  Zweiten Weltkriegs wurde der 1. Mai wieder zum Feiertag der Arbeiter ernannt.

Man kann ab dieser Zeit im Grunde schon festhalten, dass seitdem die Gewerkschaften zu Kundgebungen für die Rechte der Arbeiter aufriefen – um der schlechten Bedingungen wegen wie zum Beispiel: bei Krankheit oder schlechten Löhnen, Unbezahlten Überstunden usw. – sie es einst jedoch schafften Verbesserungen zu erstreiken. Nur sollte man nie vergessen, dass der Impuls vom Volk ausging. Gewerkschaften waren somit lediglich eine folge Unzufriedener Bürger.

Wie wir also kurz zusammenfassen können ging und geht es beim 1. Mai Ursprünglich um einen Grundlegend Positiven Hintergrund, welche mit Gewalttaten nur anfänglich in Verbindung gebracht werden konnten – denn es war nie das Ziel, Demonstrationen für mehr rechte am Arbeitsplatz Eskalieren zu lassen. 

Die Ausschreitungen am 1. Mai

Jedoch führten im laufe der Jahre die Proteste vor allem in Hamburg sowie im Stadtbezirk Kreuzberg in Berlin zu massiven Ausschreitungen am 1. Mai. Maßgeblich verantwortlich für diese Entwicklungen (in jüngerer Zeit)  waren Insbesondere politisch links orientierte sowie auch linksradikale Gruppen. Aber auch Linkslastige Sozialdemokratische Gruppen. Denn auch Sie organisieren am Tag der Arbeit Straßenfeste und Demonstrationen, die immer öffter von gewalttätigen Auseinandersetzungen begleitet (bzw. Unterwandert) wurden. Die Demos wurden genutzt um (Höflich Formuliert) einigen Unmut zu äußern, einige der Demonstranten gingen dabei oft sehr aggressiv vor und sind waren in erster Linie auf Konflikte Krawall aus.

Hier sei besonders an den 1. Mai 1987 erinnert. Wer an diesem Tag Kritisch nach Berlin geschaut hat konnte sehr schwerwiegende Unruhen wahrnehmen – die die Polizei sogar veranlasste sich für einige Stunden aus dem Gebiet der Krawallmacher zurückziehen. Ein Tag der zunächst wie ein „Tag der Arbeit“ der Jahre zuvor verlief, zunächst ruhig, wurde jedoch zu späterer Stund ein Streifenwagen der Polizei umgeworfen, zwei Bauwagen auf die Straße gezogen – um Barrikaden zu errichten. Die Polizei befürchtete, dass die Demo aus dem Ruder laufen könnte, und löste das als Straßenfest begonnene Prozedere auf.

Die „Demonstranten“ wollten sich das nicht gefallen lassen – Kurz: um die Situation nicht noch weiter eskalieren zu lassen wurden von den Polizeikräften einst auch Schlagstöcke eingesetzt. Als Reaktion wurde seitens der „Demonstranten“ nun weitere Barrikaden errichtet. Gewalttätige Protestler zündeten Autos an, warfen Molotowcocktails und es kam zu nie dagewesenen Auseinandersetzungen. Sogar die Feuerwehr, die die Brände zu löschen ersuchte, wurde angegriffen. Geschäfte wurden geplündert, die Regale aus der  Alkohol-Abteilung in den Supermärkten leer geräumt und teils auch die Läden in Brand gesetzt. Erst gegen zwei Uhr Nachts konnte die Polizei abermals in das Geschehen eingreifen, als viele der Randalierer mittlerweile völlig betrunken und ermüdet waren.

Wie kam es überhaupt dazu?

In Kreuzberg (vor allem in Kreuzberg 36) gab es einst seit längerer Zeit immer wieder Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und Besetzern von leer stehenden Häusern. 1987 kam hinzu, dass sich die linke Szene gegen die Volkszählung wehren wollte, die in diesem Jahr durchgeführt werden sollte.  Im Mittelpunkt der Gegenwehr stand vor allem das so genannte „VoBo-Büro“ (VoBo steht für Volkszählungsboykott, also die Verweigerung der Volkszählung).

Bei genau diesem Gebäude wurde am 1. Mai von der Polizei eine Razzia durchgeführt was die ohnehin schon angespannte Stimmung in Kreuzberg weiter anheizte und schließlich zu gewalttätigen Ausschreitungen führte. Von diesem Datum an kann / konnte man in Berlin regelrecht von einer Art von Tradition sprechen „revolutionäre Mai-Demonstrationen“ durchzuführen, die sowohl am Vorabend des 1. Mai stattfinden, als auch an dem Tag selbst.


Das Fazit meiner Zeilen lautet also wie folgt:

Sollte also jemand auf die „Geistreiche“ Idee kommen,  seitens der deutschen „Qualitätspresse“ oder „unserer Hochleistungs-Politiker“, es bestehe eine begründete und vor allem Akute Gefährdung von seiten sogenannter „Rechter“ oder „Nazis“ rund um die Tage des 1. Mai, dann kann ich euch schon jetzt mit aller Seelenruhe mitteilen, dass Ihr nicht nur die zu Grunde liegenden Fakten zum Datum des 1. Mai beharrlich zu Ignorieren  gelernt habt – dafür aber gelernt, NICHT sorgsam zu recherchieren, sondern dass Ihr zusätzlich mit Eurer Art und weise, die Realität verzerrt & dazu beitragt, das es überhaupt so weit kommt. Sollte Euerseits jemand auf die Idee kommen, den Bürgern dieses Landes zu suggerieren, irgendwelche sogenannte „Rechte“ hätten maßgeblich dazu beigetragen, was sich an diesem Tage vielerorts in Deutschland abspielt 


Wer die Wahrheit nicht kennt, der ist bloß ein Dummkopf. Wer sie aber kennt und sie eine Lüge nennt, der ist ein Verbrecher ! Auch dann, wenn man unter dem Deckmantel der „politischen Korrektheit“ – als auch „dem Kampf gegen Rechts“ glaubt fein raus zu sein.


PS:

Auf den Maifeiertag in Erwähnung mit Traditionen, Walpurgisnacht, heidnische sowie christliche Bräuche usw. habe ich in diesem Artikel bewusst verzichtet, dies wäre aus der meinen hier gewählten Perspektive in keiner weise zu kritisieren und hat durchweg eine Schöne und Erfreuliche Entwicklung genommen.


 © Alpha Rocking

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2 Kommentare zu „Der 1. Mai – Historisch nie Tag für Gewalt

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