Hanf – ein Alleskönner

Zuerst, möchte ich darauf hinweisen das ich nicht den Hanf als Drogenkonsum-pflanze meine, wenn ich hier von Hanf rede. Nein. Ich meine die Nutzpflanze Hanf – und welche vorteile sie uns Menschen, aber auch der Natur bringen könnte, wenn wir uns nur mal mit den vorteilen auseinandersetzen würden. Dabei meine ich weniger die Menschen die die vorteile kennen – als vielmehr diejenigen Menschen die sich mittels Paragraphen gegen die vorteile zu wehren versuchen. Und das bereits seid zig Jahrzehnten.

Wusstet ihr das Hanf:

Bis etwa in die 1820ér Jahre als einer der Hauptstoffe für die Herstellung von Textilwaren verwendet wurde ? Auch wurden bis ca. 1883 zwischen 75 bis 90% des weltweit produzierten Papiers mit Hanffaser hergestellt:

Gutenberg-Bibel ? – Wurde aus Hanf hergestellt.

Die Encyclopedia Britannica ? – Wurde aus Hanf hergestellt.

Die Amerikanische Unabhängigkeitserklärung ? – Wurde aus Hanf hergestellt.

Die Zeitungen, Wertpapiere & Papiergeld wurden seiner Zeit, Sie ahnen es bereits, aus Hanf hergestellt.

Zwischen 70 & 90% aller Seile, aller Schnüre und allen Tauwerks wurden bis in die 1930ér Jahre aus Hanf hergestellt. Selbst der erste „Ford-T“ konnte bereits mit Hanföl fahren und wurde zum Teil aus Hanf-Kunststoff hergestellt, der, so sagt man, 10x stärker als Stahl sein soll. Leichter war dieser Hanf-Kunststoff mit Sicherheit – ein vorteil, wenn man den Verbrauch eines Fahrzeuges berücksichtigt. Viele Jahrtausende lang wurden mittels Hanf Farben, Lacke und / oder Leinöl hergestellt. Was seiner Zeit eine günstige und erschwingliche Methode war – denn Hanf, wuchs quasi überall – auch im eignen Garten, oder der sowieso von den meisten menschen betriebenen Landwirtschaft.

Hanfsamen wurden überall auf der Welt als Nahrungsmittel für Brei und Suppen bin ins 19. Jahrhundert verwendet. Bis ins 19. Jahrhunderts war Hanföl unter anderem in den USA und der Welt das am häufigsten verwendete Leuchtöl. Und es wuchs „vor der Haustür“. Das man aus 0,4 Hektar Hanf die gleiche Menge Zellstoffaser gewinnen kann wie aus 1,66 Hektar Holzbestand, sei hiermit auch erwähnt. Somit wäre Hanf die Perfekte Ergänzung für die Herstellung von Holzbauplatten, Brettern – sprich diverser Presspanplatten aller nur denkbaren Art, im vergleich zu Konventionellen Baumhölzern. Den Hanf könnte Jährlich Geerntet werden – was bei Baumhölzern nahezu Unmöglich ist. Und das OHNE PESTIZIDE !

Das Ende des legalen Hanfanbaus

Mitte der dreißiger Jahre des letzten Jahrhunderts wurden mechanische Hanfschälmaschinen und Maschinen zur Konservierung der zellulosereichen Hanfzellmasse in technisch ausgereifter Form und zu erschwinglichen Preisen verfügbar, obschon die industrielle Revolution des 19. Jahrhunderts einen Rückschlag für die kommerzielle Verwertung des Hanfs bedeutete, denn es gab bis dahin noch keine technische Möglichkeit, den Hanf effektiv maschinell zu ernten und zu brechen, was für die Massenproduktion Voraussetzung gewesen wäre.

(Artikel des Popular Mechanics und Mechanical Engineering im Jahre 1938, als es tatsächlich noch legal war in den USA, Hanf anzubauen)

Somit drohten Unternehmen wie z.B. „Hearst Paper Manufacturing Division, Kimberley Clarke, St. Regis“ und auch anderen großen Holz- Papier- und Zeitungsunternehmen milliardenschwere Verluste, wenn nicht gar der Bankrott, sollten sich diese neuen Erntemaschinen durchsetzen und die damit verbundene Wirtschaftlichkeit Hanf anzubauen und zu ernten. Zudem hatte „DuPont“ sich im Jahre 1937 ein verfahren zur Herstellung von Plastik aus Öl und Kohle als auch neue Sulfat/Sulfitverfahren zur Papierherstellung aus Holzzellmasse patentieren lassen, die, den unternehmenseigenen Archiven wie auch den Erkenntnissen von Historikern zufolge, über 80% seiner gesamten Produktion in den nächsten 50 Jahren ausmachen sollten.

Fakt ist, das wenn der Hanfanbau zu der Zeit in den USA nicht verboten worden wäre, hätte DuPont mit Sicherheit 80% seiner Geschäfte nicht machen können.

Ein paar Jahre zuvor (etwa Anfang der 1930ér Jahre) ernannte ein gewisser „Mellon“ in seiner Funktion als Hoovers Finanzminister Harry J. Anslinger zum Leiter der gerade umorganisierten staatlichen Rauchgift und Drogenbehörde FBNDD (Federal Bureau of Narcotics and Dangerous Drugs). Die Industriemagnaten und ihre Kapitalgeber wurden sich schnell klar darüber, dass Maschinen zum Mähen, Bündeln, Schälen und zur Verarbeitung von Hanf zu Papier und Plastik alsbald verfügbar sein würden – und somit wurden sie sich auch klar darüber was am ehesten verschwinden müsse – die Hanfpflanze.

So begann der Chefberater des Finanzministeriums bzw. das damalige Finanzministerium in gestallt eines gewissen (Hermann Oliphant) am 14. April 1937 seine Hanfbesteuerungs-Propaganda aus dem Hut zu Zaubern, ein Entwurf für das „Marihuanasteuergesetz“. Matt Rens, von der Rens Hemp Company, Äußerte sich über den Zweck dieser Steuer, anlässlich der Senatsanhörung im Jahre 1937:

„Eine solche Steuer würde alle Kleinbetriebe aus dem Hanfanbaugeschäft werfen, und der Anteil der Kleinbetriebe ist beträchtlich. Der wahre Zweck dieses Gesetzesentwurfs ist doch nicht der, Geld aufzubringen, oder?“

Im Grunde wurde die nun angeschobene Propaganda gegen Hanf Konsequent umgesetzt und die Arbeit von Harry J. Anslinger sein Gesetz zu bekommen, auch hier ersichtlich, bei den Aussagen, die 1937 sogar vor dem Kongress zugunsten eines Hanfverbots gemacht wurden. Es handelte sich damals in der Mehrzahl um verzerrende und gar rassistische Artikel aus Boulevardblättern wie z.B. „Hearsts“ aber auch anderer Zeitungsverleger die den Kongressabgeordneten von Harry J. Anslinger dem Leiter des FBN (Federal Bureau of Narcotics) vorgelesen wurden.

Zu guter letzt gab Anslinger 1937 vor dem Kongress sogar folgende Erklärung ab:

“Marihuana ist die gewalterzeugendste Droge in der Geschichte der Menschheit“

Das die Statistiken des FBI seinerzeit, die Anslinger sicherlich bekannt gewesen sein dürften, die Tatsache beinhalteten das ca. 65 bis 75% aller Morde in den USA unter dem Einfluss von Alkohol passierten, hatte damals, bis hin zu unserer Zeit nichts daran ändern können, Hanf als eine der Gemeingefährlichsten Drogen überhaupt zu Brandmarken. Selbst die damaligen Forschungsergebnisse des „New York City LaGuardia Marijuana Report“ – die Anslingers These; „Marihuana mache gewalttätig“ widerlegten, änderten nichts. Was folgte war eine Hetzkampagne nach der anderen gegen die Nutzpflanze Hanf. Anslinger hingegen erklärte, diese Ärzte, Wissenschaftler usw. würden im Gefängnis landen, sollten sie je wieder ohne seine persönliche Genehmigung Experimente mit, oder Forschungsarbeiten über Marihuana durchführen.

Die Methoden glichen mittlerweile den gleichen wie die Propaganda die benutzt wurde um die Kommunisten in der breiten Öffentlichkeit darzustellen. Die Krönung, so könnte man behaupten gelang Anslinger 1948, als er behauptete, vor dem zutiefst antikommunistisch gesonnenen Kongress und später in der Presse, der Genuss von Marihuana mache die Menschen so friedlich und pazifistisch. Das dieses Rauschgift von den Kommunisten dazu benutzt werden könnte und auch würde, die Kampfmoral der amerikanischen Armee zu schwächen. – Voila: eine Kehrtwende um 180° gegenüber dem ursprünglichen Vorwand, unter dem man das „gewalterzeugende“ Marihuana 1937 verboten hatte. So stimmte der Kongress (1948) nun für die Beibehaltung des Marihuanaverbotes und begründete dies mit dem genauen Gegenteil der ursprünglich vorgebrachten Behauptungen.

Ironischer weise schenkte die Presse diesem vorgeblichen Zusammenhang zwischen „Pot“ und Pazifismus während der folgenden zehn Jahre soviel Aufmerksamkeit, dass schließlich Russland, China und die kommunistischen Länder des Ostblocks (wo man Cannabis in großen Mengen anbaute) den Marihuanakonsum unter Strafe stellten, weil sie befürchteten, die Kampfbereitschaft ihrer Soldaten könne mit Hilfe dieses Stoffs von den Amerikanern unterwandert werden.

Ist es nicht merkwürdig, dass in Russland, Osteuropa und China Cannabis über Jahrhunderte, ja Jahrtausende als Arzneimittel, Beruhigungs und Stärkungsmittel angebaut und genutzt wurden, ohne das jemand auf die Idee kam Marihuanagesetze zu erlassen die den Anbau verbieten sollten ???

Wie dem auch sei – das eigentliche Kuriose als auch Traurige an dieser Real-Geschichte ist doch, das seid nun mehr über 50 Jahren die Menschen Anslingers Märchen über dieses Wunderkraut, seine abenteuerlichen Thesen, es sei „die gewalterzeugendste Droge in der Geschichte der Menschheit“ immer noch Glauben oder Glauben müssen, nicht wahr, liebe Regierungen ?!?

Ich denke es wird wirklich mal Zeit Anlingers Propaganda, die am Anfang des letzten Jahrhunderts aus Wirtschaftlichen Gründen Installiert wurde zu Hinterfragen und stattdessen endlich an den Nutzen dieser Pflanze zu denken.

Ein Nutzten der uns auf der Erde und unserer Situation in der wir uns befinden eine wahre Alternative sein kann – im vergleich zudem was wir gerade nutzen um unsere Bücher zu Drucken, unsere Häuser zu Bauen, unsere Autos zu Betanken & die Medizinische Versorgung überall auf der Welt zu gestallten.

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© Alpha Rocking

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